Hidden Champion 2013Das Kuratorium
Prof. Dr. h.c. Roland Berger
Roland Berger ist Gründer und seit 2010 Honorary Chairman von Roland Berger
Strategy Consultants, München. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in München und Hamburg.
Roland Berger Strategy Consultants zählt heute mit mehr als 50 Büros in über 35 Ländern und 2700 Mitarbeitern zu den Top 5 der weltweit größten Strategieberatungen und berät international führende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen. Vom Zeitpunkt der Gründung 1967 bis 2003 war Roland Berger CEO des Unternehmens und anschließend bis 2010 Aufsichtsratsvorsitzender.
Roland Berger wurde in zahlreiche Sachverständigenkommissionen verschiedener Bundes- sowie Landesregierungen berufen. Seit 2007 ist er Mitglied der High Level Group of Independent Stakeholders on Administrative Burdens unter Leitung von Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber, bestellt durch die Europäische Kommission. Zudem ist er seit 2002 im Wirtschaftsbeirat beim Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt tätig. Zuvor hatte ihn Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog in den "Innovationsbeirat des Bundespräsidenten" bestellt. Roland Berger war außerdem für die Bundesregierungen unter Helmut Kohl und Gerhard Schröder in über 20 Regierungskommissionen aktiv.
Roland Berger ist Mitglied verschiedener Aufsichts- und Beiräte von nationalen und internationalen Unternehmen, Stiftungen und Organisationen, u. a. Fresenius SE & Co. KGaA (Vorsitzender des Prüfungsausschusses), Bad Homburg; Prime Office REIT-AG München (Vorsitzender des Aufsichtsrats); RCS Mediagroup S.p.A.(Vice-President),Mailand, Italien; Geox S.p.A., Biadene di Montebelluna, Italien. Außerdem gehört er dem International Advisory Boards an, u.a. bei Deutsche Bank AG, Frankfurt a.M.; MillerBuckfire, New York, USA; The Blackstone Group, New York, USA.
Roland Berger ist Vorsitzender des Kuratoriums der von ihm privat mit einem Stiftungskapital von 50 Mio. Euro gegründeten Roland Berger Stiftung. Die Roland Berger Stiftung ist dem weltweiten Schutz der Menschenwürde und der Menschenrechte verpflichtet und vergibt jährlich den Roland Berger Preis für Menschenwürde. Zudem fördert die Roland Berger Stiftung deutschlandweit begabte und engagementbereite Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien auf ihrem Bildungsweg von der Grundschule bis zum Abitur.
Seit 1996 hat Roland Berger einen Lehrauftrag als Gastprofessor und seit 2000 eine Honorarprofessur für Betriebswirtschaft und Unternehmensberatung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Er gehört dem Hochschulrat der Ludwig-Maximilians-Universität München an, dem Kuratorium der Zeppelin University in Friedrichshafen und dem Advisory Council der Business School INSEAD in Fontainebleau, Frankreich.
Zudem ist Roland Berger im Kuratorium des ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München tätig und Vorsitzender des Vorstands der Gesellschaft zur Förderung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung (Freunde des ifo Instituts e.V.), München.
Dr. Hermann Bühlbecker
Dr. Hermann Bühlbecker ist Inhaber der Henry Lambertz GmbH & Co. KG.
Der Diplom-Kaufmann und promovierte Staats- und Wirtschaftswissenschaftler führt als direkter Nachfahre in neunter Generation den weltweit führenden Anbieter für Lebkuchen-, Printen- und Saisongebäck. Die Firma Lambertz, 1688 in Aachen gegründet, entwickelte sich in über 300 Jahren vom königlichen Hoflieferanten und Nischenanbieter zum Weltmarktführer im Bereich Herbst- und Wintergebäck, der in über 40 Länder der Welt exportiert.
Das Unternehmen hat heute rund 3.500 Mitarbeiter. Zur Lambertz Gruppe gehören über 20 Süßwarenfirmen, deren Produkte in sieben Fabriken in Deutschland und Polen produziert werden. Hermann Bühlbecker hat das damals wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen 1978 im Alter von nur 27 Jahren übernommen. Er erweiterte das Sortiment aus Printen und Lebkuchen um Dominosteine und Spekulatius, ließ das ganze Jahr über Gebäckmischungen und Kleinkuchen produzieren und richtete das Familienunternehmen auch strategisch neu aus. Seitdem veränderte sich das Sortiment stärker als in den 300 Jahren zuvor. Doch die Tradition des Hauses, das mit "Lambertz" den ältesten deutschen Markenartikel besitzt, war ihm dabei stets Leitfaden: "Tradition pflegen - Innovation leben". Mit Erfolg: Der Jahresumsatz betrug bei seinem Amtsantritt 16 Millionen Euro. Heute erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von über 500 Millionen.
2004 wählte das Wirtschaftsmagazin IMPULSE Lambertz in die Gruppe der erfolgreichsten Familienunternehmen Deutschlands. Als einen von "250 Gründen, unser Land zu lieben" nannte 2006 Deutsche Standards die Gebäckspezialisten aus Aachen, 2009 adelte man Lambertz zu einer der "Marken des Jahrhunderts". Dr. Hermann Bühlbecker selber wurde 2002 von FAZ, Manager Magazin und Ernst & Young zum "Unternehmer des Jahres" gewählt und ein Jahr später in den Kreis der besten Unternehmer weltweit aufgenommen. Er ist Träger der höchsten Auszeichnungen von Süßwaren- und Lebensmittelwirtschaft, der "Goldenen Uhr" und des "Goldenen Zuckerhuts". 1999 wurde er zum Senator e.h. des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft gewählt, 2006 als Senator in den Europäischen Wirtschaftssenat. Nicht zuletzt wegen seines großen gesellschaftlichen Engagements wurde ihm 2004 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Er unterstützt unter anderem die Clinton Global Initiative, die Elton John Aids Foundation sowie die American Foundation for AIDS Research. In der Heimat engagiert sich Dr. Hermann Bühlbecker als langjähriger Sponsor des Aachener CHIO. Er ist außerdem Mitglied des Beirats beim CHIO-Ausrichter Aachen-Laurensberger Rennverein e.V.
Er unterhält eine eigene Tennis-Bundesliga Mannschaft Kurhaus Aachen, die in den letzten vier Jahren drei Mal deutscher Meister wurde und zu der die besten deutschen Tennisspieler gehören. Darüber hinaus wird auch der Fußballclub Alemannia Aachen gesponsert.
Prof. Dr. Michael Hüther
Prof. Dr. Michael Hüther, geboren am 24.04.1962 in Düsseldorf, absolvierte von 1982 bis 1987 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie der mittleren und neuen Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach Abschluss des Promotionsverfahrens wurde er 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und 1995 Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Im Jahr 1999 wechselte er als Chefvolkswirt zur DekaBank und wurde dort 2001 zum Bereichsleiter Volkswirtschaft und Kommunikation ernannt. Seit August 2001 ist er Honorarprofessor an der European Business School in Oestrich-Winkel. Seit Juli 2004 hat er die Stelle des Direktors und Mitglied des Präsidiums beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln inne.
Er ist u.a. Mitglied im Vorstand der Atlantik-Brücke, im Verwaltungsrat des TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V., im Aufsichtsrat der Georgsmarienhütte GmbH sowie der Allianz Global Investors und im Kuratorium der Friedrich und Isabel Vogel-Stiftung. Außerdem ist er im Beirat für Fragen des gewerblichen Mittelstandes und der freien Berufe beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Berater der Kommission VI der Deutschen Bischofskonferenz. Von Oktober 2010 bis August 2012 war er Vorsitzender der Sachverständigenkommission zum Ersten Engagementbericht mit dem Schwerpunkt "Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit März 2012 ist er Schatzmeister des Vereins "Deutschland – Land der Ideen".
Dr. Georg Kofler
Dr. Georg Kofler wurde am 26. April 1957 in Bruneck/Südtirol geboren. Nach dem Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften promovierte Kofler 1982 an der Universität Wien zum Doktor phil. 1985 ging Kofler zum Österreichischen Rundfunk (ORF), wo er internationaler Referent im Büro des damaligen Generalintendanten Gerd Bacher wurde. 1986 begann Kofler seine Arbeit in der Kirch-Gruppe: Zunächst als Mitarbeiter für internationale Film- und Fernsehproduktionen, später als Büroleiter von Dr. Leo Kirch.
1988 wurde Kofler zum Geschäftsführer des Münchner Fernsehsenders Eureka Television bestellt. Kofler sanierte Eureka TV und gab dem Unternehmen den neuen Namen ProSieben Television. Im Februar 1992 ging Kofler mit seinem nächsten Fernsehkanal auf Sendung: Der Kabelkanal, später umgewandelt in Kabel 1. Im Juli 1997 führte Kofler als Vorstandsvorsitzender die ProSieben Media AG mit großem Erfolg an die Börse. Im Januar 2000 startete Kofler den Nachrichtensender N24.
Neben dem werbefinanzierten Fernsehen baute Kofler mit der Gründung von Home Order Television (HOT) als erster Unternehmer in Deutschland das Teleshoppping auf. Im Januar 2000 verließ Kofler die ProSieben Media AG und gründete gemeinsam mit Thomas Kirch und dem US-Teleshopping-Unternehmen Home Shopping Network (HSN) die HOT Networks AG. Als geschäftsführender Gesellschafter startete Kofler drei weitere Teleshopping-Sender – in Italien, England und Belgien.
Im Februar 2002 übernahm Kofler die Geschäftsführung des angeschlagenen Pay-TV-Unternehmens Premiere. In nur drei Jahren schaffte er den Turnaround und brachte Premiere erfolgreich an die Börse. Das Emissionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro war 14-fach überzeichnet und damit der größte Börsengang in der deutschen Medienindustrie. Im August 2007 verließ Georg Kofler die Premiere AG, um sich dem Aufbau einer eigenen Unternehmensgruppe außerhalb der Medienbranche zu widmen. Im Jahre 2008 gründete er die Kofler Energies.
Annette Roeckl
Seit 2003 leitet Annette Roeckl, geboren 1967 in München, das Familienunternehmen "Roeckl" für Handschuhe, Seidentücher und andere Accessoires in sechster Generation erfolgreich und mit viel Leidenschaft.
Nach der Geburt ihres Sohnes 1988 beginnt sie eine Ausbildung im elterlichen Betrieb und stellt fest, als sie ihre Mutter vorübergehend im Marketing vertritt, wie sehr sie diese Aufgabe begeistert. In den folgenden Jahren wächst sie in die Rolle der Firmennachfolgerin hinein und übernimmt als erste Frau in der Familientradition das Unternehmen. Dabei folgt sie konsequent der Vision, Tradition und Moderne zu verbinden. Das Ergebnis: Lieblingsstücke, die sich durch perfekte Passform, vollendete Verarbeitung und Geschmeidigkeit sowie anspruchsvolles, zeitloses Design auszeichnen.
Der Erfolg gibt ihr Recht: Das Unternehmen wächst stetig und beschäftigt derzeit rund 300 Mitarbeiter in Deutschland und im europäischen Ausland. Die Distribution erfolgt über eine Vielzahl von nationalen und internationalen Handelspartnern sowie über 23 eigene Stores und 10 Shop-in-Shop Flächen in Deutschland und Österreich sowie Partner-Stores im europäischen Ausland.
Darüber hinaus verzeichnet das Exportgeschäft starke Zuwächse. Als europäischer Marktführer gilt es für das Unternehmen, diese Position zu behaupten und kontinuierlich auszubauen. Dabei setzt die Unternehmerin auf Internationalisierung und ein umfassendes Produktportfolio bestehend aus Lederhandschuhen, Seidentüchern und Schals sowie Strick-Accessoires, einer eigenen Taschenlinie, Junior-Kollektion und der Produktlinie Roeckl Intelligence.
Anke Schäferkordt
Anke Schäferkordt, geb. 1962, trägt seit September 2005 die Gesamtverantwortung für die Mediengruppe RTL Deutschland und ist Geschäftsführerin von RTL Television. Seit April 2012 ist sie zusätzlich CEO der RTL Group gemeinsam mit Guillaume de Posch und ist Mitglied im Vorstand der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft begann Anke Schäferkordt 1988 ihre berufliche Laufbahn bei der Bertelsmann AG. 1991 wechselte sie als Referentin für Vertriebscontrolling und strategische Planung zu RTL plus nach Köln und übernahm ein Jahr später die Leitung der Abteilung Controlling.
Von 1993 bis 1995 war Anke Schäferkordt Bereichsleiterin Unternehmensplanung und Controlling bei RTL. 1995 wechselte Anke Schäferkordt zum Fernsehsender VOX und übernahm dort die kaufmännische Leitung, ab 1997 verantwortete sie zusätzlich die Programmdirektion. Ab 1999 war Anke Schäferkordt Geschäftsführerin von VOX. Im Februar 2005 wurde sie zum Chief Operating Officer und stellvertretenden Geschäftsführerin von RTL ernannt.
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Simon
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Simon ist Gründer und Chairman von SIMON-KUCHER & PARTNERS Strategy & Marketing Consultants. Simon ist Experte für Strategie, Marketing und Pricing.
In seinem "ersten" Leben war Simon Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an den Universitäten Mainz (1989-95) und Bielefeld (ab 1979). Simon arbeitete als Gastprofessor an zahlreichen Hochschulen: Harvard Business School, Stanford, London Business School, INSEAD, Keio-Universität Tokio und Massachusetts Institute of Technology. Von 1985 bis 1988 leitete er das Universitätsseminar der Wirtschaft (USW), Schloss Gracht/Köln. Nach Peter Drucker wurde er zum einflussreichsten Managementdenker im deutschsprachigen Raum gewählt.
Zu den mehr als 30 Buchveröffentlichungen in 25 Sprachen von Simon zählen u.a. "Hidden Champions" (1996, Titel von Business Week im Januar 2004) und "Profit durch Power Pricing" (1997) ebenso wie "Think!" (2004), "Der gewinnorientierte Manager? Abschied vom Marktanteilsdenken" (2006), das Standardwerk "Preismanagement" (3. Aufl. 2008), "33 Sofortmaßnahmen gegen die Krise" (2009) und "Die Wirtschaftstrends der Zukunft" (2011). In dem Bestseller "Hidden Champions des 21. Jahrhunderts" (2007) untersucht Simon Strategien wenig bekannter Weltmarktführer. Sein neuestes Werk "Hidden Champions - Aufbruch nach Globalia" ist im August 2012 erschienen. Seit 1988 schreibt er eine Kolumne im Manager Magazin.
Simon studierte Volks- und Betriebswirtschaft an den Universitäten Köln und Bonn. Seine Promotion und seine Habilitation legte er bei Prof. Dr. Drs. h.c. Horst Albach an der Universität Bonn ab. Er ist Träger des Erich-Gutenberg-Preises 2009, der von der Erich-Gutenberg-Arbeitsgemeinschaft verliehen wird. Für das Werk "Preismanagement" (2010) erhielt Simon gemeinsam mit Martin Fassnacht den Georg-Bergler-Preis für Absatzwirtschaft. Des Weiteren ist Simon 2012 Preisträger des Business-to-Business-Service-Awards in der Kategorie Lebenswerk. Dieser Preis wird von der Lünendonk GmbH und der Maleki Group vergeben. Im Rahmen seiner Jahrestagung in Bozen verlieh der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. (VHB) Simon den Preis "Wissenschaftsorientierter Unternehmer des Jahres 2012".
Die IEDC-Bled School of Management, Slowenien verlieh Hermann Simon im Jahre 2009 den akademischen Titel des Doktor honoris causa (Dr. h.c.). Einen weiteren Ehrendoktortitel erhielt Simon 2011 von der Universität Siegen. Die Universität für Außenwirtschaft und Handel in Peking/China (UIBE) verlieh ihm den Titel "Honorarprofessor für Management". Diesen Ehrentitel erhielt Simon für seinen langjährigen Beitrag zur Fortentwicklung von Management- und Führungswissen. Jüngst verlieh die Kozminski Universität in Warschau/Polen Simon einen weiteren Titel eines Doctor honoris causa (Ehrendoktor).