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Montag, 22. Juni 2009

Energie Butler: Intelligenter Strom

Strom dann nutzen, wenn er am günstigsten ist – der Energie Butler macht's möglich. Über ihn sind die elektrischen Geräte mit einer Internetplattform verbunden und können somit optimal gesteuert werden. Das Modell wird gerade in Mannheim getestet. Eugen Mayer ist einer der  Pioniere. Einmal am Tag bekommt der Mannheimer eine Preiskurve errechnet. "Die schaue ich mir abends an und sehe dann, wann der Strom sehr günstig ist. Zu den günstigsten Zeiten geht dann zum Beispiel die Waschmaschine oder die Spülmaschine los", erklärt Meyer.

Den Fernseher einschalten, wenn es günstig ist? Man muss es ja nicht übertreiben.

Den Fernseher einschalten, wenn es günstig ist? Man muss es ja nicht übertreiben.

Hintergrund dieses Mannheimer Versuchsmodells ist, dass es zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich große Mengen Strom gibt. Die Idee: Ein Energienetzwerk, in dem sich der Strompreis danach richtet, wie viel Energie aktuell zur Verfügung steht. "Dabei soll das Internet als Verbindung zwischen Strom- Wärme und Gasnetz dienen", sagt Frieder Schmitt von MVV Energie: Durch dieses intelligente Kommunikationssystem sollen Verbraucher einen Anreiz haben, ihre Energielasten zu steuern.

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Gerade in Zeiten zunehmender Nutzung regenerativer Energien ist das zukunftsweisend. Denn: Nur wenn der umweltfreundlich produzierte Strom auch dann verbraucht wird, wenn die Natur ihn produziert, kann von einem wirklichen Gewinn gesprochen werden.

Eugen Mayer erklärt das Prinzip an einem Beispiel: "Sonntag Morgen ist die Nachfrage relativ gering. Wenn es nun über der Nordsee einen Sturm gibt, steht viel Windenergie zur Verfügung. Der Strom wird durch das hohe Angebot günstiger."

Vernetzte Energie-Butler und dynamische Stromtarife wurden und werden derzeit getestet. In Zukunft soll die Vernetzung noch ausgebaut werden. "Eine mittel- bis langfristige Vision sind intelligente Stromnetze", erläutert Frieder Schmitt. In diese könnten dann viele dezentrale Erzeuger Energie in die regionale Versorgung einspeisen. Ganz nach dem Motto: Direkt aus der Quelle zum Verbraucher hin. Die Mannheimer können sich jetzt schon mal einen Eindruck davon verschaffen, wie das Stromnetz der Zukunft aussehen könnte.

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