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Montag, 22. Juni 2009

Patienten-Tracking: Krankenhausbetreuung verbessern

Die Patientenzufriedenheit soll sich durch das Tracking verbessern.

Die Patientenzufriedenheit soll sich durch das Tracking verbessern.
(Foto: n-tv)

Am Empfang der Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover bekommt jeder ein kleines Gerät. Es ist Teil eines Pilotprojekts, das helfen soll, die Patienten effizienter zu betreuen. Die Technologie, die dahinter steckt, kennt jeder vom Internet. Neu ist jedoch, wozu sie genutzt wird. "Wir verwenden hier die WLAN-Technologie, wie sie auch jeder von zuhause kennt, um die Ortungsinfos über die Personen zu bekommen. Das Gerät empfängt die Daten der umliegenden Access-Points und berechnet daraus die Position des Patienten", erklärt Chefentwickler Hagen Sarx.

Das System zeigt zum Beispiel auch an, wer wie lange schon im Wartezimmer sitzt. Das hilft den Ärzten, zu entscheiden, wer als Nächster an die Reihe kommen soll. "Wir haben dringende Fälle wie Kinder und Patienten, die anders behandelt werden müssen als jemand, der nur zur Nachsorge wegen seiner Schulter kommt. Wartezeiten für die dringenden Fälle können so reduziert werden", ist Prof. Tobias Hüfner, Oberarzt der Unfallchirurgie, überzeugt.

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Weitere Informationen über Patienten

Denn neben dem Ort übermittelt das System auch Informationen über den Patienten, die sich als nützlich erweisen können – zum Beispiel die erste Diagnose und den Namen des behandelnden Arztes. "Die Patienten, die überwacht wurden, wurden schneller behandelt. Die Informationen des Arztes, auch wenn er gewechselt hat, waren während dieser Behandlungszeit besser als ohne Tracking", so Hüfner.

Die Entwickler denken bereits einen Schritt weiter. Auch die Patienten sollen bald genau wissen, wo sie sind. "Es gibt auch die Möglichkeit, über ein kleines Display den Patienten Informationen zurück zu liefern und einzublenden. Das können Informationen sein, wo man sich als nächstes hinbewegen soll oder wie lange man noch warten muss. So fühlt man sich in größeren Krankenhäusern besser geführt", meint Sarx.

Darum soll das Patiententracking nun auch auf andere Bereiche des Krankenhauses übertragen werden. Denn oft wird der Patient von Station zu Station geschickt. "Patienten, die geistig verwirrt sind, laufen hier manchmal durchs Krankenhaus. Wenn man diese Patienten identifiziert, kann man sie auch besser überwachen", so Hüfner. Und in allen anderen Fällen lässt sich so sicherstellen, dass jeder Patient rechtzeitig im richtigen Behandlungsraum ankommt.

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