Montag, 22. Juni 2009
Intelligenter Stromzähler: Volle Kostenkontrolle
Einmal im Jahr kommt die Abrechnung des Stromanbieters. Darauf steht der Jahresverbrauch – so richtig schlau wird man daraus aber nicht. Denn wie, wann und wo der Strom genutzt wurde, erfährt man nicht. Hier hilft nur ein intelligenter Stromzähler, ein so genannter "Smart Meter".
Besonders interessant ist das für Menschen, die viele verschiedene Elektrogeräte nutzen. So wie Familie Schacht: Baby-Heizstrahler, Wasserkocher, Destillator – gerade in Haushalten mit kleinen Kindern ist der Verbrauch hoch. Doch dank ihres neuen intelligenten Stromzählers im Keller bewahren die Schachts den Überblick über ihren Stromverbrauch. Das Prinzip dahinter: Der Zähler misst nicht nur den Stromverbrauch im gesamten Haushalt, sondern sendet die erfassten Daten auch sekundengenau über den DSL-Router an den PC des Kunden. Viertelstündlich werden die Werte auch an den Server des Stromanbieters übertragen.
Familie Schacht kann also über eine Art "Verbrauchsmonitor" im Analyse-Programm am Computer ablesen, wo und wie besonders viele Kosten entstehen. Außerdem sorgt die monatliche Abrechnung für mehr Transparenz. Böse Überraschungen bleiben auf diese Weise aus und der Kunde wird zum eigenen Energiemanager.
"Verbraucher werden auf diese Weise sensibilisiert und haben ihren Verbrauch besser unter Kontrolle", sagt Peter Blenkers von der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen. Spezielle Tarifmodelle sollen die Kunden zusätzlich motivieren, extreme Stromfresser erst dann anzuschalten, wenn der Strom für sie billiger ist. "Dadurch wird die Energieversorgung optimal genutzt", lobt der Energieexperte. Für Familie Schacht hat sich der smarte Zähler schon gelohnt. Sie sehen der nächsten Stromrechnung ganz entspannt entgegen.
