12.02.2012 22:36 Uhr Frankfurt 21:36 Uhr London 16:36 Uhr New York 06:36 Uhr Tokio
Suche
Zukunftsmacher

Mittwoch, 22. Juli 2009

Rechenerleistung auf Abruf: Flexibel sein mit Zimory

Neue Märkte schlummern manchmal dort, wo man sie gar nicht vermutet. Man muss sie nur entdecken und aufwecken. Behrend Freese und Maximilian Ahrens haben das getan: Sie haben festgestellt, dass es riesige freie Kapazitäten in Rechenzentren gibt. Und mit genau diesen Kapazitäten lässt sich handeln. Dafür haben Freese und Ahrens Zimory gegründet.

Das Zimory-Prinzip funktioniert ähnlich wie eine Strombörse: Firmenkunden können je nach Bedarf Serverleistung kaufen und verkaufen. Das spart Kosten und schafft neue Vermarktungschancen. Der große Vorteil ist die Flexibilität: "In dem Moment, wo ich die Kapazität nicht mehr benötige, kann ich sie abbestellen und muss auch nicht mehr dafür bezahlen", erklärt Geschäftsführer Freese.

Wachsender Markt

Ziel von Zimory: Das weltweite Netz von Rechenzentren effizienter zu nutzen. Dazu gehört auch, verborgene Serverkapazitäten bei den Firmenkunden aufzuspüren und zu vermarkten.  Möglich ist das mit einer neuen Software. Sie fasst eine Vielzahl virtueller Server zu einer sogenannten „Computing Cloud zusammen. Mit dieser neuen grenzenlosen Übertragungstechnologie lässt sich benötigte Rechenleistung immer genau dort abrufen, wo sie gerade verfügbar ist.

Ein Markt fuktioniert natürlich nur, wenn es Käufer und Verkäufer gibt, das weiß auch Behrend Freese: "Für uns ist es wichtig, dass andere Unternehmen in diesen Markt hereinkommen. Denn wir können nur erfolgreich sein, wenn der Markt eine bestimmte Größe erreicht."

Wurzeln bei der Telekom

Die Idee der Unternehmensgründung entstand in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Deutschen Telekom. Dort erkannte man das Potential eines bislang fehlenden Internet-Marktplatzes für Serverleistung der weltweiten Rechenzentren schon früh. Erste Markterfolge bestärken die Macher in ihrer Idee. Unlängst wurde die "Public Cloud" freigeschaltet, Firmen können jetzt also über Zimory ganz flexibel Rechenleistung an- oder vermieten. "Außerdem haben wir jetzt die ersten großen Kundenaccounts für die Enterprise Clouds. Der nächste Meilenstein, den wir in diesem Jahr erreichen werden, sind die ersten amerikanischen Kunden", so Zimory-Gründer Maximilian Ahrens.

Die Zukunftsaussichten sind also gut und so sind neben der Telekom auch die Scouts von Microsoft auf das Unternehmen aufmerksam geworden: der Softwarekonzern belohnte Zimory nun mit der Aufnahme in die deutsche High-Tech-Gründerinitiative „unternimm was. Behrend Freese freut sich besonders über den guten Kontakt zu Microsoft: "Unsere Software setzt auf Microsofts Virtualisierungsprodukt HyperVi auf - da ist die Partnerschaft für uns natürlich sehr wichtig." 

Steigende Datenmengen und immer internationaler werdender Kundenbeziehungen schrauben die Anforderungen für Rechenzentren ständig nach oben. Doch mit hohen Anforderungen kennen sich die Zimory-Macher aus, wie die jüngsten Markterfolge beweisen.

Artikel versenden

Rechenerleistung auf Abruf: Flexibel sein mit Zimory

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.