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Als Rückendeckung für ihre Konjunkturprogramme und Niedrigstzinsen dürften die US-Notenbanker werten, dass sie laut Konjunkturbericht kaum Zeichen für Preisdruck feststellen konnten.
Als Rückendeckung für ihre Konjunkturprogramme und Niedrigstzinsen dürften die US-Notenbanker werten, dass sie laut Konjunkturbericht kaum Zeichen für Preisdruck feststellen konnten.(Foto: REUTERS)

"Beige Book" macht Hoffnung: US-Wirtschaft wächst moderat

In den USA überschattet der Haushaltsstreit derzeit alles. Dennoch versucht die größte Volkswirtschaft der Welt, sich nichts anmerken zu lassen. Sie wächst, wie jüngste Berechnungen der Fed ergeben. Immerhin. Weitaus positiver: Es gibt kaum Anzeichen für einen erhöhten Preisdruck.

Nach Einschätzung der Notenbank Federal Reserve (Fed) wächst die US-Wirtschaft weiter nur mit gemäßigtem Tempo. In dem Konjunkturbericht der Fed hieß es zudem, die Unternehmen hätten in den vergangenen Wochen moderat neue Mitarbeiter eingestellt.

Mit dieser Bestandsaufnahme konnten die Notenbanker Sorgen über eine weiter nur schwache Konjunkturentwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft kaum ausräumen. In den meisten Bezirken hätten die Verbraucherausgaben etwas zugelegt, erklärte die Fed allerdings mit Blick auf generell eher positive Erwartungen an das Vorweihnachtsgeschäft. Die US-Wirtschaft hängt in großem Umfang von den Konsumausgaben der Amerikaner ab.

Kaum Zeichen für Preisdruck

Der Industrie macht die Zitterpartie um den US-Haushalt zu schaffen, wie die Fed in ihrem "Beige Book" weiter mitteilte. In fünf von zwölf Bezirken hörte die Fed demnach, dass der Blick ins kommende Jahr der Branche Kopfschmerzen bereite. Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Haushaltskompromiss einigen können, drohen den USA zur Jahreswende automatisch massive Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Durch diese "Fiskalklippe" könnten die USA erneut in die Rezession abgleiten lassen. Am Mittwoch signalisierten beide politischen Lager aber Zuversicht.

Als Rückendeckung für ihre Konjunkturprogramme und Niedrigstzinsen dürften die US-Notenbanker werten, dass sie laut Konjunkturbericht kaum Zeichen für Preisdruck feststellen konnten. Die US-Wirtschaft schwächelt trotz massiver Unterstützung seitens der Fed.

Vor allem der Arbeitsmarkt entwickelt sich für amerikanische Verhältnisse äußerst schwach. Die Arbeitslosenrate stieg im Oktober leicht auf 7,9 Prozent. Die Zahlen für November werden in der kommenden Woche erwartet. Auch am Immobilienmarkt, auf dem die Krise 2007 begann, sind nur vereinzelt Hoffnungszeichen auszumachen.

Quelle: n-tv.de