Freitag, 13. Juni 2003
Aggressive Preispolitik möglich: Adobe verbucht Steigerung
Adobe Systems hat im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn gesteigert. Bei der Veröffentlichung der Zahlen deutete das Unternehmen mögliche Absatzschwächen an. Um diese auszugleichen, plane Adobe eine aggressive Preispolitik.
Als Gründe für die Verbesserung in der vergangenen Drei-Monats-Periode nannte der US-Software-Hersteller einen starken Umsatz mit Acrobat-Software und gute Ergebnissen in Japan. Der Nettogewinn habe sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/03 auf 64,2 Mio Dollar oder 27 Cent je Aktie von 54,3 Mio. Dollar oder 22 Cent je Aktie im Vorjahr erhöht. Der Gesamtumsatz sei per Ende Mai auf 320,1 Mio. Dollar von 317,4 Mio. Dollar gestiegen.
Für das laufende dritte Quartal erwartet Adobe den Angaben zufolge einen Gewinn je Aktie von 22 bis 25 Cent. Analysten hatten bislang 26 Cent prognostiziert. Adobe-Chef Bruce Chizen erklärte, er erwäge eine aggressive Preispolitik, um mögliche schwache Software-Verkäufe an Schulen auszugleichen. Die Linie des Unternehmens sei konservativ. Grund für die mögliche Schwäche seien saisonbedingte Faktoren und die Möglichkeit, dass wegen knapper Kassen der Kommunen der Verkauf von Software an Schulen zurückgehen könnte.
Weiter erklärte Chizen, nach dem besser als erwarteten Ergebnis im März liege der Umsatz in Japan im April und Mai im Rahmen der Erwartungen. Der Erfolg sei durch eine neue Version von Acrobat unterstützt worden. Das habe den Umsatz im abgelaufenen Quartal belebt, sagte Chizen. "Die Erstaufträge haben unsere Erwartungen übertroffen."

