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Sonntag, 14. Oktober 2007

Monströser Umzug: Akropolis-Schätze ziehen um

Auf der Akropolis von Athen hat einer der teuersten und größten Umzüge in der Geschichte der griechischen Hauptstadt begonnen: Der erste Container mit Friesteilen aus dem Parthenon-Tempel wurde zum neuen Museum der Akropolis am Fuße des Hügels transportiert. In den kommenden Monaten werden weitere rund 300 Statuen und Friesteile sowie etwa 4000 kleinere Gegenstände aus der klassischen Antike folgen. Der Umzug wird nach Angaben des Athener Kulturministeriums mehr als 2,5 Millionen Euro kosten und etwa drei Monate lang dauern. Der Transport der Gegenstände ist für 400 Millionen Euro versichert.

Das griechische Fernsehen unterbrach am Vormittag sein Programm und übertrug diesen ersten Umzug direkt. Die meisten Gegenstände befanden sich mehr als 2500 Jahre auf der Akropolis. Für den Umzug werden drei riesige Kräne eingesetzt. Sie heben die antiken Schätze von der Südostseite der Akropolismauer rund 60 Meter den Steilhang hinunter zum Dionysos-Theater. Von dort werden sie dann in das rund 400 Meter entfernt liegende neue Museum transportiert. Das aus Stahl und Glas gebaute Museum soll allen Anzeichen nach erst Anfang 2008 eröffnet werden.

Die Griechen hoffen, dass mit der Eröffnung des neuen Museums auch die Chancen steigen, die fehlenden Parthenon-Friesteile vom Britischen Museum nach Athen zurückzubekommen. Griechenland fordert seit Jahrzehnten die Rückgabe dieser antiken Kulturschätze, die im neuen Museum unterhalb der Akropolis ausgestellt werden sollen. Zurzeit finden Verhandlungen zwischen London und Athen unter UNESCO- Schirmherrschaft zu diesem Thema statt.

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