Suche
Archiv

Mittwoch, 16. April 2003

Fund in KZ-Gedenkstätte: Botschaft ehemaliger Häftlinge

Nach fast 60 Jahren haben Bauarbeiter in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen nördlich von Berlin eine Flaschenpost ehemaliger Häftlinge entdeckt. Wie die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mitteilte, war die geheime Botschaft aus dem Jahr 1944 im Hohlraum einer Mauer im Bereich der ehemaligen KZ-Kommandantur versteckt. In dem Kassiber verwiesen ein deutscher und ein polnischer Häftling auf ihre lange Haftzeit und brachten ihre Hoffnung auf ein baldiges Ende des NS-Regimes zum Ausdruck.

"60 Jahre nachdem sie aufgegeben wurde, hat die Flaschenpost an die Nachwelt ihre Adressaten erreicht", sagte der Direktor der Gedenkstätten, Günter Morsch. Bei den Bauarbeiten sei die Flasche zu Boden gefallen und zerbrochen. Dabei sei ein gut erhaltenes, 16 mal 10 Zentimeter großes Blatt Papier zum Vorschein gekommen.

Das Gebäude wird zur Zeit saniert und zum Besucherzentrum umgebaut. Beide Häftlinge seien von den Alliierten befreit worden. Der aus Köln stammende deutsche Häftling sei in den 80er Jahren gestorben. Seine Witwe wurde über den Fund verständigt. Der polnische Häftling sei nach 1945 in die USA oder nach Kanada ausgewandert.

Artikel versenden

Fund in KZ-Gedenkstätte: Botschaft ehemaliger Häftlinge

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.