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Montag, 04. Februar 2008

Kampf der Kulturen: Das Ende der Lässigkeit

Noch tragen die Mitarbeiter von Yahoo lila T-Shirts und Jeans. Aber sollte Microsoft den Internet-Konzern tatsächlich für 45 Milliarden Dollar übernehmen, könnten sie bald gezwungen sein, sich Oberhemden und Stoffhosen zuzulegen. Zu den ganzen übrigen Herausforderungen der Fusion würde für die Microsoft-Spitze das Problem hinzukommen, die verschiedenen Firmenkulturen zu integrieren. Während selbst für informelle Treffen des Software- Riesen aus Redmond im Bundesstaat Washington schon mal PowerPoint-Präsentationen vorgeschrieben sind, wirbt die Web-Firma im kalifornischen Sunnyvale Talente mit demonstrativer Respektlosigkeit und lässigen Sprüchen wie "Wir jodeln!" an.

Es sind genau diese Talente, um die sich Microsoft nach Ansicht von Analysten Sorgen machen sollte. CEO Steve Ballmer und seine Manager müssten die besten Yahoo-Mitarbeiter dazu bringen, eine jahrelange erbitterte Feindschaft zu vergessen und sich auf den gemeinsamen Feind Google einzuschwören. Tatsächlich könnten die Spitzenkräfte von Yahoo zu Google abwandern. Im Gegensatz zu anderen Firmen mit großen Einrichtungen und wertvollen Patenten könnten sich die Mitarbeiter von Yahoo aber als sein größter Schatz herausstellen.

"Wenn Sie eine Intelligenzbestie von Ingenieur in der Such-Sparte oder einer anderen Abteilung von Yahoo sind, wollen Sie dann wirklich von der Microsoft-Kultur vereinnahmt werden, wo das Internet vielleicht nicht so viel zählt?" fragt Bob Peck von Bear Stearns. "Der Zusammenprall der Kulturen wird eines der großen Probleme sein." Und Toan Tran von Morningstar sagt zu der Integration: "Das wird auf jeden Fall ein langer Prozess."

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