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Montag, 01. Oktober 2007

DB wird zum Logistik-Konzern: Das Frachtgeschäft boomt

In ihren Werbespots behauptet die Deutsche Bahn gerne, dass es ihre schönste Aufgabe sei, Menschen zusammen zu bringen. Das meiste Geld verdient sie inzwischen aber mit dem Güterverkehr. 17 Milliarden Euro Umsatz verzeichnete das Ressort "Transport und Logistik" im vergangenen Jahr. Das sind etwa 56 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Personenverkehr kommt gerade einmal auf 11,5 Milliarden Euro, was einem Anteil von 38 Prozent am Gesamtumsatz entspricht. Der Rest entfällt auf das Ressort "Infrastruktur und Dienstleistung".

Im "Transport und Logistik"-Ressort sind die Marken Schenker, Railion und Stinnes zusammen gefasst. Den Logistik-Dienstleister Schenker hat die Deutsche Bahn 2002 übernommen. 55.000 Mitarbeiter arbeiten in den Geschäftsfeldern "Land Transport", "Air/Ocean Freight" und Contract Logistic/SCM" und haben 2006 einen Umsatz von 13,2 Milliarden erwirtschaftet. Laut DB ist Schenker Marktführer im europäischen Landverkehr und unter den Top 3 im weltweiten Luft- und Seefrachtverkehr.

Höchste Umsatzsteigerung

Die Railion ist bei der DB für den Güterverkehr auf der Schiene zuständig. Das Unternehmen lässt Güterzüge durch Deutschland, die Schweiz, Dänemark, die Niederlande und durch Italien fahren und erwirtschaftet dabei einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro. Den restlichen Umsatz der DB-Logistik-Sparte steuert Stinnes bei. Die Firma arbeitet im Geschäftsfeld "Kombinierter Verkehr", setzt also auf die Kombination verschiedener Transportmittel und kam im Geschäftsjahr 2006 auf einen Umsatz von 608 Millionen Euro.

Da die Logistik-Sparte die höchste Umsatzsteigerung im letzten Jahr vorweisen kann, befürchten Kritiker, dass nach einem Börsengang der Personenverkehr vernachlässigt wird. Investoren, die auf eine hohe Rendite schauen, könnten zum Beispiel die DB-Geschäftsführung dazu bringen, unrentable Nahverkehrsstrecken zu schließen, um Kapital für die Logistik-Unternehmen frei zu machen.

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