Freitag, 17. Januar 2003
US-Quartalszahlen: EBay verdreifacht Gewinn
Online-Auktionsgigant EBay hat seinen Gewinn im Schlussquartal 2002 mehr als verdreifacht. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres steigerte das Unternehmen seinen Umsatz auf fast 414 Mio. Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 219 Mio. Dollar. Der Gewinn erhöhte sich auf von 26 auf 87 Mio. Dollar. In dieser Zeit gab es 195 Mio. Produkte bei EBay fast 62 Mio. Nutzer waren registriert.
Das Internetauktionshaus hat besonders vom Weihnachtsgeschäft profitiert. In den USA beispielsweise gilt Ebay schon als Nasdaq für Spielsachen. So haben verzweifelte Eltern vor dem Fest die in den Geschäften ausverkauften Spielsachen zu fast jedem Preis ersteigert.
Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2002 einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Die Gesellschaft hat große Unternehmenskäufe und Umstrukturierungen vorgenommen, die die Geschäftsergebnisse deutlich beeinflussten.
IBM verdiente im vierten Quartal 2002 nur noch eine Milliarde Dollar (952 Mio Euro) oder 59 Cent je Aktie gegenüber 2,3 Mrd. Dollar oder 1,33 Dollar je Aktie im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Quartalsumsatz aus dem laufenden Geschäft stieg um sieben Prozent auf 23,7 Mrd. Dollar.
Der Jahresumsatz fiel um 2,3 Prozent auf 81,2 Mrd. Dollar. IBM verdiente im Jahr 2002 nur noch 3,6 Mrd. Dollar oder 2,06 Dollar je Aktie, minus 53,7 Prozent.
Microsoft will seinen Aktionären die erste Dividende zahlen, die der weltgrößte Softwareanbieter je ausgeschüttet hat. Das Unternehmen sitzt inzwischen auf riesigen liquiden Mitteln von 43,4 Mrd. Dollar, hat aber seinen Aktionären noch nie einen Cent Dividende gezahlt.
Microsoft hat in dem am 31. Dezember 2002 beendeten zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 einen Gewinn von 2,55 Mrd. Dollar oder 47 Cent je Aktie verbucht gegenüber 2,28 Mrd. Dollar oder 41 Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit, teilte die Gesellschaft außerdem mit. Die Analysten hatten mit einem Gewinn von 46 Cent je Aktie gerechnet. Der Quartalsumsatz stieg auf 8,54 (Vorjahresvergleichszeit: 7,74) Mrd. Dollar.
Massive Abschreibungen haben dem US-Computerkonzern Sun Microsystems im abgelaufenen Quartal unter dem Strich einen Rekordverlust in Milliardenhöhe beschert. Das Unternehmen gab am Donnerstag nach Börsenschluss allerdings trotz des schwierigen Branchenumfelds überraschend einen kleinen operativen Gewinn bekannt. Sun-Aktien verzeichneten nachbörslich Kursverluste.
Der Hersteller von Netzcomputern wies für das zweite Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) mit einem Fehlbetrag von 2,28 Mrd. (Vorjahreszeitraum minus 431 Mio. ) Dollar den höchsten Nettoverlust der Konzerngeschichte aus.
Der US-Chiphersteller AMD hat im abgelaufenen Quartal auch wegen kostspieliger Stellenstreichungen deutlich höhere Verluste geschrieben als von Analysten erwartet. Für das laufende Quartal sagte AMD einen unveränderten bis leicht höherem Umsatz sowie einen saisonal unüblichen Anstieg der Erlöse bei Prozessoren voraus. Im nachbörslichen Instinet-Handel verloren AMD-Aktien zum New Yorker Schlusskurs 0,41 Dollar auf 6,79 Dollar.
Der Nettoverlust im vierten Quartal habe 854,7 (Vorjahreszeitraum minus 15,8) Mio. Dollar oder 2,49 (minus 0,05) Dollar je Aktie betragen, teilte der größte Konkurrent von Branchenprimus Intel am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Vor Sonderposten, davon 330,6 Mio. für Umstrukturierungen, habe der Verlust bei 0,68 Dollar je Aktie gelegen. AMD bezifferte den Quartalsumsatz mit 686,4 (951,9) Mio. Dollar.

