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Vor allem Männer betroffen: Gefährliche Schnarchattacken

Gefährliche Schnarchattacken plagen nach Schätzungen von Medizinern rund fünf Prozent aller Bundesbürger. Betroffen seien vor allem Männer ab dem mittleren Lebensalter, sagte der Schlafmediziner Reiner Bonnet zum "Tag des Schlafes" am 21. Juni.

Für die so genannte Schlafapnoe, plötzliche Atemaussetzer während des Schlafs, seien vor allem Menschen mit verengten Atemwegen oder Übergewicht anfällig, so der Chefarzt des Zentrums für Schlafmedizin an der Zentralklinik Bad Berka (Thüringen). Grundsätzlich sollten Schnarcher in der Seitenlage schlafen und vor dem Zubettgehen auf Alkohol verzichten.

Das Aussetzen der Atmung während des Nachtschlafes behindere die Sauerstoffzufuhr und löse ständige Weckreize aus. "Dadurch ist der Tief- und Traumschlafrhythmus gestört und der Schlaf nicht erholsam", erläuterte Bonnet. Die Folge sei chronischer Schlafmangel, was wiederum zu erhöhter Tagesschläfrigkeit und zum Sekundenschlaf führen könne. Laut Bonnet haben dadurch Schlafapnoe-Patienten auch ein höheres Unfallrisiko im Straßenverkehr. Auch erhöhte Risiken für Bluthochdruck, Schlaganfälle und Herzinfarkt bringen Ärzte mit der Störung in Verbindung.

Regelmäßige Schlafstörungen gehören nach Ansicht von Bonnet in medizinische Behandlung. Auf Diagnostik und Therapie spezialisiert sind bundesweit rund 280 Schlaflabore. "Bei einer Schlafapnoe ist die Behandlung mit einer Atemmaske am meisten verbreitet." Unter Umständen könnten auch Gebissschienen und operative Eingriffe zur Korrektur der Atemwege hilfreich sein.

Quelle: n-tv.de