Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
DO 12° / 25°
FR 8° / 22°
Archiv

Mittwoch, 10. September 2008

Fürstlicher Verhütungsstadl: Gloria contra Pille&Kondom

Diese Frau ist nicht mehr zu retten: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (48) ist als überzeugte Katholikin sowohl gegen die Pille als auch gegen Kondome. Entgegen jeder Vernunft gibt sie ihrer Tochter den Rat: "Ich empfehle meiner Tochter, nicht die Pille zu nehmen. Die Pille ist eine Form der Abtreibung. Leben ist gottgewollt", so die Fürstin in der ARD.

Für ihren Sohn hat sie auch noch einen tollen Tipp: Kondome seien ebenfalls tabu, auch in Afrika zum Schutz vor Aids: "Kondome gegen Aids helfen nicht. Was nützt, ist, einen Mann zu haben, der treu ist." Afrikanern empfehle sie Treue als bestes Mittel gegen Aids.

Gut geschnackselt ….

Die 48-Jährige scheint nichts gelernt zu haben: Äußerungen ähnlicher Art (wie in der Talkshow von Michel Friedman 2001) haben sie in der Vergangenheit nicht unbedingt als Frau des Fortschritts und der Aufklärung ausgewiesen. So erzählte sie, "frei von der Leber weg", wie manche ihre altbackene Art vielleicht bezeichnen würden, dass der "Afrikaner nun mal gerne schnakselt". Da müsse man sich über Aids und zu viele Kinder ja nicht wundern.

Dass die afrikanische Frau dabei den größten, mit Verlaub, Durchlaucht, Schaden nimmt, ist der Fürstin, scheint's, egal, denn es ist nicht anzunehmen, dass sich afrikanische Männer auf Anregung einer bayerischen Fürstin in Zukunft sexuell beherrschen werden.

Dolle Frisur!

Wo ist nur die verrückte Fürstin geblieben, die mal den verstaubten Adel hinter den Bergen bei den sieben Zwergen aufgemischt hat, als sie ihren Gatten ehelichte und mit ihm und ihrem irren Kopfputz für Gesprächsstoff sorgte? In diesem Fall gilt ausnahmsweise mal: Früher war wirklich alles besser, denn für eine Frau mit solch begrenztem Horizont reicht es durchaus, mit Frisuren auf sich aufmerksam zu machen, und nicht etwa mit Benimm-Fibeln und Äußerungen, die besser ins vorletzte Jahrhundert gepasst hätten.

Beten gegen die Pest

Die Fürstin trat in der Sendung zusammen mit dem Kölner Kardinal Joachim Meisner (74) auf, mit dem sie ein Buch über ihren katholischen Glauben geschrieben hat. Meisner wies darauf hin, dass katholische Beratungsstellen Frauen über natürliche Formen der Empfängnisverhütung aufklären könnten. Gerade seien zwei neue Methoden entwickelt worden, sagte er. In der Sendung waren ihm diese jedoch unglücklicherweise gerade entfallen und so konnte er den Millionen verwirrten Zuschauerinnen des öffentlich-rechtlich dargebotenen Verhütungsstadls leider keine konkreten Hinweise auf diese Methoden geben.

Eines jedoch noch mit auf den Weg, Brüder und Schwestern: Frau Merkel solle, bitt'schön, niemals Familienministerin werden, verfügt sie doch über keine Familie und ist schon mal geschieden worden, Homosexuelle sind auch Menschen, irgendwie, und Probleme, vor allem sexueller Art, solle man am besten mit Hilfe eines Rosenkranzes wegbeten.

Dass hier zwei Leute mal wieder über Dinge reden durften, von denen sie keine Ahnung haben, macht die Diskussion um Verhütung, wie auch immer, und den Schutz vor Aids mit Kondomen nur umso dringender! Und Biologie-Unterricht! Der darf auf keinen Fall unterschätzt werden: Denn dass das Verhüten mit der Pille von der sogenannten Fürstin mit einer Abtreibung gleichgesetzt wird, ist grob fahrlässig!

Von Sabine Oelmann

Artikel versenden

Fürstlicher Verhütungsstadl: Gloria contra Pille&Kondom

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.