Sonntag, 10. Juni 2007
Kein Essen, kein Schlaf: Hilton will Strafe absitzen
Die Hotelerbin Paris Hilton will ihre Gefängnisstrafe nicht mehr anfechten. Dies sagte sie ihren Anwälten am Samstag. Hilton muss nun noch gut zwei Wochen hinter Gittern verbringen. "Im Gefängnis zu sein ist das härteste, was ich je erlebt habe," hieß es in einer Erklärung der Millionenerbin. In den vergangenen Tagen habe sie viel Zeit gehabt, nachzudenken. "Ich glaube, dass ich aus dieser Erfahrung lerne und daran wachse." Sie sei jedoch geschockt über die Aufmerksamkeit, die ihr Fall in Medien und Öffentlichkeit erhalten habe.
Die Internetseite TMZ.com berichtete unter Berufung auf Gefängnismitarbeiter, Hilton habe seit ihrer Rückkehr ins Gefängnis am Freitag weder gegessen noch geschlafen. Die 26-Jährige weine viel und sei sehr zurückgezogen. Am Samstag habe sie zwei Stunden lang ihren Psychiater getroffen. Das Partygirl werde zudem mit Psychopharmaka behandelt.
Ein Richter in Los Angeles hatte am Freitag die Entscheidung eines Sheriffs aufgehoben, Hiltons Gefängnisstrafe nach nur drei Tagen hinter Gittern in elektronisch überwachten Hausarrest umzuwandeln. Das Urteil löste erneut ausgiebige Debatten in den Medien aus. Zuvor hatte die Haftverschonung durch den Sheriff bereits für heftige Kritik gesorgt. Dieser begründete seine Entscheidung am Samstag mit dem sich verschlechternden Gesundheitszustand Hiltons. Er wies zudem Vorwürfe zurück, die prominente Multimillionärin habe eine Vorzugsbehandlung erfahren. Da wegen überfüllter Gefängnisse viele Verurteilte mit ähnlichen Strafen vorzeitig nach Hause geschickt würden, müsse Hilton sogar mehr Zeit als die meisten anderen im Gefängnis verbringen.
Hilton war im Mai verurteilt worden, weil sie trotz Führerscheinentzugs wegen rücksichtslosen Fahrens unter Alkoholeinfluss erneut hinter dem Steuer erwischt worden war.



