14.02.2012 00:30 Uhr Frankfurt 23:30 Uhr London 18:30 Uhr New York 08:30 Uhr Tokio
Suche
Archiv

Freitag, 18. Januar 2008

Vertrag für Hollywood-Regisseure: Hoffnung für Oscar-Verleihung

Hollywood hofft auf ein baldiges Ende des Arbeitskampfes: Nach nur fünftägigen Verhandlungen haben sich die US-amerikanischen Film- und Fernsehregisseure mit den großen Hollywood-Studios auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die Einigung könnte Bewegung in den inzwischen mehr als zehn Wochen dauernden Arbeitskampf der US-Drehbuchautoren bringen.

Der Verband der Film- und Fernsehproduzenten (Alliance of Motion Picture and Television Producers), dem auch die großen Studios angehören, lud den Autorenverband (Writers Guild of America WGA) zur Wiederaufnahme von Gesprächen ein. Sie waren Anfang Dezember abgebrochen worden. "Wir hoffen, dass dieses Abkommen mit den Regisseuren nun ein Zeichen für den Anfang des Endes dieser sehr schwierigen Zeit für unsere Unterhaltungsindustrie ist", sagten acht führende Studiobosse in einer Mitteilung.

Die Golden-Globe-Gala musste wegen des Autorenstreiks bereits abgesagt werden, auch um die Oscar-Verleihung am 24. Februar macht sich Hollywood zunehmend Sorgen. Durch die Einigung mit den Regisseuren kommt nun Hoffnung auf, dass man sich bis dahin auch mit den Drehbuchautoren verständigen und so die Oscar-Gala retten kann.

Verdienst wird verdoppelt

Wie die "Los Angeles Times" berichtete, verständigte sich der Verband der Regisseure (Directors Guild of America DGA) mit den Studios auf einen neuen Dreijahresvertrag. Er soll nach Ablauf des alten Vertrags am 1. Juli in Kraft treten. Nach den neuen Richtlinien werden die Regisseure bei einer Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet mehr als das Doppelte verdienen, berichtete das Blatt. DGA-Mitglied Gil Cates sprach von einer "bahnbrechenden und substanziellen" Einigung.

An der Frage der Honorierung für Internet- und DVD-Verwertung waren die Gespräche zwischen Drehbuchschreibern und Studios gescheitert. Die Autoren sind deshalb seit 5. November im Streik. Sie geraten jetzt unter Druck, weil sie entscheiden müssen, ob sie ähnliche Bedingungen wie die Filmemacher akzeptieren wollen. Man werde den neuen Vertrag der Regisseure "sorgfältig analysieren und bewerten", teilte der Autorenverband mit.

Hintergründe zur Nachricht

Artikel versenden

Vertrag für Hollywood-Regisseure: Hoffnung für Oscar-Verleihung

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.