Mittwoch, 10. Juli 2002
Portrait: Klaus Mangold
Er könnte der neue Mann an der Spitze der Deutschen Telekom sein: Klaus Mangold. Derzeit noch Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG. Dort ist er verantwortlich für das Geschäftsfeld Dienstleistungen und die zentral- und osteuropäischen Märkte. Gleichzeitig ist er Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler Services AG.
Am 6. Juni 1943 wurde Klaus Mangold in Pforzheim geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten in München, Genf, London, Heidelberg und Mainz, wo er auch seine Jura-Examina ablegte. 1973 folgte die Promotion.
Klaus Mangold ist Mitglied zahlreicher Aufsichtsräte, darunter die von Dresdner Kleinwort Benson, Deutsche Bank Berlin, Jenoptik, Lahmeyer und Süddeutsche Bodenkreditbank. Er ist Mitglied des International Advisory Board of Chubb Corporation, USA, und des Kuratoriums der American Academy.
Der 59-Jährige hat bereits auf verschiedenen Vorstandsstühlen gesessen, allerdings noch nicht in der Telekommunikationsbranche. In den Siebzigern leitete er die deutsch-mexikanische Handelskammer in Mexiko. Danach folgten die Stationen: Thyssen-Vermögensverwaltung und Verband der deutschen Textilindustrie.
In den Achtzigern wurde er Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied der Rhodia AG, einer Tochtergesellschaft der französischen Rhne-Poulenc Gruppe. Hier blieb er von 1983 bis 1990. Es folgten vier Jahre als Vorstandsvorsitzender und CEO bei Quelle-Schickedanz. Im Jahr 1995 wurde Mangold Vorstandsmitglied der damaligen Daimler-Benz AG und blieb auch dem 1998 gegründeten Konzern DaimlerChrysler treu, bis heute.
Laut Zeitungsberichten gehört Mangold zum sogenannten Schrempp-Kreis - einer Runde von Top-Unternehmern, die sich regelmäßig mit Schröder austauschen.

