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Mittwoch, 01. Oktober 2008

US-Finanzkrise: Krisenticker

01.10.08

+++ Kreditkrise belastet US-Automarkt +++

Der rückläufige US-Automarkt wird durch die Kreditkrise schwer belastet. Weil immer weniger Amerikaner Kredite zum Neuwagenkauf erhalten, werde der Absatz um rund 20 Prozent zurückgehen, erklärte die größte US-Autohandelsgruppe AutoNation. Damit die amerikanischen Autobauer trotz Kreditknappheit die Entwicklung spritsparender Autos vorantreiben, winkte US-Präsident George W. Bush am Dienstag ein Hilfspaket mit zinsgünstigen Krediten in Höhe von 25 Milliarden Dollar durch. Das Paket war Teil eines Anfang der Woche vom Kongress beschlossenen Haushaltsgesetzes.

+++ Schwarzseherei für US-Hilfspaket +++

Der Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, Dennis Lockhart, erwartet keine vollständige Umsetzung des US-Rettungspaktes. "Ich arbeite gegenwärtig unter der Annahme, dass es kein umfassendes Programm geben wird, wie es der Vorschlag des Finanzministeriums vorgesehen hat", sagte Lockhart bei einer Rede. Lockhart, in diesem Jahr ohne Stimmrecht im Offenmarktausschuss (FOMC), warnte vor schwerwiegenden Folgen der Markturbulenzen.

+++ Neuer Anlauf für US-Rettungspaket +++

Der US-Kongress unternimmt einen neuen Anlauf zur Verabschiedung des Rettungspakets für den angeschlagenen Bankensektor. Schon am Mittwochabend will der Senat über ein geändertes Rettungspaket abstimmen. Als wichtigste Neuerung ist eine Anhebung der Garantiesumme für Bankguthaben vorgesehen. Die Republikaner, die im Repräsentantenhaus das ursprüngliche Gesetzespaket mehrheitlich abgelehnt hatten, signalisierten nun, dass mit einer solchen Änderung der neue Gesetzesvorschlag eine Mehrheit finden dürfte.

+++ Japan greift erneut ein +++

Die japanische Zentralbank am stellt am elften Handelstag in Folge dem Bankensystem zusätzliche Liquidität zur Verfügung. Die Bank of Japan pumpt am Mittwoch 800 Milliarden Yen (5,3 Milliarden Euro) in den Geldmarkt, um angesichts der Krise in den USA für Stabilität zu sorgen. Hintergrund ist, dass die Banken des Landes zögern, sich gegenseitig Geld zu leihen.

+++ Garantiesumme soll angehoben werden +++

Angesichts der Finanzkrise in den USA spricht sich der staatliche Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) für eine Anhebung der Garantiesumme für Bankguthaben. "Es gibt eine zunehmende Vertrauenskrise, die unnötige Ängste auf dem Markt schürt", erklärt FDIC-Chefin Sheila Bair in Washington. Um diesem Trend entgegen zu wirken, soll die Garantiesumme für Bankguthaben vorübergehend erhöht werden. Damit hätten Privat- und Geschäftskunden im Falle einer Pleite ihrer Bank mehr Sicherheit für ihre Guthaben.

+++ Obama und Cain werben um Vertrauen +++

Die Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain werben für das milliardenschwere Hilfspaket für die Finanzbranche und rufen das Parlament zu einer schnellen Zustimmung auf. "Nichts zu tun ist keine Alternative", mahnt der Republikaner McCain, aus dessen Partei am Vortag bei der überraschenden Ablehnung im Repräsentantenhaus die meisten Gegenstimmen gekommen sind. "Das ist nicht die Zeit, sich als Politiker Sorgen um die nächste Wahl zu machen", erklärt auch der Demokrat Obama vor tausenden Anhängern in Reno. "Es ist für uns alle Zeit, uns Sorgen um die Zukunft des Landes zu machen, das wir lieben. Es ist Zeit zu handeln."

+++ Streichkonzert bei Lehman-Tochter in Europa +++

Bei der europäischen Tochter der US-Investmentbank Lehman Brothers fallen nach der Pleite des Konzerns 750 Stellen weg. Dies teilt am Dienstag die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit, die mit der Sanierung der Geschäfte von Lehman Brothers in Großbritannien beauftragt ist. Betroffen sind vor allem Stellen in London in den Bereichen Anleihen und Vermögensverwaltung.

30.09.07

+++ Gewinne an der Wall Street +++

Nach dem schweren Absturz vom Vortag haben sich US-Börsen am Dienstag deutlich erholt. Investoren zeigten sich zuversichtlich, dass der Kongress doch noch bald das von der Regierung vorgeschlagene Rettungspaket für die Finanzbranche verabschieden wird. Der Dow-Jones-Index schloss 4,68 Prozent im Plus bei 10.850 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 5,3 Prozent auf 1164 Zähler. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq kletterte um 4,97 Prozent auf 2082 Punkte.

+++ Verwirrung um EU-Rettungsplan +++

In der deutschen Regierung weiß man offenbar nichts von einer angeblichen Initiative in der EU zu einem Rettungsplan für die Finanzkrise ähnlich dem US-Vorhaben. "Von einer Initiative für einen europäischen Rettungsplan ist uns nichts bekannt", erfuhr Reuters am Dienstag von einem Regierungsvertreter. Aus anderen Regierungskreisen verlautete, derzeit werde erwogen, am Wochenende einen EU-Krisengipfel zur Finanzkrise und ihren Folgen einzuberufen. Wer daran teilnehmen könnte, ob alle EU-Länder oder nur besonders von den jüngsten Ereignissen betroffene, sei unklar.

+++ Dax schließt im Plus +++

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag nach den starken Kurseinbrüchen zum Wochenstart stabilisiert und sogar leicht zugelegt. Auftrieb gab es durch aufkeimende Zinssenkungsfantasien sowie in Erwartung eines überarbeiteten Rettungspakets für den US-Finanzsektor. Der Dax schloss mit einem Aufschlag von 0,41 Prozent.

+++ Zuversicht im Weißen Haus +++

Das US-Präsidialamt geht von einer zügigen Verabschiedung des milliardenschweren Rettungspakets für die US-Finanzbranche durch den US-Kongress aus. Der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Fratto, sagte am Dienstag in Washington, er sei sehr zuversichtlich, dass das Paket noch in dieser Woche von beiden Parlamentskammern durchgewunken werde.

+++ Spritmangel in den USA +++

Nach der Schließung mehrerer Ölraffinerien am Golf von Mexiko wegen der Wirbelstürme "Gustav" und "Ike" geht dem Südosten der USA das Benzin aus. Die meisten Tankstellen in Atlanta, der Hauptstadt von Georgia, mussten deshalb bereits schließen. An zahlreichen weiteren Zapfsäulen in dem Bundesstaat bildeten sich am Dienstag lange Schlangen nervöser Autofahrer. Der Liter Sprit verteuerte sich in den vergangenen beiden Wochen im Schnitt auf 4,14 Dollar von 3,75 Dollar. Der Gouverneur von Georgia, Sonny Perdue, hatte Präsident George W. Bush bereits am Montag gebeten, die staatlichen Ölreserven anzuzapfen, um die Raffinerien beliefern zu können.

+++ Euro-Kurs fällt +++

Der Kurs des Euro ist am Dienstag wegen einer verstärkten Flucht in US-Staatsanleihen zum Dollar deutlich gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,4172 US-Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7051 Euro wert.

+++ Details zur HRE-Rettung +++

Zu der Gruppe von Banken hinter dem Rettungsplan für den angeschlagenen Münchner Baufinanzierer Hypo Real Estate (HRE) gehören einem Pressebericht zufolge mindestens sechs deutsche Banken. Neben der Deutschen Bank, der Commerzbank und der HypoVereinsbank habe unter anderem die Postbank zu der Rettungsaktion beigetragen, berichtet die "Zeit" unter Berufung auf Finanzkreise. Die Geldhäuser hätten Notfallkredite zugesichert und träten zugleich haftend auf. Die Deka-Bank und die Bayern LB gäben lediglich Darlehen zur Rettung des Immbobilienfinanzieres. Möglicherweise seien noch weitere deutsche Institute an der HRE-Rettung beteiligt, hieß es in dem Bericht.

+++ Zinsschritt gefordert +++

Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten fordern immer mehr Politiker und Experten von der Europäischen Zentralbank (EZB) eine baldige Zinssenkung. Die Notenbank hat bislang aber keine Signale gegeben, auf der Sitzung an diesem Donnerstag (2.10.) eine geldpolitische Wende zu vollziehen. Die meisten Volkswirte gehen davon aus, dass der Leitzins für die 15 Euro-Länder am Donnerstag unverändert bei 4,25 Prozent bleibt.

+++ Banken fordern ÜBerwachung +++

Der europäische Bankenverband (EBF) hat eine koordinierte Überwachung der Branche gefordert. Eine derartige Maßnahme sei "dringend notwendig", teilte der EBF am Dienstag mit. Der Verband betonte zudem, die Kleinkundeneinlagen in den EU-Ländern seien im Allgemeinen versichert. Die jüngsten Schritte der Regulierungsbehörden gegen Leerverkäufe seien begrüßenswert.

+++ US-Verbraucher verunsichert +++

In den USA ist im September angesichts der Krise auf dem Immobilienmarkt und dem Finanzmarkt das Verbrauchervertrauen gefallen. Der vom Conference Board ermittelte Index sank vom 56,9 auf 55,0 Punkte, so das private Forschungsinstitut am Dienstag in Washington mit. Im August war das Konsumentenvertrauen im Vergleich zum Vormonat noch von 51,9 Punkten auf 56,9 Punkte gestiegen. "Die jüngsten Entwicklungen auf dem Finanzmärkten haben wahrscheinlich zu der schlechten Stimmung geführt", sagte Finanzexperten Michael Moran von Daiwa Securities America. Die Konsumenten würden nun beginnen, vorsichtiger ihr Geld auszugeben.

+++ Moody's prüft HRE-Note +++

Die dramatische Rettungsaktion der Hypo Real Estate (HRE) hat Konsequenzen für die Bonitätsnote der Bank. Die Agentur Moody's setzte das Rating des Münchener Immobilienfinanzierers am Dienstag auf die Beobachtungsliste für mögliche Herabstufungen. Die Ratings der irischen HRE-Tochter Depfa senkte sie auf "A2" von "Aa3". Zudem teilte die Agentur Standard & Poor's (S&P) mit, Pfandbriefe der HRE auf mögliche Herabstufungen zu überprüfen. Bereits am Montag hatte S&P mehrere Ratings der beiden Institute zurückgenommen. Die Bonitätseinstufung für den HRE-Konzern hatte sie um eine Stufe auf "BBB+" von "A-" reduziert. Damit wird für die Hypo Real Estate, die in der Nacht zum Montag in einer dramatischen Rettungsaktion vor dem Zusammenbruch bewahrt worden war, die Refinanzierung künftig teurer.

+++ Krise frisst Hedge Fonds +++

Die massive Vertrauenskrise der Anleger weltweit trifft in zunehmendem Maße auch die Hedgefonds. Viele Manager dieser hoch spekulativen Fonds stellen sich zum Quartalsende auf den Abfluss von Milliardensummen ein und horten ungewöhnlich hohe Barmittel, wie Branchenkenner am Dienstag sagten. Einige müssten zusätzlich auch Vermögenswerte unter Wert verkaufen, um die Gelder an die Investoren auszahlen zu können. Gründe für das Misstrauen sind die massiven Verluste vieler Fonds und der generelle Trend in der Finanzkrise zu sicheren Anlageformen. Die Folge: Immer mehr Hedgefonds verschwinden komplett vom Markt. "Ein Großteil der Fonds wird am Ende der Krise nicht mehr da sein", sagte ein Investmentbanker.

+++ Merkel fordert USA zum Handeln auf +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die USA zu raschem Handeln aufgefordert, um die weltweite Finanzkrise einzudämmen. Sie sagte am Dienstag nach einer Sondersitzung der Unionsfraktion in Berlin, das am Vortag im US-Abgeordnetenhaus gescheiterte Rettungspaket habe eine "unglaublich wichtige Bedeutung" für Wirtschaft und Bürger, um Vertrauen zu bilden.

+++ Fortis und Dexia erholt +++

Die Aktienkurse der Banken Fortis und Dexia an der Brüsseler Börse haben sich nach dem milliardenschweren Einstieg des Staats am Dienstag erholt. Das Papier der belgisch-niederländischen Fortis notierte am Nachmittag gut sieben Prozent über dem Vortageswert. Die Aktie der belgisch-französischen Dexia legte in Brüssel um mehr als zehn Prozent zu.

+++ Preisverfall im US-Häusermarkt +++

Der Preisverfall bei US-Wohnimmobilien hat im Juli an Geschwindigkeit gewonnen. Verglichen mit dem Vorjahr brachen die Preise von Einfamilienhäusern in 20 Großräumen im Juli um 16,3 Prozent ein, wie aus dem Standard & Poor's/Case-Shiller-Hauspreisindex hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Damit ist der Rückgang so stark wie nie zuvor. Auf Monatssicht gab der Index 0,9 Prozent nach. Seit dem Gipfel des Immobilienbooms, der im Juli 2006 erreicht worden war, hat der Index 19,5 Prozent verloren. Der Rückgang der Immobilienpreise in den USA ist der wichtigste Auslöser der Finanzkrise vor mehr als einem Jahr.

+++ Bush mahnt Abgeordnete +++

Das milliardenschwere Rettungspaket für die US-Finanzbranche ist nach Angaben von US-Präsident George W. Bush noch nicht gescheitert. Das Gesetzgebungsverfahren sei noch nicht beendet, sagte Bush. Gleichzeitig forderte er den Kongress zu zügigem Handeln auf. "Wir befinden uns an einem kritischen Punkt für unsere Wirtschaft", warnte Bush. Falls die Nation diesen Kurs fortsetze, werde der wirtschaftliche Schaden "schmerzhaft und dauerhaft" sein, sagte er.

+++ Entwarnung in Madrid +++

Spanische Banken sind nach Ansicht des Madrider Wirtschafts- und Finanzministers Pedro Solbes durch die internationale Finanzkrise nicht in Gefahr. Spanien verfüge über ein zuverlässiges System zum Schutz seiner Banken, sagte der Minister. "Die spanischen Sparer können beruhigt sein. Ihre Ersparnisse sind bei keinem der spanischen Geldinstitute in Gefahr." Die Banken in Spanien seien solvent. "Wir sind überzeugt, dass für das spanische Bankensystem keine Gefahr besteht", betonte Solbes.

+++ Kritik aus London +++

Der britische Premierminister Gordon Brown hat das Scheitern des US-Rettungspakets für den Finanzsektor kritisiert. "Die Abstimmung in Amerika ist sehr enttäuschend", meinte Brown in der Nacht zu Dienstag. Die Regierung und die Englische Notenbank würden aber "alles tun, um Stabilität für Großbritannien zu garantieren".

+++ Hypo Real Estate vor Umbau +++

Der vor dem Aus gerettete Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) steht nach Darstellung von Bundesbank und Finanzaufsicht BaFin vor einem umfassenden Umbau. Die Nachrichtenagentur dpa zitiert aus einem Bafin-Schreiben an das Bundesfinanzministerium: "Anders als bei einer sofortigen Insovlenz, wird eine geordnete und Substanz schonende Neustrukturierung der HRE-Gruppe durch einen den Wert erhaltenden Verkauf der Bankentöchter oder von deren Vermögenswerten ermöglicht."

+++ Berlusconi: Keine Sorgen +++

Die Ausweitung der internationalen Finanzkrise wird nach Ansicht von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi keine Folgen für das Finanzsystem des Landes haben. "Ich blicke nicht pessimistisch in Zukunft, da unsere finanzielle Lage weniger fragil als die in den USA ist", hieß es am Dienstag in einer Stellungnahme Berlusconis auf einer Konferenz des neu geschaffenen nationalen Finanzstabilitätsforums des Landes.

+++ "Sicherheit und Vertrauen" +++

Die Bundesregierung kann bei ihrer Milliardenbürgschaft für den Immobilienfinanzierer Hypo Hypo Real Estate (HRE) auf die Unterstützung der beiden Koalitionsfraktionen setzen. Sowohl Unionsfraktionschef Volker Kauder als auch sein SPD-Kollege Peter Struck nannten das Vorhaben am Dienstag richtig und zur Abwendung eines Flächenbrandes im deutschen Finanzsystem geboten. Die Oppositionsparteien sehen dagegen noch Klärungsbedarf. Bundeskanzlerin Angela Merkel warb für das Bürgschaftspaket zugunsten der HRE mit dem Argument, es bringe Sicherheit und Vertrauen in den Markt. Davon profitierten letztlich auch Bürgerinnen und Bürger.

+++ Notenbanken pumpen +++

Nach dem Scheitern des Rettungspakets der US-Regierung für die Banken spülen die Notenbanken weltweit erneut Milliarden von Dollar und Euro in die Geldmärkte. Dabei stiegen die Zinsen für das Zentralbankgeld am Dienstag angesichts der enormen Nachfrage der Geschäftsbanken deutlich an. Da sich die Banken untereinander wegen des mangelnden Vertrauens kaum noch Geld leihen, soll mit den Maßnahmen dem Austrocknen der Geldmärkte entgegengewirkt werden.

+++ Kritik an der Fortis-Rettung +++

Die Rettung der Bank Fortis durch die Benelux-Staaten stößt bei Experten auf Kritik. Belgien, die Niederlande und Luxemburg hätten jeweils die Geschäfte in ihrem Land gerettet. "Das war ein "Jeder für sich": Keine Regierung war bereit, Fortis Europe auf Kosten ihrer Steuerzahler zu retten", sagte Daniel Gros, Direktor des Europazentrums für politische Studien, dem "Figaro". "Dieser Schritt hat die Integration des europäischen Bankmarktes zerschlagen."

+++ Brüssel wartet auf HRE-Infos +++

Die EU-Kommission hat eine rasche Entscheidung über die Vereinbarkeit der staatlichen Hilfe für die Hypo Real Estate mit europäischem Wettbewerbsrecht versprochen. Sobald die Bundesregierung die Bürgschaft in Brüssel angemeldet habe, werde die EU-Kommission so schnell wie möglich entscheiden, ob es sich um eine Staatsbeihilfe handele und diese genehmigt werde, sagte ein Kommissionssprecher am Dienstag in Brüssel. Bisher sei noch nicht klar, ob die Bürgschaft Staatsbeihilfe sei.

+++ Krise trifft Airlines +++

Belastet von der Finanzkrise ist der weltweite Luftverkehr im August zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Der Frachtverkehr habe um 2,7 Prozent abgenommen und der Passagierverkehr nur um enttäuschende 1,3 Prozent zugelegt, erklärte die Internationale Flug-Transport-Vereinigung IATA am Dienstag. Der grenzüberschreitende Luftfrachtverkehr, der in Tonne pro Kilometer gemessen wird, gilt als wichtiger Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft.

+++ Moskau verschärft Börsenregeln +++

Der russische Micex-Index ist am Dienstag nach einer zweistündigen Handelspause um bis zu sechs Prozent abgerutscht. Der Handel war um 12.30 Uhr Ortszeit (10.30 MESZ) wiederaufgenommen worden. Der RTS-Leitindex fiel dagegen nur leicht. Die Regulierungsbehörde verkündete kurz darauf verschärfte Regeln für die Aussetzung des Handels. Künftig wird die Behörde den gesamten Handel oder den Handel einer Aktie aussetzen, wenn es bei der Eröffnung Verluste von mehr als zehn Prozent gibt oder mehr als fünf Prozent im Laufe des Tages. Vorher lagen die Grenzen bei zwölf und acht Prozent. An der russischen Börse darf wegen der Handelsaussetzung am Dienstag eine Stunde länger bis 19 Uhr Ortszeit gehandelt werden.

+++ HRE beschäftigt Brüssel +++

Bei der Rettungsaktion für den deutschen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate gibt es enge Kontakte zwischen den deutschen Behörden und den EU-Wettbewerbshütern. Die deutsche Seite habe zugesichert, mehr Informationen zu übermitteln, wenn das Paket durch parlamentarische Instanzen gegangen sei, sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in Brüssel.

+++ Bund senkt Renditen +++

Die deutsche Finanzagentur hat am Dienstag die Renditen für die Finanzierungsschätze gesenkt. Die Rendite für die einjährigen Papiere (WKN 111.650) falle auf 3,35 von 4,15 Prozent, teilte die Bundesbank in Frankfurt mit. Die Rendite der zweijährigen Papiere (WKN 111.651) sinke auf 3,15 (3,7) Prozent.

+++ Indien will mitreden +++

Indien fordert als aufstrebende Wirtschaftsmacht eine Teilnahme an der Lösung der weltweiten Finanzkrise ein. "Die Hauptverantwortung liegt bei den Industriestaaten, doch Indien und China müssen an der Lösung teilnehmen", sagte Ministerpräsident Monmohan Singh der Pariser Zeitung "Le Figaro". Die Krise könne Indiens Kapazität zur Finanzierung seiner Entwicklung sowie seine Exporte gefährden.

+++ Neue Abschreibungen bei der UBS? +++

Vor dem Hintergrund der unberechenbaren Finanzkrise müssen die Aktionäre der Schweizer Großbank UBS mit weiteren Abschreibungen des Instituts rechnen. Finanzexperten gehen davon aus, dass die Bank zur außerordentlichen Generalversammlung an diesem Donnerstag in Basel entsprechende Zahlen vorlegen wird.

+++ Apple unter Druck +++

Negative Analysten-Einschätzungen haben der Aktie des Computer- und iPhone-Herstellers Apple am Montag den stärksten Kurseinbruch seit acht Jahren beschert. Das Minus von 18 Prozent auf 105,26 Dollar senkte am Montag den Börsenwert von Apple auf einen Schlag um rund 20 Milliarden Dollar. Die Befürchtungen der Analysten betreffen angesichts des sich abschwächenden Wachstums im PC-Markt vor allem das Geschäft mit Apples Macintosh-Rechnern.

+++ Microsoft nicht "immun" +++

Die weltweite Finanzkrise wird nach Ansicht von Microsoft-Chef Steve Ballmer das Geschäft des weltgrößten Software-Konzerns beeinträchtigen. "Ich denke, man muss davon ausgehen, dass kein Unternehmen immun dagegen ist", sagte Ballmer am Rande einer Veranstaltung in Oslo. Die Finanzkrise werde sowohl die Ausgaben der Firmen als auch die Kauflust der Verbraucher dämpfen. Vor allem die Ausgaben der Finanzdienstleistungsbranche dürften sinken.

+++ EU-Kommission enttäuscht +++

Die EU-Kommission hat sich enttäuscht über das vorläufige Scheitern des Rettungspakets für die amerikanischen Banken im US-Kongress geäußert. "Die USA müssen ihre Verantwortung in dieser Situation übernehmen", sagte EU-Kommissionssprecher Johannes Laitenberger. Europäische Regierungen hätten mit ihrer finanziellen Unterstützung für strauchelnde Banken gezeigt, dass sie ihrer Aufgabe nachkämen, für die Stabilität des Finanzsystems zu sorgen.

+++ China kritisiert Washington +++

China hat das Nein des US-Repräsentantenhaus zu dem milliardenschweren Rettungspaket für die Finanzbranche kritisiert. "Die Rettung der Wall Street ist zum Schutz der US-Wirtschaft zwingend notwendig", hieß es in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Gleichzeitig müssten die US-Aktienmärkte aber auch stärker reguliert werden. Konkrete Vorschläge dafür wurden jedoch nicht genannt.

+++ Teures Geld von EZB +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 30 Mrd. Dollar Tagesgeld an Banken zum ungewöhnlich hohen Zins von elf Prozent zugeteilt. 57 Kreditinstitute hätten Gebote über 77,339 Mrd. Dollar eingereicht, teilte die EZB mit. Am Montag hatte die EZB die Dollar noch zu einem Zins von drei Prozent zugeteilt, in der vergangenen Woche lag der Zinssatz sogar noch darunter. Der Leitzins der US-Notenbank Fed liegt derzeit bei zwei Prozent.

+++ US-Zinsschritt erwartet +++

An den Finanzmärkten wird derzeit immer stärker eine Leitzinssenkung in den USA im Oktober um 50 Basispunkte auf 1,50 Prozent eingepreist. Am Dienstagmorgen wurde die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schrittes mit 68 Prozent gesehen. Am Vortag war die Chance noch bei 50 Prozent berechnet worden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen um 25 Basispunkte auf dann 1,75 Prozent gesenkt werden, wird bei 32 Prozent gesehen. Die Fed entscheidet regulär am 29. Oktober über die Geldpolitik.

+++ Handel in Moskau läuft wieder +++

Der Handel an der Börse in Moskau ist am Dienstag um 10.30 Uhr (MESZ) wieder aufgenommen worden, nachdem er unmittelbar nach dem regulären Start von der Finanzmarktaufsicht gestoppt worden war. Vor dem Hintergrund des Kursrutsches an Wall Street war es in den ersten Handelsminuten in Moskau zu massiven Kurseinbrüchen gekommen. Gegen 10.40 Uhr betrug das Minus des RTS noch 0,7 Prozent, während der MICEX 3,6 Prozent schwächer notierte.

+++ "Welt schwieriger geworden" +++

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Ablehnung des milliardenschweren Finanzpakets im US-Kongress kritisiert. "Wir sind nach der Nacht von Washington in einer schwieriger gewordenen Welt", sagte der designierte SPD-Kanzlerkandidat am Dienstag. Das 700 Mrd. Dollar umfassende Rettungspaket wäre der erste Baustein für eine Lösung der Probleme auf dem amerikanischen Finanzmarkt gewesen. Sollte das Paket nicht zustande kommen, "dann fehlt uns der erste Baustein, auf den wir eigentlich international jetzt bald aufbauen wollen".

+++ Paulson drängt +++

Nach der Ablehnung des Rettungsplans für das US-Finanzsystem im Kongress hat US-Finanzminister Henry Paulson auf einen neuen Anlauf zur Entlastung der in Not geratenen Banken gedrängt. "Wir müssen etwas tun", sagte Paulson, "das ist zu wichtig, um es einfach scheitern zu lassen".

+++ Länder in der Pflicht +++

Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag, Otto Fricke, sieht die Länder und Kommunen bei der Stabilisierung des Finanzsystems mit in der Pflicht. Es könne nicht allein Sache des Bundes sein, für geordnete Verhältnisse an den Finanzmärkten zu sorgen, sagte der FDP-Politiker. Die Länder und Gemeinden erhielten mehr als 50 Prozent des Steueraufkommens: "Und das wurde auch von den Banken gezahlt."

+++ HRE in der Kritik +++

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) prüft nach dem drastischen Kurseinbruch der Aktie des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate eine Anzeige gegen den Vorstand. Es bestehe der Verdacht, dass das Unternehmen die Öffentlichkeit zu spät informiert habe, sagte die Landesvorsitzende der DSW in Bayern, Daniela Bergdolt.

+++ Hongkong schließt im Plus +++

Die Börse in Hongkong hat dem weltweiten Abwärtstrend getrotzt und am Dienstag Gewinne verzeichnet. Trotz des überraschenden Scheiterns des US-Rettungspakets für die Finanzbranche waren die Händler in Hongkong verhalten optimistisch. Sie zeigten sich zuversichtlich, dass das US-Repräsentantenhaus das 700 Milliarden Dollar schwere Hilfsprogramm zu einem späteren Zeitpunkt verabschieden wird.

+++ US-Finanzbranche kämpft +++

Die US-Finanzbranche will nach der Ablehnung des Rettungspakets im Repräsentantenhaus weiter für eine rasche Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes kämpfen. Die Mitglieder müssten das Rettungspaket nochmals prüfen und es bei einer erneuten Abstimmung absegnen, forderte in der Nacht auf Dienstag die US-Handelskammer, die größte Unternehmens-Lobbygruppe des Landes. Der Großbanken-Verband SIFMA verschickte eine Dringlichkeitsnachricht an seine Mitglieder, den Druck auf die Mitglieder des Repräsentantenhauses zu erhöhen.

+++ Zentralbanken springen ein +++

Die Zentralbanken werden nach Worten von EZB-Ratsmitglied Jose Manuel Gonzalez-Paramo ihre Milliardenspritzen für die angeschlagenen Geldmärkte fortsetzen. Die zusätzliche Liquidität habe die Verspannungen abgemildert, sagte Gonzalez-Paramo weiter. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten hätten sich verstärkt und der Interbankenmarkt, an dem sich die Institute gegenseitig Geld leihen, sei ausgetrocknet. Die Krise zeige, dass die grenzüberschreitenden Liquiditätsströme ernsthaft beeinträchtigt werden könnten. Es sei von größter Wichtigkeit, die Liquiditätslage der Märkte wieder zu stabilisieren.

+++ London im Minus +++

Nach dem Scheitern des Banken-Rettungspaketes im US-Abgeordnetenhaus sind die Aktien an der Londoner Börse am Dienstagmorgen abgerutscht. Der Hauptindex FTSE 100 brach um 2,3 Prozent auf 4705,5 Punkte ein - das ist der niedrigste Wert seit Dezember 2004. Vor allem Bankentitel verloren kräftig.

+++ ABN Amro beruhigt Kunden +++

Die niederländische Großbank ABN Amro hat am Dienstag versichert, dass sie ungeachtet der bevorstehenden Übernahme durch einen anderen Finanzkonzern weiter stabil und selbstständig agiert. Das Unternehmen verfüge über eine gesunde Bilanz und erfülle alle Anforderungen der niederländischen Zentralbank, versicherte der Vorstandsvorsitzende von ABN Amro, Jan Peter Schnittmann, in ganzseitigen Zeitungsanzeigen.

+++ Hilfsaktion für Dexia +++

Belgien, Frankreich und Luxemburg wollen dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Dexia mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von 6,4 Mrd. Euro unter die Arme greifen. Das gab Belgiens Premierminister Yves Leterme nach einer nächtlichen Verhandlungsrunde bekannt. Der belgische und der französische Staat beteiligen sich demnach mit jeweils drei Mrd. Euro, Frankreich über das staatliche Kreditinstitut Caisse de Dépôts et de Consignations (CDC). Luxemburg steuert 376 Mio. Euro bei.

++ Irland gibt Garantie für Bankeinlagen +++

Irlands Regierung gibt eine Garantie für alle Bankeinlagen für die nächsten zwei Jahre ab. Auf diese Weise sollen angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten die Konten und Interessen der Steuerzahler geschützt werden, erklärt die Regierung. Betroffen von der Garantie bis September 2010 sind auch eine Reihe von Rentenpapieren und Schuldverschreibungen. Abgesichert werden die Einlagen bei sechs Instituten: der Allied Irish Bank, der Bank of Ireland, der Anglo Irish Bank, der Irish Life and Permanent, der Irish Nationwide Building Society und der Educational Building Society.

+++ Banken parken so viel Geld wie nie zuvor +++

Die Banken haben über Nacht so viel Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) geparkt wie nie zuvor. Zugleich borgten sie so viel Geld über die so genannte Spitzenrefinanzierungsfazilität wie seit Dezember 2002 nicht mehr. Bis Montag nahmen die Kreditinstitute knapp 15,5 Mrd. Euro auf, um akute Engpässe zu vermeiden. Bei der Einlagefazilität hinterlegten sie knapp 44,4 Mrd. Euro. Die Zinssätze sind bei den Übernacht-Geschäften für die Banken ungünstig: Für Einlagen erhalten sie 3,25 Prozent, für Kredite müssen sie 5,25 Prozent Zinsen zahlen. Der Leitzins liegt bei 4,25 Prozent.

+++ EZB gibt Tender aus +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ein liquiditätszuführendes Feinsteuerungsgeschäft über 30 Mrd. Dollar ausgeschrieben. Die Auktion erfolgt als Zinstender, zugeteilt wird einheitlich zum marginalen Zuteilungssatz. Gebote für das Geschäft mit eintägiger Laufzeit werden bis 9.45 Uhr entgegen genommen. Die Zuteilung erfolgt um 11.45 Uhr. Die Dollar werden der EZB im Rahmen einer Devisen-Swap-Linie von der Federal Reserve bereit gestellt.

+++ Lösungssuche unter Hochdruck +++

Nach dem Scheitern des US-Rettungsplans für den Finanzsektor und angesichts dramatischer Kursverluste an den Börsen haben Präsident George W. Bush und Finanzminister Henry Paulson weitere Initiativen angekündigt. Beide wollten in Kürze mit führenden Republikanern und Demokraten im Kongress zusammentreffen, um doch noch eine Lösung zu finden. Zugleich signalisierten Parlamentarier beider Parteien ihre weitere Gesprächsbereitschaft. Eine konkrete Strategie aber, wie weitere Unruhe auf den internationalen Finanzmärkten zu verhindern ist, ließen die Beteiligten nicht erkennen.

+++ Japan pumpt weiter Geld in den Markt +++

Die Bank von Japan (BoJ) hat am Dienstag erneut zwei Billionen Yen (13,3 Mrd. Euro) in den Geldmarkt gepumpt, die zehnte Finanzspritze in den vergangenen zehn Tagen. Wegen großer Liquiditätsnot habe es außerdem erneut eine große Nachfrage nach Übernacht-Geldgeschäften gegeben, teilte die japanische Notenbank mit. Besonders ausländische Institute sind auf Geld der BOJ angewiesen gewesen, da ihnen japanische Banken kein Geld mehr leihen oder dafür vergleichsweise hohe Zinssätze verlangen. Experten erwarteten, dass die BOJ im Verlauf des Dienstags noch eine weitere Geldspritze bekanntgeben könnte.

+++ Tokio im Sog der Wall Street +++

Nach den historischen Vortagesverlusten an der Wall Street gerät auch Asiens Leitbörse in Tokio in den Abwärtssog. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei notiert zur Handelsmitte einen heftigen Abschlag von 544,54 Punkten oder 4,64 Prozent bei 11 199,07 Punkten. Der breit gefasste Topix gibt bis dahin um 51,30 Punkte oder 4,55 Prozent auf 1076,57 Punkte nach.

+++ Dollar gibt in Fernost nach +++

Nach dem Ausverkauf an den Börsen stoßen Investoren die US-Währung im fernöstlichen Devisenhandel in großem Umfang ab und schicken den Greenback auf den tiefsten Stand seit Monaten. Der Dollar kostet am Dienstag 103,53 Yen und damit so wenig wie zuletzt im Mai, bevor er sich wieder auf 103,91 Yen erholte. Auch der Euro verliert gut 0,5 Prozent auf 1,4365 Dollar. Gegenüber der japanischen Währung gibt er 0,4 Prozent auf 149,55 Yen ab. Damit nähert er sich wieder dem zweijährigen Tiefstand an, den er vor kurzem erreicht hat.

+++ USA verlängern Staatsgarantien +++

Wegen der anhaltenden Turbulenzen auf den Märkten verlängert die US-Regierung ihre Staatsgarantien für Geldmarktfonds. Das Programm zur Absicherung bedrohter Einlagen von bis zu 3,4 Billionen Dollar werde drei Monate laufen, teilt das Finanzministerium am Montag mit. Die Garantien waren am 19. September zunächst für einen Monat aufgelegt worden. US-Präsident George W. Bush erlaubt dem Finanzministerium, für die Garantien auf Geld aus dem Topf zur Stabilisierung der Wechselkurse zurückzugreifen, der während der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren gebildet wurde. Das Ministerium hat angek , davon etwa 50 Mrd. Dollar zu verwenden.

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