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Montag, 21. Februar 2005

Suizid: Kultautor Thompson tot

Der amerikanische Autor Hunter S. Thompson, einer der Kultschreiber der Hippie-Bewegung, ist tot. Medienberichten vom Montag zufolge nahm sich der Schriftsteller im Alter von 67 Jahren in seinem Wohnort Woody Creek bei Aspen im US-Staat Colorado das Leben. Angeblich soll er sich in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in den Kopf geschossen haben.

Thompson wurde mit einer besonderen Form des fiktiven Journalismus bekannt, dem so genannten "Gonzo-Journalismus". Er und seine Anhänger gingen davon aus, dass die echte Wahrheit im Bereich zwischen Fakten und Fiktion zu finden sei.

In seinen Reportagen und Büchern wie "Hell's Angels" (1966), "Fear and Loathing in Las Vegas" (Angst und Schrecken in Las Vegas, 1972) verband der "King of Gonzo" grundlegende Kritik an der amerikanischen Gesellschaft mit drastischen Schilderungen seiner eigenen Drogentrips und Grenzerfahrungen. Der Autor, der stets mit Sonnenbrille und Zigarette auftrat, wurde damit in den 60er und 70er Jahren zu einem der Helden der amerikanischen Gegenkultur.

Der US-Regisseur Terry Gilliam hat Thompsons literarischen Trip "Fear and Loathing in Las Vegas" 1998 mit den Stars Johnny Depp und Benicio Del Toro verfilmt.

Quelle: n-tv.de