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Samstag, 11. August 2007

"Wind of Change" in Manaus: Live gegen Waldrodung

Mit dem größten Rock-Konzert der Geschichte im Amazonas-Urwald hat die deutsche Band Scorpions ihren Beitrag zum Schutz der "grünen Lunge" der Erde geleistet. Unter dem Motto "Stoppt die Entwaldung! Ohne Amazonas keine Zukunft!" begeisterten die Musiker um Sänger Klaus Meine in der Nacht zum Freitag mehr als 30.000 Menschen, die sich im Sambodromo in Manaus versammelt hatten. "Die Menschen waren aus dem Häuschen, so etwas haben sie hier noch nie erlebt", staunte Daniela Montalto von der Umweltschutzgruppe Greenpeace Brasilien.

Das Konzert ging erst nach zweieinhalb Stunden um drei Uhr morgens zu Ende. Zum Start ihrer Südamerika-Tournee unterstützen die Scorpions damit eine Greenpeace-Aktion zum Schutz des größten Urwaldgebiets der Erde. Mehrfach unterbrachen die Musiker die Show und die Aufnahme des DVDs "Scorpions Live in Manaus", um die Bedeutung des Urwalds für den Planeten hervorzuheben.

"Uns fehlte gerade so eine Show am Amazonas, um unsere Karriere sozusagen komplett zu machen", hatten die Musiker, die mit ihren Rockballaden und Riffs wie wohl keine andere deutsche Band weltweit bekannt wurden, vor dem Konzert erklärt. Der brasilianische Regenwald sei ein Symbol für das Leben auf dem Planeten, erklärte der 59 Jahre alte Rock-Sänger aus Hannover. Mit dem Konzert sollten die Menschen wachgerüttelt werden, damit auch den letzten bewusst werde, wie wichtig die Ökologie sei.

"Die Zeit in Sachen Regenwaldschutz läuft ab", warnt Greenpeace unterdessen. Etwa 1000 Pflanzen- und Tierarten seien heute im Amazonasurwald vom Aussterben bedroht. In den vergangenen 40 Jahren wurden rund 700.000 Quadratkilometer Urwaldfläche zerstört - das entspricht zwei Mal der Größe Deutschlands. Damit hat der Amazonas schon 17 Prozent der ursprünglichen Fläche verloren. Forscher gehen davon aus, dass sich der Amazonasregenwald zur Steppe umwandeln wird, sollten erst einmal mehr als 40 Prozent zerstört sein.

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