Sonntag, 30. September 2007
Geheimdienst-Sekretärin: "Miss Moneypenny" gestorben
Die langjährige Darstellerin der Miss Moneypenny, Lois Maxwell, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Sie starb laut BBC am Samstag in einem Krankenhaus in der Nähe von Perth in Australien. Die in Kanada geborene Schauspielerin war schon im ersten Bond-Film "James Bond jagt Dr. No" 1962 an der Seite von Sean Connery als Sekretärin des Geheimdienstchefs M zu sehen.
Bond-Darsteller Roger Moore sagte, Maxwell habe an Krebs gelitten. "Es ist ein Schock", sagte er der BBC. Er habe sie seit der gemeinsamen Zeit an der Schauspielschule Royal Academy of Dramatic Art 1944 gekannt. Maxwell begann ihre Karriere beim Radio, bevor sie im Alter von 15 Jahren mit dem Unterhaltungskorps der kanadischen Streitkräfte nach Großbritannien kam. Ende der 40er Jahre zog sie nach Hollywood und gewann einen Golden Globe für ihre Rolle in "That Hagen Girl" mit Shirley Temple.
Maxwell war in 14 Bond-Filmen die Miss Moneypenny, die treue Sekträtin von Bonds Chef, die gerne mit dem Geheimagenten flirtet. Sie war 58 Jahre alt, als sie 1985 in "Im Angesicht des Todes" das letzte Mal in der Rolle zu sehen war. Für "Der Hauch des Todes" wurde sie durch die damals 26 Jahre alte Caroline Bliss ersetzt. Maxwell drehte ihren letzten Film, den Thriller "Der vierte Engel" im Jahr 2001.
Moneypennys größter Wunsch war es immer, einmal mit Bond auszugehen, doch dieser Wunsch blieb ihr verwehrt. Die harmlosen Flirts zwischen Bond und Moneypenny mit dem Wissen von M gehören allerdings genauso zu den Bond-Filmen wie die Auftritte von Waffenmeister Q. Ihr innigstes Verhältnis hatte sie wohl mit Sean Connery.
Bis einschließlich Im Angesicht des Todes (1985) wurde Moneypenny in allen offiziellen Bond-Filmen von der Kanadierin Lois Maxwell gespielt. Bereits in Octopussy (1983) stellte sie mit Miss Penelope Smallbone ihre neue Assistentin vor, ist jedoch im folgenden Film noch einmal dabei. Als sie dann erfuhr, doch ersetzt zu werden, bot sie sogar an, sich liften zu lassen, um die Rolle behalten zu dürfen.



