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Netzwerkbereich betroffen: Motorola forciert die Entlassungswelle

Die Kündigungen bei Motorola nehmen kein Ende. Der weltweit zweitgrößte Handyhersteller hat nun weitere Entlassungen bekannt gegeben. Diesmal sollen 4.000 Mitarbeiter, hauptsächlich in der Netzwerkabteilung, ihren Hut nehmen.

Motorola hat seit Dezember bereits 18.000 Mitarbeiter von weltweit 147.000 Angestellten entlassen. Zur Begründung der Maßnahmen verwies der Telekomkonzern auf die stark abschwächende Konjunktur.

Letzte Woche mussten 7.000 Mitarbeiter in der Handyabteilung ihre Tische räumen. Ein Chip-Werk im US-Bundesstaat Illinois mit 2.500 Beschäftigten wurde bereits stillgelegt. Die Sparmaßnahmen beinhalten auch eine Kürzung der Kapitalinvestitionen und die Konsolidierung der Produktionsprozesse.

Vor ein paar Wochen bezifferte Motorola das Wachstumspotenzial in der Halbleiterindustrie für das laufende Geschäftsjahr auf zehn bis 15 Prozent, gegenüber früheren Prognosen von 35 bis 40 Prozent.

Das Marktforschungsunternehmen First Call erwartet für das laufende erste Quartal und das zweite Quartal einen Verlust je Aktie, gegenüber Gewinnen um die 20 Cent pro Titel in den vergleichbaren Zeiträumen des Vorjahres. Für das gesamte Finanzjahr 2001 wird ein Ertrag von 15 Cent je Titel prognostiziert.

Quelle: n-tv.de