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Freitag, 13. Februar 2009

Die Stadt, die es nicht gibt: Mythos Bielefeld wird verfilmt

Eine der beliebtesten deutschen Verschwörungstheorien - die "Bielefeld-Verschwörung" - wird verfilmt. Seit 15 Jahren kursiert auf Studentenpartys und im Internet der ebenso wirre wie boshafte Mythos, das Zentrum von Ostwestfalen sei nur eine sehr geschickt getarnte Kulisse für geheime Machenschaften. "Die ganze Kommunikation in Bielefeld ist kontrolliert - eine moderne Version der DDR", sagte der Leiter des Filmprojekts, Fabio Magnifico, an dem Ort, der Bielefeld genannt wird. "Dieser Mythos ist einzigartig auf der Welt."

Laut der klassischen "Bielefeld-Verschwörungstheorie" existiert die 330.000-Einwohner-Stadt in Wirklichkeit gar nicht. Spaßmacher behaupten, dass dort zum Beispiel der totgeglaubte US-Präsident John F. Kennedy versteckt werde oder eine Ufo-Sekte die Landung von Außerirdischen vorbereite. Elvis Presley und der schwedische Geheimdienst sollen mit unter der Decke stecken. Tausende Autos mit gefälschten Bielefelder Kennzeichen würden durchs Land geschickt. Der Kieler Student Achim Held hatte das nicht ganz ernst gemeinte Gerücht 1994 in Umlauf gebracht.

Das Drehbuch für die Filmproduktion werde in diesen Wochen fertiggestellt, kündigte Magnifico an. Bis zum Frühjahr 2010 solle ein "Agenten-Thriller im Stil von James Bond" entstehen. Gedreht werde in Griechenland - und in Bielefeld. Das Filmprojekt ist eine Koproduktion von Medienwissenschaftlern der Universität Bielefeld und dem Bielefeld Marketing.

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