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Dienstag, 05. Oktober 2004

Quarks-Forscher im Glück: Physik-Nobelpreis verliehen

Den Physik-Nobelpreis erhalten in diesem Jahr die US-Forscher David Gross, David Politzer und Frank Wilczek für bedeutende Entdeckungen aus der Welt der Quarks. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit.

Die drei Physiker haben eine besondere Eigenschaft der so genannten Starken Wechselwirkung entdeckt, die die kleinsten Bausteine der Materie zusammenhält. Die Starke Wechselwirkung ist eine der vier fundamentalen Naturkräfte.

Der US-Physiker David J.Gross hat auf die Zuerkennung des Nobelpreises bewegt reagiert. Zugleich sagte er, er habe die Auszeichnung "in gewisser Weise erwartet". Gross begründete das in seinem Haus im kalifornischen Santa Barbara um 3.00 Uhr nachts (Ortszeit) in einem für Journalisten zugänglichen Telefonat mit dem schwedischen Nobelkomitee: "Über die Jahre mit immer besseren Ergebnissen von Experimenten wurde klar, dass unsere Theorie richtig ist. Die Natur ist der oberste Richter." Zur Zuerkennung des vierten Nobelpreises in kurzer Zeit für die Universität Santa Barbara meinte Gross: "Dies hier ist nun mal ein Mekka für Physiker überall auf der Welt."

Im vergangenen Jahr hatten die drei Forscher Alexej Abrikosow (USA/Russland), Vitali Ginsburg (Russland)und Anthony Leggett (USA/Großbritannien) den Physik-Nobelpreis für ihre Arbeiten zur verlustfreien Leitung von Strom erhalten.

Am Mittwoch folgt die Bekanntgabe der diesjährigen Chemie- Nobelpreisträger, sowie wahrscheinlich am Donnerstag der Literaturnobelpreis. Am Freitag wird in Oslo der Friedensnobelpreis vergeben, am Montag nächster Woche in Stockholm der Preis für Wirtschaftswissenschaften. Die feierliche Überreichung findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag von Alfred Nobel.

Quelle: n-tv.de