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Freitag, 28. September 2001

Werbemarkt schrumpft: ProSiebenSat 1 leidet unter Anschlägen

Die Anschläge in den USA haben offenbar gravierende Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt. Nun hat der Münchener Privatsender ProSiebenSat1 Media AG für 2001 eine Umsatz- und Ergebniswarnung ausgegeben. ProSieben folgt damit einer ganzen Reihe von Medienunternehmen, die in dieser und der vergangenen Woche bereits Gewinnwarnungen veröffentlicht hatten.

Das Unternehmen der Kirch-Gruppe rechnet mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent. Der Gewinn vor Steuern werde um rund 30 Prozent sinken und der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde voraussichtlich um 20 Prozent sinken, teilte das Unternehmen ad-hoc mit. Bisher sei man davon ausgegangen, bei einem straffen Kostenmanagement das Konzernergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau halten zu können, hieß es weiter.

Weiter geht ProSieben von einem Rückgang auf dem deutschen Fernsehmarkt von fünf bis sechs Prozent in diesem Jahr aus. "Insbesondere die großen, traditionsreichen Unternehmen aus den USA sowie Werbekunden aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Tourismus und Luftfahrt haben ihre Buchungen seit den Anschlägen storniert oder deutlich reduziert", so das Unternehmen. Die Familie der TV-Sender Sat1, ProSieben, N24 und Kabel1 erzielt 98 Prozent ihrer Umsatzerlöse aus der Fernsehwerbung.

Damit schließt sich ProSiebenSat1 der immer länger werdenden Reihe der Medienunternehmen an, die unter den Auswirkungen der Terroranschläge leiden. Konkurrent RTL hatte vergangene Woche gewarnt, davor war Disney an der Reihe, diese Woche korrigierte AOL Time Warner die Prognosen nach unten.

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