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Mittwoch, 25. April 2007

Microsoft-Chef Ballmer blickt voraus: Software bleibt Kerngeschäft

Microsoft will sein Geld trotz des technologischen Wandels durch das Internet auch künftig vor allem mit Software verdienen. "Software ist unser Kerngeschäft, lediglich die Art, wie Anwender für Software zahlen, könnte sich verändern", sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer im Interview mit n-tv.

"Wenn Sie mich fragen, was das Kerngeschäft von Yahoo! oder Google oder Microsoft ist, dann ist die Antwort Software, trotz der Tatsache, dass wir Werbung verkaufen. Wir bieten Inhalte und in diesem Zusammenhang Medien, aber die Kernkompetenz unseres Unternehmens liegt in der Software", argumentierte Ballmer. Trotz Google als mit Abstand größtem Anbieter sieht sich Microsoft auch im Werbegeschäft auf gutem Posten. "Wenn Sie eine Liste mit den Top-Werbeplattformen weltweit erstellen, ist das MSN Netzwerk sicher unter den Top 20 und unter den Top 3 der Online-Vermarkter", sagt Ballmer.

Gelassen zeigt sich Ballmer in diesem Zusammenhang über die Niederlage im Kampf um den Internet-Werbevermarkter Doubleclick. "Wir haben uns sicherlich für den Kauf von Doubleclick interessiert und versucht, das Unternehmen zu erwerben. Aus welchen Gründen auch immer hat das nicht funktioniert. Aber das heißt nicht, dass wir unseren Enthusiasmus oder unser Interesse an dem Geschäft verloren hätten."

Nach dem Zuschlag für den ärgsten Internet-Konkurrenten Google setzt Microsoft nun auf alternative Zukäufe und eigene Forschung und Entwicklung. "Wir halten Ausschau nach anderen Unternehmen, die wir kaufen könnten und nach anderen Innovationen, die wir auf den Markt bringen könnten", sagte Ballmer. Zu Gerüchten, Microsoft interessiere sich dabei für den Konkurrenten Yahoo, wollte der Konzernlenker keine Stellung nehmen.

Kommunikation auf einer höheren Ebene

Die Arbeit mit Computern wird sich nach Ansicht von Steve Ballmer in den kommenden Jahren durch neue Formen der Interaktion stärker an den natürlichen Gewohnheiten der Menschen ausrichten. "Wir wollen die Benutzeroberfläche so weiterentwickeln, dass der Computer Dinge erkennen kann", berichtet Ballmer. "Der Computer ist auch weiterhin vorhanden und unterstützt die Benutzeroberfläche auf unterschiedliche Art. Aber sobald ich Hände und Gestik einsetzen kann, ist die Interaktion in sehr vielen Szenarien weitaus natürlicher."

Nach mehr als 27 Jahren bei Microsoft sieht Ballmer eine seiner größten persönlichen Herausforderungen darin, am Erhalt der Marktführerschaft des Konzerns zu arbeiten. "Ich werde in 20 Jahren nicht mehr dabei sein, aber ich möchte sichergehen, dass Microsoft in zehn, 15, 20 oder 30 Jahren immer noch die Nummer 1 in diesem Geschäft ist."

Das vollständige Interview mit Microsoft-Chef Steve Ballmer können Sie als Video auf dieser Seite abrufen.

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