Dienstag, 21. Mai 2002
"Gangs of New York" vorgestellt: Ur-Amerikanisches von Scorsese
US-Regisseur Martin Scorsese hat in Cannes eine 20-minütigen Schnittfassung seines Films "Gangs of New York" präsentiert und dabei nicht vergessen, auf den 11. September zu verweisen. Gerade nach diesem Tag sei das Epos für ihn persönlich von grundlegender Bedeutung, sagte Scorsese dem Branchenblatt "Hollywood Reporter".
"Der Film handelt vom Kampf für Freiheit, vom Kampf jedes Einzelnen, Pflasterstein für Pflasterstein. Aber es ist auch ein Film, der ultimativ überprüft, was Amerika ist, was es sein sollte und was es bedeutet, ein Amerikaner zu sein", sagte der Regisseur. Stars von "Gangs of New York" sind Leonardo DiCaprio und Cameron Diaz, die auch in Cannes an der Seite von Scorsese erschienen. Nach extrem langen Dreharbeiten in den Cinecitta-Studios in Rom kann der Film voraussichtlich mit einem Jahr Verzögerung erst im Dezember komplett herauskommen.
Die Geschichte zeigt "ziemlich harte Gewaltszenen", wie Scorsese selbst bekennt, und spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Irische Einwanderer kämpfen an vielen Fronten um eine Chance zur Verwirklichung ihres "amerikanischen Traums". Der Konflikt führte 1863 zu bürgerkriegsartigen Aufständen.

