12.02.2012 04:53 Uhr Frankfurt 03:53 Uhr London 22:53 Uhr New York 12:53 Uhr Tokio
Suche
Archiv

Montag, 30. August 2004

MTV-Video Awards: Welcome to Miami

Damit es auch immer genügend Anlässe gibt, seine schicken Klamotten auszuführen, gibt es neben den MTV Music Awards ja noch die MTV Video Awards. Die fanden gestern mal wieder statt und es war fulminant: Rapper Jay-Z und die Gruppe Outkast sind die großen Gewinner beim Wettbewerb um die MTV-Video-Preise.

"99 Problems" von Jay-Z wurde in der Nacht zum Montag in Miami als bestes Rap-Video gekürt, nachdem es im Vorprogramm bereits die Trophäen für Regie, Bearbeitung und Cinematographie zugespochen bekommen hatte.

Die "Moonman"-Trophäe für das "Video des Jahres" blieb dem Rapper jedoch versagt. Er ging an die Gruppe Outkast, die unter anderem für ihren Hit "Hey Ya" auch mit dem MTV-Preis für das Hip-Hop-Video des Jahres belohnt wurde.

Die Verleihungszeremonie ging erstmals in der 21-jährigen Geschichte der Musikpreise in Miami über die Bühne. Die Zwillinge von US-Präsident George W. Bush, Jenna und Barbara, schalteten sich von New York in die Live-Sendung ein. Sie forderten das Publikum in Miamis American-Airlines-Arena und Zuhause am Bildschirm auf, am 2. November unbedingt an die Wahlurne zu gehen. Vor Ort in Miami warben Vanessa und Alexandra Kerry, die Töchter des Bush-Herausforderers, um Stimmen für ihren Vater.

Rhythm&Blues-Sänger Usher siegte erstmals mit dem Song "Yeah" aus seinem Album "Confessions Part II". Es wurde zum besten Video eines männlichen Künstlers ernannt. Der entsprechende Preis für Frauen ging an Beyonc Knowles für "Naughty Girl" aus dem Album "Dangerously in Love".

Den MTV-Preis für das R&B-Video des Jahres nahm Alicia Keys für ihren Song "If I Ain't Got You" entgegen. Die kalifornische Band "No Doubt" kam mit ihrem Stück "It's My Life" in der Kategorie Bestes Pop-Video zum Zuge und wurde außerdem für das beste Gruppen-Video geehrt.

Die Gruppe "Jet" machte mit "Are You Gonna Be My Girl" das Rennen in der Kategorie "Best Rock Video". Die Zuschauer sprachen sich für "Linkin Park" aus. Der Gruppe wurde die "Moonman"-Trophäe als "Publikumspreis" überreicht.

Der Kabelsender MTV übertrug das dreieinhalbstündige Programm aus Sicherheitsgründen mit einigen Sekunden Verzögerung "live" in alle Welt. Die zeitversetzte Ausstrahlung wurde wenigstens einmal dazu benutzt, eine Obszönität eines Jet-Musikers auszublenden. MTV hatte sich nach dem Zungenkuss von Madonna und Britney Spears bei der Verleihungsfeier im vergangenen Jahr sowie der nackten Brust von Janet Jackson zu der Zensur entschlossen.

Entsprechend brav lief die Show in Miami ab. Der Ablauf war perfekt inszeniert, das Angebot an Stars und Promis überwältigend, die Stimmung mitreißend. Überraschungseffekte jedoch blieben aus. Auch wurde im Vergleich zu vergangenen Jahren weniger Haut gezeigt. Dafür entschädigte ein Feuerwerk aus Lasereffekten.

Usher, Jessica Simpson und P. Diddy verzichteten angesichts der Lage der Arena direkt am Wasser auf die traditionelle Limousine und legten stattdessen mit Luxusjachten am roten Teppich an. Der Rap-Star und Unternehmer P. Diddy, wie sein Kollege Jay-Z im weißen Anzug, hatte Supermodel Naomi Campbell und Hollywoodstar Bruce Willis mit an Bord.

Zu den besonderen Gästen der MTV-Zeremonie zählten unter anderen auch die Hotelerbin Paris Hilton sowie R&B-Sänger R. Kelly.

Artikel versenden

MTV-Video Awards: Welcome to Miami

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.