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Mit dem Coupé gibt BMW den Startschuss für die neue 4er-Reihe.
Mit dem Coupé gibt BMW den Startschuss für die neue 4er-Reihe.

Der 3er ist tot, es lebe der 4er?: BMW ruft die neue Coupé-Lust aus

Ein lustvolles Coupé soll ab Oktober 2013 die Lücke oberhalb des 3er BMW schließen. Mit potenten Motoren und eigenständigen Proportionen soll der 4er gegen den Audi A5 ins Rennen gehen. Und er sieht dabei richtig gut aus.

Mit dem 4er-Coupé orientieren sich die Bayern stark am 6er.
Mit dem 4er-Coupé orientieren sich die Bayern stark am 6er.

Lässt der Vierer den Dreier sterben? Nein, keine Sorge, an Limousine und Kombi in der Mittelklasse wird mit Nummer vier nicht gerüttelt. Schließlich hat BMW in diesem Segment seit 1975 schon fast zehn Millionen Autos verkauft. Doch zumindest die eher lustvollen Karosserievarianten tragen künftig einen neuen Namen. Wenn im Oktober 2013 das Coupé in die nächste Runde geht, ist das deshalb der Startschuss für die Vierer-Reihe, in der schnell weitere Ableger folgen sollen. "Wir nehmen uns ein Beispiel am Sechser", sagt ein BMW-Sprecher und stellt damit neben einem Vierer Cabrio gleich auch noch ein Gran Coupé mit vier Türen in Aussicht.

Mit dieser Ausstattung dürfte der Preis für das Coupé weit über 38.000 Euro liegen.
Mit dieser Ausstattung dürfte der Preis für das Coupé weit über 38.000 Euro liegen.

Dabei ist der formale Abschied vom Dreier mehr als nur ein Zahlenspiel. Das zumindest verspricht die Studie des Vierer Coupés, die jetzt schon als ziemlich konkreter Ausblick auf das Serienmodell enthüllt wurde und ihre Publikumspremiere im Januar auf der Motorshow in Detroit feiert. Der Zweitürer ist nicht nur wie bislang in Bausch und Bogen gezeichnet. Zur neuen Form kommen eigenständige Details wie die noch aufrechter stehende und noch stärker betonte Niere, die markanten Scheinwerfer und vor allem die so genannten "AirBreathers", die als Kiemen hinter den Vorderrädern die Strömung im Radkasten positiv beeinflussen sollen.

Eigenständige Proportionen

Doch, was die Form des Vierers vor allem auszeichnet sind seine eigenständigen Proportionen. Nicht umsonst geht der Radstand um fünf Zentimeter in die Länge, während das Dach zwei Zentimeter flacher ist und der Wagen bei bis zu acht Zentimetern mehr Spurweite auch noch fast fünf Zentimeter in die Breite geht. Sauber und sehnig aber ohne eine überflüssige Linie gezeichnet, wirkt der Vierer so schon im Stand ungeheuer schnell.

Damit er dieses Versprechen auch einhält, greifen die Ingenieure ganz gezielt in den Technikbaukasten der Dreier-Reihe. Fahrdynamische Finessen wie die Aktivlenkung mit der geführten Hinterachse, ein Verstellfahrwerk oder die Achtgangautomatik sind deshalb genauso gesetzt wie die Option auf Allradantrieb. Die Motoren aus den schwächeren Varianten des Dreiers dagegen bleiben erst einmal außen vor.

Potenz nach Maß

Wo es die Limousine auch mit mageren 116 oder 136 PS als 316d oder 316i gibt, startet der Vierer standesgemäß mit potenteren Kraftwerken. Schon der 320d als vorläufiges Basismodell kommt auf  185 PS. Für den 328i als schwächsten Benziner stehen dann schon 245 PS in der Liste, und mit dem 306 PS starken 335i fällt es leicht, auf den ebenfalls fest versprochenen M3 zu warten, der dann wohl zu einem M4 werden dürfte.

Zwar folgt BMW mit dem Vierer dem Vorbild des Sechsers. Doch spätestens bei der Preisgestaltung hören die Parallelen dann auch auf. Denn wo die Bayern in der Oberklasse kräftig zulangen, wollen sie im harten Wettbewerb mit Autos wie dem Audi A5 spürbar Maß halten: Mit einem Zielpreis von etwa 38.000 Euro wäre das neue Vierercoupé deshalb nur etwa 500 Euro teurer als sein Vorgänger in der Dreier Reihe.

Quelle: n-tv.de

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