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Drei Zylinder ohne Verzicht : BMW arbeitet an neuen Motoren

BMW arbeitet an einer neuen, modularen Motorengeneration, die vom Drei- bis zum Sechszylinder alle Bedürfnisse abdeckt. Das Leistungsspektrum reicht bis über 400 PS.

Die neuen BMW-Motoren könnten unter anderem bei einem neuen Mini zum Einsatz kommen.
Die neuen BMW-Motoren könnten unter anderem bei einem neuen Mini zum Einsatz kommen.

Mit einer modularen Motorenstrategie reagiert BMW auf die Notwendigkeit, Kraftstoff zu sparen - und die Kosten zu senken. Dabei wird von einem Vierzylinder-Kernmotor mit 1,6 bis 2,0 Liter Hubraum ein Reihen-Sechszylinder abgeleitet, aus dem wiederum ein Dreizylinder entstehen kann. Dieser Motor, so BMW-Entwickler Theodor Melcher, liege in vielen Eigenschaften sehr nahe am Sechszylinder und habe "nichts zu tun mit jenen Verzichtserklärungen, die viele Menschen mit einem Dreizylindermotor verbinden."

Die neuen Motoren entstehen als Diesel- und Otto-Aggregate und sind durchweg mit Hochdruckeinspritzung und Turbolader aufgerüstet. Die Benziner verfügen zudem über die Ventilsteuerung Valvetronic, die Dieselmotoren über eine variable Turbolader-Geometrie, mit das "Turbo-Loch" bei niedrigen Drehzahlen eliminiert wird. Für weichen Motorenlauf verfügt der Dreizylinder über eine Ausgleichswelle, der Vierzylinder über zwei.

In bis zu vier Jahren einsatzbereit

Das Leistungsspektrum der Motoren liegt theoretisch zwischen 59 kW/80 PS für den Dreizylinder-Einstiegsdiesel und 300 kW/407 PS für den stärksten Sechszylinder-Turbo. Die Drei- und Vierzylinder-Motoren sind für Quer- und Längseinbau ausgelegt; die Sechszylinder können aufgrund ihrer Länge ausschließlich längs eingebaut werden. Zum Einsatz kommen die neuen Motoren in rund drei bis vier Jahren im nächsten Mini und im komplett neuen BMW 1er, der dann mit Frontantrieb debütieren wird, sowie in den weiterhin hinterradgetriebenen BMW-Limousinen. Diese könnten übrigens durchaus mit einem Dreizylinder auf den Markt kommen.

Mit diesem Motor ist in München in Sachen Downsizing übrigens erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht: Der Zweizylinder werde sich, wenn überhaupt, dann nur als Range-Extender für Elektroautos etablieren, so BMW-Entwickler Harald Unger.

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Quelle: n-tv.de

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