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Die Designer Daniel Händler und Hans A. Muth haben aus der Suzuki Bandit die FatMile gezaubert.
Die Designer Daniel Händler und Hans A. Muth haben aus der Suzuki Bandit die FatMile gezaubert.

Suzuki FatMile: Bandit zum Trendsetter aufgefettet

Die brave Bandit im trendigen Kleid eines Café Racers: Zwei Designer veredeln den Bestseller von Suzuki. Mit Custom-Teilen aus aller Welt, einer Speziallackierung sowie einer brachialen Heckansicht ist das Vorbild in Sachen Preis-Leistung kaum wiederzuerkennen.

Seit fast zwanzig Jahren gilt die Suzuki Bandit als Bestseller mit unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis. Unter dem Motto "großer Motor zum kleinen Preis" ist sie derzeit als 1250er mit 98 PS für 9.740 Euro zu haben. Doch der aktuelle Zeitgeist ist dem schier unverwüstlichen Alleskönner längst davongeeilt. Suzuki Europe will nun mit der FatMile zeigen, wie man das etwas angegraute Motorradkonzept der 1250 Bandit S auffrischen kann. Deshalb haben die Designer Daniel Händler und Hans A. Muth aus dem alten Mainstream-Bike einen hochaktuellen Café Racer gezaubert - mit allerhand Zutaten, mit denen Bandit-Piloten vielleicht schon bald ihr braves Schnäppchen nach eigenem Geschmack und Budget veredeln können.

Im Stil der Sechziger: Ein Ledergurt ziert den Tank der Suzuki FatMile.
Im Stil der Sechziger: Ein Ledergurt ziert den Tank der Suzuki FatMile.

Der FatMile sieht man kaum an, dass sie auf der Suzuki Bandit basiert. Zwar blieb die wesentliche technische Basis aus Motor und Rahmen erhalten, aber Custom-Teile aus aller Welt, eine Speziallackierung und die Vorderradgabel der supersportlichen Markenschwester Suzuki GSX-R 1000 verändern den Auftritt der 1250er massiv. Lenkerstummel mit Griffen vom italienischen Spezialisten Rizoma sind direkt und sportlich tief an die Upside-Down-Gabel geflanscht. Vier schlanke Endrohre ersetzen den originalen, etwas klobigen Einzel-Auspufftopf der Serienversion.

Erfolgreiches Vorbild bei BMW

Den Antrieb der FatMile haben ihre Schöpfer original belassen, denn bereits mit der serienmäßigen Schubkraft des Bandit-Antriebs von 108 Nm schon bei 3.700/min wird sich das Einzelstück auf ersten Viertelmeile-Sprints tapfer schlagen können. Auftritte der FatMile etwa beim großen Leonberger Biker-Treffen "Glemseck 101" sollen der Motorradszene die Umbauten schmackhaft machen, die schon bald zu kaufen sein könnten. Noch steht dies allerdings ebenso wenig fest, wie die Frage, ob sich die japanische Zentrale vielleicht sogar zu einem Serienbike nach dem Vorbild der FatMile hinreißen lässt. Als Ansporn könnte BMWs ähnlich entstandene R nineT gelten. Der puristische Roadster verkörpert derzeit erfolgreich den Mix aus moderner Großserientechnik und klassischem Café-Racer-Design, die Auftragsbücher bei BMW sind auf Monate hinaus voll.

Das individuelle Erscheinungsbild der Suzuki FatMile ist eine Mischung aus der originalen Bandit und zahlreichen Custom-Teilen. Ein mächtiger 200er Hinterreifen von Metzeler ersetzt den serienmäßigen 180er und sorgt zusammen mit einem hochgezogenen Hinterteil aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) für eine brachiale Heckansicht. Diese wird von winzigen LED-Blinkern kaum beeinflusst. Der serienmäßige Bandit-Tank verliert jeden Anschein von Großserie, indem die beiden Designer die Umlackierung durch einen braunen Leder-Tankgurt ergänzten - eines der vielen klassischen Merkmale im Stil der Sechzigerjahre, wie sie in der aktuellen Café Racer-Szene äußerst beliebt sind.

Ob die einzelnen Tuning-Teile vielleicht als Umbau-Kit erhältlich sein werden, muss sich je nach Publikumsresonanz erweisen, ebenso der eventuelle Serienstart eines derartigen Zeitgeist-Motorrads. Die Vorgehensweise, aus der biederen Bandit 1250 S die trendige FatMile zu entwickeln, hat bei Suzuki Tradtion: Bereits 1981 hat Design-Meister Hans A. Muth sein stilprägendes Design-Bike Katana auf Basis des Mainstream-Motorrads GSX 1100 entwickelt. Die Katana ging damals als extrem futuristisches Motorrad in Serie.

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Quelle: n-tv.de

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