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Der Buick Avista darf als absolut gelungen gelten und könnte auch als Opel eine gute Figur machen.
Der Buick Avista darf als absolut gelungen gelten und könnte auch als Opel eine gute Figur machen.(Foto: Holger Preiss)

Das schönste Auto in Detroit: Buick Avista - vielleicht ein neuer Calibra?

Von Holger Preiss, Detroit

Erst kurz vor der Messe hatte Buick bekannt gegeben, dass sie mit dem Avista auf der NAIAS in Detroit aufwarten. Nun ist der Sportler eins der Autos geworden, das für viel "Ah" und "Oh" gesorgt hat und vielleicht sogar in Kürze in Deutschland fährt.

Weit ausgestellte Radhäuser und fette Endrohrverblendungen verschönern das Heck.
Weit ausgestellte Radhäuser und fette Endrohrverblendungen verschönern das Heck.(Foto: Holger Preiss)

Im vergangenen Jahr ging der Titel "Schönstes Auto der NAIAS" auf dieser Seite an den Ford GT. In diesem Jahr gebührt die Ehre einem Hersteller, den man in dieser Hinsicht nun wirklich nicht auf dem Schirm gehabt hätte: Buick. Die GM Tochter kam mit dem Avista wie Kai aus der Kiste ums Eck. Umso erfreulicher, was sich da auf der Messe zeigt.

Ähnlich wie der Supersportler von Ford überzeugt der Avista auf den ersten Blick durch sein Design. Die Überhänge sind kurz und knackig, die Silhouette erinnert ebenso an glorreiche Zeiten gestreckter Coupé-Sportler wie die ewig lange Motorhaube. Unter der arbeitet übrigens ein Dreiliter großer V6 Biturbo und leistet 460 PS. Das sollte genug Feuer sein, um den schnittigen Ami in Windeseile auf Tempo 100 zu beschleunigen. Wie die Werte genau aussehen, hat Buick noch nicht verraten.

Gelungene Proportionen

Beim Innenraum fühlt man sich an die Studie des Opel Monza von 2013 erinnert.
Beim Innenraum fühlt man sich an die Studie des Opel Monza von 2013 erinnert.(Foto: Holger Preiss)

Schön anzusehen sind auch die gelungenen Proportionen, die dem Avista nicht nur ein dynamisches, sondern auch ein sehr edles Aussehen geben. Abseits von sonst oft überkandidelten Studien ist hier alles stimmig. Das fängt mit den nicht zu großen 20-Zoll-Rädern an, geht weiter mit den leisen Karbon-Akzenten unter Front- und Heckschürze und mündet in einem schmalen Steg, der das Panoramadach von der Heckscheibe trennt.

Nun wird der eine oder andere denken: ja, aber was bringt uns in Europa ein solcher US-Renner? Vielleicht eine ganze Menge. Buick ist in den Staaten so etwas wie die Opel-Vertretung. Fans der Rüsselsheimer dürften somit beim Avista auch eine große Nähe zur Monza-Studie aus dem Jahr 2013 festgestellt haben. Allein das Interieur scheint geradezu ein Abbild des Konzept-Cars zu sein. Schmale Schalensitze, eine Armatur, die sich bis in die Mittelkonsole zieht und selbst das Lederlenkrad wirkt, als sei es adaptiert.

Der neue Opel Calibra?

Nun wird der wissende Leser nicht zu Unrecht anmerken, dass Opel den Monza als Sportwagen seinerzeit schnell wieder begraben hat und den Namen lieber einem größeren SUV verpasst. Aber wer in der Historie zurückgeht, wird sich an ein Auto erinnern, an dem sich die Geister schieden. Die Rede ist hier nicht vom Manta, sondern vom Calibra.

Warum also sollte der Avista also nicht als Opel Calibra auch in Deutschland fahren? Wünschenswert wäre es, denn ein sportliches Auto abseits der OPC-Modelle fehlt den Rüsselsheimern bislang im Portfolio.

Quelle: n-tv.de

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