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Mit dem DS3 wollen die Franzosen vor allem der bayrischen Konkurrenz Kunden abjagen.
Mit dem DS3 wollen die Franzosen vor allem der bayrischen Konkurrenz Kunden abjagen.

Frech, farbig, edel: DS3 legt Citroën-Vergangenheit ab

Mit der Vorstellung des neuen DS3 hat Citroëns Edelmarke sich nun komplettiert. Unter dem Kürzel DS gibt es jetzt ein unverkennbares Modell-Trio, das bis 2021 noch verdoppelt werden soll. Premium made in France, die süddeutschen Platzhirsche immer in Blick.

Qualität und Wertigkeit soll die Kaufentscheidung zu Gunsten des DS3 bringen.
Qualität und Wertigkeit soll die Kaufentscheidung zu Gunsten des DS3 bringen.

Im Blockbuster "Das Sakrileg" kniete Tom Hanks neben der gläsernen Pyramide des Pariser Louvre und entdeckt den sagenhaften "Heiligen Gral" der Tempelritter. An gleicher Stelle wäre der US-Star in dieser Woche auf durchaus Fahrbares gestoßen. Die junge Edelmarke DS mit Citroën-Genen feiert am berühmten Ort im Herzen der Hauptstadt die Premiere des neuen DS3, immerhin das Einstiegsmodell in die Welt der besonderen französischen Autos. Kompaktes im Premiumsegment, das bisher vor allem vom Audi A1 und dem BMW-Mini bedient wird. Die Markteinführung erfolgt im April zu Preisen ab 15.890 Euro.

Nicht wirklich neu

Neu? Nicht wirklich, denn alle wesentlichen Merkmale des bisherigen DS3 blieben unverändert. Für die Ingenieure und Designer ging es beim Update des mit gut 400.000 Verkäufen in fünf Jahren durchaus erfolgreichen Modells vor allem um die Betonung der Familienähnlichkeit. Denn während sich der größere DS4 und das Flaggschiff DS5 von ihren Citroën-Schwestermodellen recht deutlich abheben, wirkte der Kleine immer wie ein aufgepeppter C3, trug sogar noch den typischen "Doppelwinkel" als Erkennungsmerkmal eines Citroën vor sich her. Der aufgefrischte DS3 zeigt jetzt das eigenständige Gesicht mit dem DS-Logo. Aber auch im Innenleben hat sich viel getan.

Dachpartie des DS3 wirkt, als würde sie schweben.
Dachpartie des DS3 wirkt, als würde sie schweben.

Obwohl erst 2010 erschienen, ist der DS3 nach Meinung des DS-Chefs Yves Bonnefont bereits eine Ikone. Was sicher vor allem an der Gestaltung der Seitenpartie liegt. Denn an die B-Säule des Zweitürers schließt sich eine Art Haifischflosse an, die in der abgedunkelten hinteren Seitenscheibe "schwimmt". Dadurch wirkt die leicht abfallende Dachpartie so, als würde sie haltlos schweben. Dieses Merkmal ließen die Designer unangetastet. Ganz im Gegensatz zur Front, die Designchef Thierry Metroz nunmehr als "verführerisch" bezeichnet. Doppelte, teils verchromte Schwingen, ein sechseckiger Kühlergrill mit dem DS-Emblem und  neu gestaltete Scheinwerfer. Auf Wunsch mit LED-Licht.

Indiviuell bis ins Detail

Ausweitet wurde die Möglichkeit, sich seinen DS3 ganz nach eigenem Geschmack zu gestalten. 78 Farbkombinationen für Dach und Karosserie stehen zur Verfügung. Manche sehen toll, manche nett, einige gewagt, wenige etwas daneben aus. Geschmackssache halt. Ähnliches gilt für den Innenraum, der handwerklich schon optisch das Streben nach Hochwertigkeit verdeutlicht. Ob Nappa-Leder, Lasergravur fürs Armaturenbrett oder Dekorelemente in Karbonoptik - der DS3-Fan kann sich in der Preisliste ausgiebig bedienen. Natürlich kann der DS3 jetzt per Internet mit der Außenwelt "vernetzt" werden, versteht die Apple-Sprache ebenso wie Android.

Vor allem das Cabrio auf Basis des C3 hat deutsche Kunden begeistert. Das soll  auch der DS3 mit Faltdach schaffen.
Vor allem das Cabrio auf Basis des C3 hat deutsche Kunden begeistert. Das soll auch der DS3 mit Faltdach schaffen.

Das Motorenangebot beinhaltet fünf Benziner und zwei Diesel. Zu den bereits für das heutige Modell lieferbaren Triebwerken kommt der "Pure Tech 130" mit seinem 1,2-Liter-Dreizylinder-Motor, der 130 PS leistet und mit 4,5 Litern auf 100 km auskommen soll. Für Sportfreunde empfiehlt sich der DS3 Performance, der 208 PS an die Vorderäder schickt, mit einer Durchzugskraft von 300 Newtonmetern glänzt und sich auch optisch von den Normalmodellen abhebt. Breitere Spur, abgesenkte Karosserie und vieles mehr. Das Spitzenmodell soll deutlich unter 40.000 Euro kosten und darf sogar ein eigenes Logo tragen.

Die Liebe zum "Cabrio"

Mehr als jeder zehnte bisherige DS3-Käufer in Deutschland hat sich übrigens für das Cabrio entschieden, das natürlich im Programm bleibt. Wobei der Begriff "Cabrio" ebenso gewagt ist wie manche Farbkombination. Frische Luft und Sonnenschein kommen durch ein geöffnetes Stoffverdeck ins Auto, das sich oberhalb des Hecks elektrisch angetrieben zusammenfaltet. Die seitlichen Karosseriesäulen bleiben stehen. Also nicht wirklich Cabrio, aber dafür gibt es keine Einbußen beim Kofferraumvolumen. Die DS-Macher versprechen einen hohen Akustikkomfort bei geschlossenem Dach dank mehrschichtigem Stoffverdeck und einer Schallschutz-Schicht aus Acryl. Betätigt werden kann der Schalter für den Dachantrieb bis 120 km/h.

Mit der Neuauflage des DS3 ist die derzeitige Markenfamilie komplett. Direktor Yves Bonnefont kündigt drei weitere Modelle in den nächsten fünf Jahren an, die dann weltweit verkauft werden sollen. Darunter eine klassische Limousine und natürlich ein SUV. Wann aber welches Modell seinen Weg zu den Kunden finden wird, lässt er offen.

Quelle: n-tv.de

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