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Der neue Dacia Sandero steht ab Januar 2013 bei den Händlern.
Der neue Dacia Sandero steht ab Januar 2013 bei den Händlern.(Foto: Dacia)

Mehr als nur günstig: Dacia Sandero deutlich verbessert

6990 Euro: Für diesen Preis gibt es anderswo nicht mal einen Kleinstwagen. Aber der Dacia Sandero ist nicht nur günstig, sondern hat auch noch so einiges auf dem Kasten.

Erst belächelt, dann bewundert: Der Dacia Sandero ist preiswerter als jeder andere Neuwagen in Deutschland. Und in vielen Fällen noch nicht einmal schlechter. Nun kommt die neue Generation des Fünftürers auf den Markt. Mit 6990 Euro ist sie nur 200 Euro teurer geworden, dafür aber deutlich besser.

Seine Billig-Ausstrahlung hat der Sandero verloren.
Seine Billig-Ausstrahlung hat der Sandero verloren.(Foto: Dacia)

Nicht nur das Design hat die rumänische Renault-Tochter aufpoliert, sondern auch die Technik. Der Kleinwagen erhält eine gründlich aufgemöbelte Plattform und darf sich zudem nun beim gerade erst vorgestellten Renault Clio bedienen. Der Kleinwagen der Muttermarke spendiert seinen ebenfalls brandneuen Dreizylinder-Turbobenziner. Das 0,9 Liter große Triebwerk mit 90 PS und einem Normverbrauch von 5,2 Litern Kraftstoff geht laufruhig und schon im mittleren Drehzahlband angenehm druckvoll zu Werke. Kunden, die ihn wählen, kommen allerdings mit knapp 7000 Euro nicht mehr aus – mindestens 10.090 Euro werden fällig.

Sparsamkeit als Motto

Der verlockend niedrige Basispreis hingegen gilt für den aus dem Vorgänger bekannten 1,2-Liter-Saugbenziner mit unverändert 75 PS und einem Normverbrauch von 6,0 Litern. Wer beim Tanken besonders sparen will, erhält ihn auch in einer Autogasversion. Komplettiert wird das Angebot von einem 1,5-Liter-Diesel mit 90 PS. Dort beträgt der Verbrauch sparsame 3,8 Liter.

Bilderserie

Sparsamkeit heißt allerdings auch das Motto bei der Ausstattung. Wer das Basismodell wählt, muss auf Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Radio, Fensterheber und Zentralverriegelung verzichten. Immerhin ist der vorher gar nicht erhältliche Schleuderschutz ESP nun immer an Bord. Wer ein vernünftig bestücktes Modell will, muss eine der höheren Ausstattungslinien wählen und dann noch Geld in Klimaanlage und Radio investieren. Unterm Strich summieren sich die Kosten so auf rund 9000 Euro. Nicht mehr extrem billig, aber immer noch preiswerter als sämtliche Konkurrenz. Das gilt auch für die ab 9990 Euro inklusive reichhaltiger Ausstattung erhältliche Designvariante Stepway, die mit höher gelegter Karosserie, Offroad-Beplankungen und Dachreling im SUV-Stil auftritt.

An den richtigen Stellen gefeilt

Keine großen Ansprüche dürfen dabei aber an die schnörkellose Innenausstattung gestellt werden. Wer sich an grauem Hartplastik nicht stört, findet aber zumindest alle Bedienelemente sinnvoll angeordnet vor und kann sich an einem guten Raumangebot erfreuen. Das gilt mit den klassentypischen Einschränkungen sogar hinten, wo zwei Erwachsene zumindest auf Kurzstrecken nicht zu beengt sitzen. Der Kofferraum geht mit 320 Litern ebenfalls in Ordnung – viele hochpreisige Konkurrenten bieten da weniger.

Vollkommen in Ordnung ist auch das Fahrverhalten. Der Fronttriebler ist komfortabel ausgelegt, gerät nur bei kurzen Stößen an seine Grenzen. Die serienmäßige Servolenkung ist ausreichend verbindlich, die Bremsen wirken spürbar bissiger als beim in dieser Hinsicht schwächelnden Vorgänger. Großen Fahrspaß kann und will der Kleinwagen allerdings nicht bieten.

Unterm Strich hat der Sandero beim Modellwechsel noch einmal deutlich zugelegt, auch wenn die Plattform weitgehend die alte geblieben ist. Doch die Entwickler haben an den richtigen Stellen gefeilt und dem Rumänen seine Billig-Ausstrahlung ausgetrieben. Der Preis bleibt dabei fast unverändert. Und selbst wenn die 6990 Euro-Version wohl wie bisher nur die wenigsten Kunden locken wird, bleibt der Dacia selbst in den teuren Varianten locker das preiswerteste Modell seiner Klasse.

Quelle: n-tv.de

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