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Auch in diesem Jahr wird das Team von Pro Handicap wieder in einem Opel Astra unterwegs sein.

Auch in diesem Jahr wird das Team von Pro Handicap wieder in einem Opel Astra unterwegs sein.

Mittwoch, 29. April 2009

Pro Handicap läuft warm: Das Rennfieber steigt

Nina Wortmann nimmt probeweise im neuen Boliden Platz.

Nina Wortmann nimmt probeweise im neuen Boliden Platz.

Der Frühling ist da und die Rennboliden werden nach den Vorbereitungen des Winters aus den Garagen geholt. Auch beim Pro-Handicap-Team laufen die Vorbereitungen für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf Hochtouren. Es ist bereits die heiße Phase angebrochen. Die Zeit, wo langsam alles sitzen muss, bevor am 23. Mai die Motoren aufheulen. Die Anspannung steigt und jede freie Minute steckt das Team tief im Detail.

Bereits Anfang März hat der Opel Astra des Pro-Handicap-Teams seine ersten Kilometer zurückgelegt. Vor diesem Termin stand allerdings eine Menge Arbeit. Das einstige Serienfahrzeug wird in der Vorbereitung bis auf die letzte Schraube auseinandergenommen. So lassen sich mögliche Fehlerquellen am besten ausschließen. Passt etwas nicht so ganz, wird es bis auf das kleinste Details protokolliert. Damit soll später eine Fehlersuche vereinfacht werden.

Das Fotomodell Nina Wortmann mit Wolfgang Müller.

Das Fotomodell Nina Wortmann mit Wolfgang Müller.

Erstmals über eine Renndistanz

So richtig spannend wird es aber beim ersten "long run". Dabei fährt der Bolide zum ersten Mal eine Renndistanz. Wird das Auto halten? Wird es den gewünschten Top-Speed, aber auch eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen? Bange Fragen, die sich nur auf der Rennstrecke klären lassen. Nach dem ersten Härtetest wird das Auto einer neuen Revision unterzogen. Vier Augen kontrollieren alles an dem Fahrzeug. Klare Vorgaben sagen, was und wie gecheckt wird.

Julian Hillebrandt ist trotz seines Handicaps im Motorsport bereits sehr erfolgreich.

Julian Hillebrandt ist trotz seines Handicaps im Motorsport bereits sehr erfolgreich.

"Wir liegen im Plan", sagt Wolfgang Müller, der selbst am Auto kräftig mitschraubt und es schließlich auch als einer von zwei Piloten beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring fahren wird. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns und es ist auch nicht alles reibungslos gelaufen, aber wir sind auf gutem Wege ein sehr konkurrenzfähiges Auto zu haben", zeigt sich der 39-Jährige zuversichtlich. Dass der Technikteufel auch am Pro-Handicap-Team nicht vorüberzieht, hat sich in der vergangenen Woche gezeigt. Ein Motor hat sich während der Tests mit Qualm und Rauch verabschiedet. So wird ein weiterer "long run" mit der neuen Maschine notwendig werden.

Geschäftige Wintermonate

Aber auch sonst hat sich beim Verein Pro Handicap über die Wintermonate einiges getan. Denn das 24-Stunden-Rennen ist das Leuchtturmprojekt des Vereins, der sich für eine bessere Integration behinderter Menschen in unsere Gesellschaft einsetzt. Prominente Unterstützung hat der Verein mit dem Fotomodel Nina Wortmann bekommen. Die bildschöne Frau ist seit einem Verkehrsunfall vor sieben Jahren an den Rollstuhl gebunden. Dank der Hilfe ihres Ehemanns und ihrer Familie hat sie sich im Modelgeschäft nach oben gearbeitet. Jetzt will auch sie sich bei Pro Handicap für andere Menschen mit Behinderung einsetzen. Eine perfekte Botschafterin für den Verein.

Der Gründer und Initiator von Pro Handicap, Wolfgang Müller, hat seinerseits ebenfalls eine interessante Begegnung gehabt. In der Nähe von Fulda hat er den Nachwuchs-Kartfahrer Julian Hillebrandt getroffen. Das Besondere daran: Julian hat das gleiche Handicap wie Müller. Ihm fehlt die linke Hand. Dass er dennoch zu den Besten seiner Klasse gehört, hat der 11-Jährige bereits bei zahlreichen Rennen bewiesen. Mit einer symbolischen Partnerschaft will Müller den jungen Rennfahrer künftig unterstützen und auf seinem Weg in den Motorsport begleiten.

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