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VLF Force One in Detroit : Fisker zeigt neuen Supersportler

Von Holger Preiss

Mit einem neuen Supersportwagen will Designer Henrik Fisker zurück ins Geschäft. An seiner Seite Bob Lutz und Gilbert Villarreal. Ihr gemeinsames Produkt: der VLF Force One. Aber der Wagen hat nicht nur außen Ecken und Kanten.

Großflächige Luftauslässe und eingelassene Heckleuchten bestimmen die Rückseite des Force One.
Großflächige Luftauslässe und eingelassene Heckleuchten bestimmen die Rückseite des Force One.(Foto: Holger Preiss)

Auf der Auto Show in Detroit hat Fisker ein weiteres Kapitel seiner bewegten Autogeschichte aufgeschlagen: Mit dem Force One präsentiert das Unternehmen VLF einen Supersportwagen mit 745 PS starkem Zehnzylinder und mit 923 Newtonmeter Drehmoment. Eine Kraft, die reicht, um den trotz reichlich Karbon immer noch 1,5 Tonnen schweren VLF Force One in knapp drei Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen und ihn über 350 km/h schnell zu machen. Verteilt wird die Kraft von einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer Automatik mit ebenfalls sechs Schaltstufen.

Noch vor seiner offiziellen Enthüllung war der Force One Gegenstand eines Rechtsstreites, sah Aston Martin doch enorme Ähnlichkeit zu seinem James-Bond-Dienstwagen DB10, den der Agent in "Spectre" im Tiber versenkt. Letztlich konnten die Briten den Auftritt in Detroit aber nicht verhindern. So sehen jetzt einige im Force One von VLF einen der heißesten Boliden der Show, andere eine zerklüftete Kopie der Dodge Viper. Und das kommt nicht von ungefähr, ist doch der Supersportwagen der Gen-Spender für den VLF-Boliden. Lediglich 50 Einheiten sollen vom Force One produziert werden. Das kann zwei Gründe haben: Zum einen den, dass das Ende der Viper schon beschlossene Sache ist, zum anderen den Preis.

Teuer Geld für Fisker-Formen

Zwei Reisende und zwei Champagnerflaschen finden im Innenraum des Force One Platz.
Zwei Reisende und zwei Champagnerflaschen finden im Innenraum des Force One Platz.

Wer nämlich auf die ausgefallenen Formen des VLF steht, muss sage und schreibe 268.500 Dollar, umgerechnet 248.000 Euro, bezahlen. Für 178.000 Dollar weniger gibt es die Viper, ebenfalls mit 8,4 Liter V10 SFI Motor. Der hat zugegebenermaßen nur 814 Newtonmeter Drehmoment und benötigt 3,5 Sekunden bis er Landstraßentempo erreicht hat. Aber auch die Viper hat eine lange Motorhaube, ein wuchtiges Heck, einen 2,51 Meter langen Radstand und 21 Zoll große Räder. Dass der Force One bei seinem Preis  nicht als spartanischer Super-Sportwagen auftreten will, zeigt ein Blick in das Innere: Alles ist mit edlem Leder ausgekleidet und in der Mittelkonsole ist zwischen Fahrer und Beifahrer ein Halter für zwei Champagnerflaschen angebracht.

Als ganz besonderes Highlight hebt VLF den WLAN-Router hervor, der im Dachkantenspoiler untergebracht ist und Internet auf allen Wegen garantieren soll. Eine Option, die heute selbst Kleinwagen mitbringen. Insgesamt erinnert die Fahrzeugphilosophie des Force One an das, was in Deutschland einigen Kleinserienherstellern das Genick gebrochen hat. Hier sei nur an Melcus oder Gumpert erinnert. Auch sie bedienten sich seinerzeit bereits vorhandener Komponenten und konnten potentiellen Kunden nicht schlüssig vermitteln, warum man die nur wegen einer neuen Karosserie und mehr Tand im Innenraum für viel mehr Geld kaufen sollte.

Quelle: n-tv.de

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