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Mit dem McLaren MP4-12C treibt es die Hamann Motorsport GmbH ganz schön bunt.
Mit dem McLaren MP4-12C treibt es die Hamann Motorsport GmbH ganz schön bunt.

Hamann färbt den McLaren ein: MP4-12C wird rasender Farbklecks

Von Holger Preiss

Der McLaren MP4-12C ist per se ein imposantes Auto. Doch nach der Kur durch die Hamann Motor GmbH verwandelt sich der britische V8-Bolide in einen rasenden Farbklecks. Und zwar in einen, der mit F1-Attitüde aufwarten kann.

Carbon-Kotflügel mit Airoutlets und eine neue Frontschürze ersetzen die Originalbauteile.
Carbon-Kotflügel mit Airoutlets und eine neue Frontschürze ersetzen die Originalbauteile.

Um auf ihre Kunstwerke aufmerksam zu machen, lassen sich Tuner einiges einfallen. Grasgrüne Porsche, neongelbe Lamborghini oder die allseits bekannten roten Ferrari sind absolute Hingucker. Doch nicht mehr lange, denn die neuste Kreation aus dem Hause Hamann soll ihnen die Show stehlen. Die Edeltuner für individuelle Supersportwagen präsentieren nämlich mit dem "memoR" einen knallig bunten McLaren MP4-12C im Hamann-typischen Karosseriekleid. Derart hergerichtet verwandelt der Zweisitzer auch die schnödesten Straßen in eine Bühne.

Natürlich verbirgt sich unter der opulenten Farbexplosion auch ein ebenso exklusives Aerodynamik-Paket. Schon die Serienversion des McLaren geizt nicht mit optischen Reizen und präsentiert sich als dynamischer Mittelmotor-Sportwagen. Hamann greift die bestehende Linienführung des Carbon-Chassis auf und ergänzt seine Karosseriekomponenten um stilistische Anleihen des LeMans-Gewinners von 1995 – dem McLaren F1. Dadurch erfährt die Frontpartie eine umfangreiche Verwandlung: Carbon-Kotflügel mit Airoutlets und eine neue Frontschürze ersetzen die Originalbauteile.

Drei Endrohre für den Hintermann

Der Hintermann darf jetzt drei Endrohre bestaunen.
Der Hintermann darf jetzt drei Endrohre bestaunen.

Besondere Akzente werden mit den integrierten LED-Tagfahrleuchten und dem Carbon-Frontspoiler gesetzt. Optisches und aerodynamisches Bindeglied zwischen den Achsen bilden die neu entwickelten Aufsätze für Seitenschweller und Türen. Größere Lufteinlässe an den Fahrzeugflanken und eine Carbon-Haube unterstreichen optisch die Kraft des Boliden. Statt zwei zeigt der überarbeitete McLaren dem Hintermann nun drei säuberlich integrierte Endrohre – die Original-Motorleistung von  625 PS bleibt allerdings unangetastet. Dennoch veränderte Hamann das Leistungsgewicht, denn die Carbon-Anbauteile verringern die Leermasse, was wiederum für einen explosiveren Start sorgen dürfte. 

Die geschmiedeten 21-Zöller mit Zentralverschlussoptik runden das Bild des "memoR" ab. Für entsprechenden Halt auf der Piste sorgen 255er Pneus vorn und wuchtige 355er Schluffen an der Hinterachse. Im Innenraum kann der Kunde selbst bestimmen, in welchem Ambiente er sich am wohlsten fühlt: edel oder sportlich, Carbon oder Holz, Leder oder Alcantara, alles ist möglich.

Das alles hat natürlich seinen Preis und hier dürfte für die Mehrzahl der McLaren-Fans auch Schluss sein. Hamann verlangt für die umfängliche Kur zum "Straßenkunstwerk" 95.000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Zuvor müssen aber bereits 230.000 Euro für die Basis des britischen V8-Supersportlers auf den Tisch gelegt werden.

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Quelle: n-tv.de

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