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Mit der Studie HCD-14 gibt Hyundai nicht nur einen Ausblick auf die zukünftige Designsprache in den USA.
Mit der Studie HCD-14 gibt Hyundai nicht nur einen Ausblick auf die zukünftige Designsprache in den USA.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Studie HCD-14 in Detroit vorgestellt: Sieht so Hyundais Zukunft aus?

Von Holger Preiss

Mit der Studie HCD-14 wirft Hyundai auf der Auto Show in Detroit einen Blick in die Zukunft. Die seriennahe Studie wird es wahrscheinlich nicht über den Atlantik schaffen, aber einiges davon wird sich auch den Fahrzeugen für den europäischen Markt wiederfinden.

Klare Linien und das coupéhaft abfallende Dach geben dem HCD-14 einen sportlichen Touch.
Klare Linien und das coupéhaft abfallende Dach geben dem HCD-14 einen sportlichen Touch.

Während Hyundais Mittelklasse-Limousine Genesis in Deutschland nicht angeboten wird, verkauft sie sich in den USA wie geschnitten Brot. Insofern verwundert es nicht, dass die Koreaner die Gunst der Stunde nutzen und auf der North American International Auto Show (NAIAS), in Detroit die Studie einer sportlich gezeichneten Oberklasselimousine im Coupé-Look zeigen.

Gezeichnet wurde die Studie unter dem Namen HCD-14 im kalifornischen Designcenter der Marke unter der Federführung des Chefdesigners Christopher Chapman. Mit der Genesis-Studie macht Hyundai klare Vorgaben für das Design der Marke von morgen. Jedenfalls auf den nordamerikanischen Märkten. Ob sich Peter Schreyer, der zum Chefdesigner der Marke aufgestiegen ist, dieser Formsprache zugeneigt fühlt, muss abgewartet werden.

Klare Formsprache und mächtiger Diffusor

Fehlende B-Säule und nach außen anschlagende Fondtüren erleichtern den Einstieg.
Fehlende B-Säule und nach außen anschlagende Fondtüren erleichtern den Einstieg.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Trotz extrem wuchtiger Frontpartie und riesigen Auslässen für die Diffusoren überzeugt die Studie durch eine klare Formensprache. Hochwertig verarbeitete Oberflächen und edle Materialien sollen den HCD-14 zu einer waschechten Limousine mit Premium-Attributen machen. Der lange Radstand, kurze Überhängen und große Räder sowie ein Materialmix aus Leichtmetallen und Kohlefaser geben dem Luxus-Koreaner wiederum eine typische Sportwagen-DNA mit auf den Weg. Augenfällig sind die Fondtüren, die hinten anschlagen, und die fehlende B-Säule. In dieser Kombination dürfte ein Einstieg zu den hinteren Plätzen trotz extrem abfallender Dachlinie kein Problem sein.

Eine verchromte Spoilerlippe und wuchtige Auslässe für die Endrohre sorgen auch von hinten für ein mächtiges Bild.
Eine verchromte Spoilerlippe und wuchtige Auslässe für die Endrohre sorgen auch von hinten für ein mächtiges Bild.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Im Cockpit fällt die asymmetrische Mittelkonsole auf. Um die Bedienung zu vereinfachen, wurden die Elemente der Sicherheitssysteme optisch deutlich von denen der Komfortfunktionen getrennt. Neue Wege beschreiten die Koreaner auch bei der Steuerung von Navigations- und Entertainment-Funktionen. Dank Eye-Tracking sowie Gestenerkennung soll das Fahrzeug in der Lage sein, Befehle des Fahrers unmittelbar und gefahrlos umzusetzen. Wie schon bei anderen Premiumfahrzeugen üblich wird ein Head-up-Display die wichtigsten Informationen auf die Windschutzscheibe projizieren.

Für den Vortrieb sorgt ein wuchtiger 5,0-Liter-V8-Benziner mit Direkteinspritzung, der seine Kraft mit Hilfe eines Achtgang-Automatikgetriebes wohldosiert an die Hinterachse leitet. Für Sparfüchse und Umweltaktivisten bietet Hyundai auch einen 2,0-Liter-Benzindirekteinspritzer im Verbund mit einem Elektromotor. Der Antrieb ermöglicht es, eine Strecke von bis zu 32 Kilometern rein elektrisch zurückzulegen, bevor das System in den Hybridmodus wechselt. Wer den Akku leergefahren hat, muss lediglich drei Stunden an die Steckdose, bis die Batterie wieder ihre volle Leistung hat.

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Quelle: n-tv.de

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