Auto

Ex-Kreativchef von Audi und VW: Hyundai setzt auf Deutschen

Peter Schreyer ist Chefdesigner beim südkoreanischen Autobauer Kia und einer der Präsidenten, nun übernimmt er die Leitung von zwei Designzentren, eins davon bei Hyundai. Allerdings soll die Richtung erhalten bleiben, heißt es.

Peter Schreyer, Chefdesigner bei Kia.
Peter Schreyer, Chefdesigner bei Kia.(Foto: dpa)

Die Design-Visionen des südkoreanischen Autokonzerns Hyundai Motor Group sollen künftig die Handschrift des früheren Kreativchefs von Audi und VW, Peter Schreyer, tragen. Der weltweit fünftgrößte Autohersteller legte die Leitung der Designzentren von Kia Motors und des größeren Schwesterunternehmens Hyundai Motor in die Hände des Deutschen. Seit seinem Weggang von VW vor fünf Jahren ist Schreyer bereits Chefdesigner bei Kia.

Schreyer sei zum Präsidenten für den Bereich Design ernannt worden, hieß es. Die Gruppe wolle damit ihre "Ressourcen optimieren und Synergien zwischen beiden Marken herstellen". Von dem Deutschen erwartet Hyundai, dass er die Strategien zur Unterscheidung beider Marken zementiert. Dabei soll jedoch die jeweilige Richtung beider Unternehmen im Bereich Design erhalten bleiben.

"Schreyer bringt reichhaltige Erfahrungen beim Design von der globalen Autoindustrie ein und hat ein tiefes Verständnis der Hyundai-Motor-Gruppe", wurde der Vizevorsitzende der Entwicklungszentren, Yang Woon Chul, zitiert. Erst Ende Dezember war Schreyer bei Kia als erster Ausländer zu einem von drei Firmenpräsidenten befördert worden. Schreyer war früher leitender Designer bei VW wie auch davor bei Audi. Unter anderem war er für die Gestaltung des ersten Audi TT und des Golf IV verantwortlich.

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte erst vor kurzem in einem Interview auf eine Frage zu seiner Personalpolitik gesagt, der nicht von ihm verantwortete Weggang von Designer Schreyer zu Kia sei ein Fehler gewesen: "Ihn hätten wir nicht gehen lassen sollen."

Der Absatz von Hyundai-Kia ist zuletzt stetig gewachsen, vor allem auch in Europa. Konzernchef Chung Mong Koo hatte Anfang Januar als Ziel für 2013 ausgegeben, weltweit 7,41 Millionen Autos abzusetzen. Das wäre im Jahresvergleich ein Anstieg von 4,1 Prozent.

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Quelle: n-tv.de

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