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Mit der Initiative wollen die Hersteller auch die E-Mobilität beflügeln.
Mit der Initiative wollen die Hersteller auch die E-Mobilität beflügeln.
Freitag, 03. November 2017

Allianz der Autobauer: Ionity baut europaweites Schnellladenetz

Nachdem Tesla die ersten Supercharger in Europa verteilt hat, gehen jetzt die etablierten Autohersteller in der Vereinigung Ionity zusammen und knüpfen ein Schnellladenetz durch ganz Europa. 400 Ladestationen sollen bis 2020 entstehen.

Mit einem europaweiten Schnellladenetz soll das Elektroauto fit für die Langstrecke gemacht werden. "Ionity", ein Gemeinschaftsunternehmen der Autoindustrie, will bis 2020 zirka 400 leistungsstarke Ladestationen entlang der Hauptverkehrsachsen des Kontinents bauen. Die ersten 20 sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen.

CCS-System nicht kompatibel, aber besser

Zwei der Superladestationen stehen bereits bei Porsche in Berlin.
Zwei der Superladestationen stehen bereits bei Porsche in Berlin.

Eine entsprechende Initiative hatten die Autohersteller Audi, BMW, Daimler, Ford und Porsche bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Nun nimmt das Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in München die Arbeit auf. Geplant sind sogenannte High-Performance-Ladestationen mit einer Leistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt. Die Anlagen sollen unter anderem entlang von Autobahnen in Norwegen, Deutschland und Österreich entstehen, im Abstand von rund 120 Kilometern. Als Ladestandard kommt das von den deutschen Herstellern präferierte CCS-System zum Einsatz; mit den Chademo-Anschlüssen japanischer und französischer Autos sowie den Supercharger-Steckern von Tesla ist das nicht kompatibel.

Bei der maximal verfügbaren Ladeleistung überflügeln die neuen Systeme die meisten aktuell eingesetzten Standards deutlich. Bislang gelten die bis zu 145 kW starken Tesla-Supercharger als Maß der Dinge, Chademo kommt auf rund 100 kW, CCS-Anschlüsse liefern aktuell in der Regel nur 50 kW. Je höher die Leistung, desto kürzer die Ladezeiten: Am High-Performance-Anschluss dürfte die Befüllung normaler Batterien zukünftig im Idealfall nur wenige Minuten dauern. E-Autos mit entsprechend starken On-Board-Ladern gibt es aktuell aber noch nicht.

Teurer als Haushaltsstrom

Wie die superschnellen Ladesäulen aussehen könnten, kann man im gerade eröffneten 800-Volt-Ladepark von Porsche in Berlin sehen. Dort stehen bereits zwei der futuristischen Säulen bereit. Sie liefern theoretisch ebenfalls 350 kW. Weil aber die entsprechenden Fahrzeuge fehlen, gibt sie auch 50, 80 oder 150 kW ab - vorerst kostenfrei.

An den Ionity-Säulen wird der Strom jedoch nicht gratis sein, einen Preis nennt das Gemeinschaftsunternehmen aber noch nicht. In der Regel ist Energie an der Schnellladesäule aber deutlich teurer als Haushaltsstrom, der rund 25 Cent pro Kilowattstunde kostet.

Quelle: n-tv.de

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