Auto
Das neu entwickelte Zweizylindertriebwerk der 790 Duke leistet 95 PS.
Das neu entwickelte Zweizylindertriebwerk der 790 Duke leistet 95 PS.
Mittwoch, 08. November 2017

790 Duke kommt: KTM setzt das "Skalpell" an

Auf der Motorradmesse Eicma in Mailand hat KTM die bereits vor einem Jahr angekündigte 790 Duke vorgestellt. Das Naked Bike soll nicht nur auf der Straße begeistern, sondern durchaus auch für den Ausflug auf die Rennstrecke taugen.

Technisch ist die KTM 790 Duke auf dem neuesten Stand.
Technisch ist die KTM 790 Duke auf dem neuesten Stand.

KTM schließt die bislang riesige Lücke zwischen der einzylindrigen 690 Duke und der Wuchtbrumme 1290 Super Duke: Die vor einem Jahr angekündigte 790 Duke soll nach dem Willen der Österreicher das Segment der Naked Bikes zwischen 700 und 900 Kubikzentimeter Hubraum gehörig aufmischen. Bei der Konzeption der vollkommen neu entwickelten 105-PS-Mittelklassemaschine wollte KTM nichts dem Zufall überlassen: So werden LED-Scheinwerfer, elektronische Traktionskontrolle, Zweiwege-Quickshifter, ein multifunktionales TFT-Display und ein kurvenfähiges ABS serienmäßig eingebaut.

"Ready to Race" ist Programm

Besonderen Wert hat der österreichische Hersteller aber auf die Umsetzung seines Firmen-Claims "Ready to Race" gelegt: Das Fahrverhalten der fahrfertig lediglich etwa 185 Kilogramm wiegenden 790 Duke soll auch Ausflügen auf die Rennstrecke gewachsen sein, weshalb der Hersteller etwas martialisch von einem "Skalpell" spricht, das Interessenten erwerben können.

Wer will, soll mit der KTM 790 Duke auch auf der Rennstrecke fahren können. Und das nicht im Schongang.
Wer will, soll mit der KTM 790 Duke auch auf der Rennstrecke fahren können. Und das nicht im Schongang.

Mit 105 PS bei 9000 Kurbelwellenumdrehungen bietet das neu entwickelte Zweizylindertriebwerk eine vergleichsweise hohe Leistungsausbeute; zudem werden auch noch 86 Newtonmeter maximales Drehmoment bereitgestellt. KTM bietet ab Werk zudem eine Version mit 95 PS an, die passend zur Stufenführerschein-Richtlinie auf 48 PS (A2-Limit) gedrosselt werden kann.

Paralleltwin kommt 2018

Trotz der hohen Leistungsausbeute scheint man die Bedeutung eines geringen Benzinverbrauchs und günstiger Abgaswerte nicht vergessen zu haben: Mit 4,4 Litern pro 100 Kilometer nach WMTC-Norm fällt der Verbrauch in Relation zur Leistung günstig aus. Zum Zweck der Gewichtseinsparung ist der Motor als mittragendes Rahmenbauteil ausgelegt; der Rahmen selbst ist eine Gitterohrkonstruktion aus Chrom-Molybdänstahl.

Die 790 Duke wird ab kommendem Frühjahr erhältlich sein; der Preis ist noch nicht bekannt, dürfte aber kaum unter 11.000 Euro liegen. Vermutlich ein Jahr später dürfte das zweite Modell mit dem neuen Paralleltwin erscheinen. Neu beim österreichischen Hersteller sind außerdem die zweite Generation der elektrisch angetriebenen Enduro Freeride E-XC mit 50 Prozent stärkerem Akku sowie die neue Einstiegs-Enduro Freeride 250 F mit Einzylinder-Viertaktmotor; ihr Gewicht beträgt lediglich 98,5 Kilogramm.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen