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Prägnant an der neu gestalteten Frontpartie sind die senkrechten Nebel-Scheinwerfer.
Prägnant an der neu gestalteten Frontpartie sind die senkrechten Nebel-Scheinwerfer.(Foto: Axel F. Busse)

Feinschliff für das Erfolgs-SUV: Kia motzt den Sorento auf

Von Axel F. Busse

Mit dem Kia Sorento hatten sich die Südkoreaner ein ordentliches Stück vom großen SUV-Kuchen abgeschnitten. Doch die Konkurrenz schläft nicht und so schickt man bereits nach drei Jahren einen gelifteten Kraxler ins Rennen.

Beim Wohlbefinden der Passagiere will der Sorento mit der Premium-Liga konkurrieren.
Beim Wohlbefinden der Passagiere will der Sorento mit der Premium-Liga konkurrieren.

Für 35.790 Euro ist der Kia Sorento ist die Top Dieselvariante des Kia Sorento zu bekommen, wenn man ihn mit Allradantrieb bestellt. Mit leichter Karosserie-Kosmetik geht der südkoreanische Kraxler in die zweite Hälfte seines Lebenszyklus. Prägnante senkrechte Nebelscheinwerfer zieren nun die Front, das Heck erhielt eine neue Klappe. Ab Werk sind nun bis zu 19 Zoll große Leichtmetallfelgen bestellbar. Der Sorento steht jetzt auf der Bodengruppe des ebenfalls jüngst vorgestellten Hyundai Santa Fe, wobei für die Fahrgäste der zweiten Reihe jetzt rund 30 Millimeter mehr Beinfreiheit herausspringen. Für 900 Euro extra ist eine dritte Sitzreihe bestellbar, was aber nur Freude macht, wenn darauf Kinder befördert werden sollen. Der Platz ist knapp bemessen und eine Umlegemechanik ausschließlich für den Rücksitz der rechten Seite vorgesehen, so dass ein Zustieg in die dritte Reihe nur von dort erfolgversprechend ist.

Ein Hauch von Premium

Die gezielte und wirkungsvolle Überarbeitung und natürlich sein fairer Preis nebst Sieben-Jahres-Garantie  machen den Kia wieder konkurrenzfähig.
Die gezielte und wirkungsvolle Überarbeitung und natürlich sein fairer Preis nebst Sieben-Jahres-Garantie machen den Kia wieder konkurrenzfähig.

Weil Kia im Innenraum Feinschliff zugunsten einer höheren Qualitätsanmutung ansetzte, sollen sich künftig Kunden für den Sorento interessieren, die bisher im Premium-Segment unterwegs waren. Gediegene Verarbeitung, angenehme Materialien und ein hohes Ausstattungsniveau sind dafür erforderlich. Und ordentlich Zugkraft, denn Premiumkunden haben nicht selten die Angewohnheit, auch mal einen Boots- oder Pferdeanhänger mitnehmen zu wollen. Beim Sorento darf der Anhänger bis zu 2,5 Tonnen wiegen. In der 29.990 Euro kostenden Basisversion - sie hat einen Benzinmotor und kommt über die Vorderachse in Fahrt- gehören CD-Radio und elektrische Außenspiegel, ebenso zum Lieferumfang wie Fensterheber hinten, Leichtmetallfelgen und Isofix-Kindersitzbefestigungen, Klimaanlage und Zentralverriegelung.

Verzichten müssen die Kunden künftig auf eine automatische Bergabfahrkontrolle, die an steilen Hängen das Tempo begrenzt, ohne dass der Fahrer eingreifen muss. Die Kia-Verantwortlichen begründen das mit Rückmeldungen von Kunden, die dieses Merkmal kaum oder gar nicht genutzt hätten. Tatsächlich zeigte sich bei Fahrversuchen im Gelände, dass sich steile Hänge auch mit einer gut zu dosierenden Bremse bewältigen lassen, die im Zweifelsfall ja über eine ABS-Funktion verfügt. Für das Anfahren am Berg blieb der automatische Hillholder erhalten.

Diesel wird Bestseller bleiben

Der bisherige Unterschied zu den Premium-Marken wird deutlich, wenn man sich die Kundenstruktur beim Kia Sorento ansieht. Mehr als 40 Prozent der Kunden leisteten sich in der Vergangenheit ihr SUV privat, während einzelne Modelle der deutschen Anbieter gewerbliche Zulassungen von drei Vierteln und mehr registrieren. Gleichstand herrscht jedoch beim gewählten Antrieb: Neun von zehn Sorento rollen mit einem Dieselmotor zu den Kunden. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, denn der Antrieb wurde bei den Modellpflegemaßnahmen einer Effizienzsteigerung unterzogen. Der Selbstzünder ist nach wie vor 2,2 Liter groß, leistet 197 PS und verfügt über ein enormes Drehmoment von 437 Newtonmetern. Die verbrauchsgünstigste Ausführung (im Frontantriebs-Modell) verlangt nach EU-Norm 5,8 Liter auf 100 km, die Allradversion 6,7 Liter. 64 Liter beträgt der Kraftstoffvorrat an Bord.

Zwar gelang es laut Hersteller, den Sorento rund 100 Kilogramm leichter zu machen, jedoch wiegt der Diesel mit Automatik und Vollausstattung noch immer mehr als zwei Tonnen. Spirit heißt auch in dieser Baureihe die Top-Ausstattung. Sie ist im Falle des Diesels mit 42.290 Euro zu veranschlagen und bringt ab Werk Dämmerungssensor und Xenon-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten und Nebelscheinwerfer, Einparkassistent und belüftete Sitze mit. Spurhalte- und Totwinkel-Assistent gemeinsam mit einem elektrischen Memory-Fahrersitz sind für 1050 Euro extra zu bekommen.

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Quelle: n-tv.de

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