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Auch bei der futuristischen Studie des Kia Proceed bleibt die "Tigernase" das Erkennungsmerkmal.
Auch bei der futuristischen Studie des Kia Proceed bleibt die "Tigernase" das Erkennungsmerkmal.
Donnerstag, 07. September 2017

Weltpremiere für "Hot Hatch": Kia zeigt Studie Proceed auf der IAA

Von Holger Preiss

Flach, schlank, geschmeidig zeigt sich die Studie des Kia Proceed auf der IAA. Das Konzept soll einen ersten Ausblick auf die kommende cee'd-Familie geben. Wieviel von der scharfen Optik am Ende in der Serie übrig bleibt, muss abgewartet werden.

Noch bevor die IAA ihre Tore vom 14. bis 24. September öffnet zeigt Kia erste Bilder der Sportstudie Kia Proceed, die einen Ausblick auf die nächste Generation der Kompaktwagenfamilie geben soll. Dabei ist der Karosserietyp der Studie für die Koreaner neu: es handelt sich nämlich um einen "Hot Hatch", also einen sportlichen Kompakten mit verlängertem Heck. Im Deutschen würde man wohl eher sagen, dass es ein sportlicher Kombi ist.

Ohne Ecken und Kanten

Ohne Ecken und Kanten: die Studie des Kia Proceed.
Ohne Ecken und Kanten: die Studie des Kia Proceed.

Entworfen wurde das Concept Car im Kia-Designzentrum Frankfurt unter der Leitung von Designchef Gregory Guillaume. Betrachtet man die Studie, die nur durch Wölbungen im Blech Strukturen aufbaut und ganz ohne scharfe Falze auskommt, möchte der Betrachter glauben, Guillaume wäre bei Mercedes Designchef Gorden Wagener in die Schule gegangen. Der hatte nämlich bereits vor einiger Zeit mit Blick auf die neue A-Klasse den Tod der Sicke ausgerufen und seine Designsprache dahingehend umgestellt.

Wie dem auch sei. Die Studie wirkt flach, schlank geradezu geschmeidig, ohne dabei auf eine gewisse dynamische Spannung zu verzichten. Auch die schnittige Dachlinie, die athletischen Proportionen und die kompakten Dimensionen, dürften vor allem sportlich orientierte Kunden ansprechen. Die charakteristische Silhouette hat Guillaume mit einer Reihe auffälliger Designmerkmale untermalt.

So folgt die langgestreckte Fenstergrafik – deren Konturen in der Nacht beleuchtet sind - der Dachlinie und zieht sich bis in die Heckklappe. Eine markante "Haiflosse" mit GT-Logo verdeutlichen das Fehlen der B-Säule. Charakter bekommt der Proceed auch durch die stark ausgeformten Seitenschweller und die 20-Zoll-Räder. Am Heck fallen vor allem die Luftauslässe ins Auge, die die Aerodynamik im Bereich der Hinterräder verbessern sollen. Auffällig auch die Rücklichter in Form eines Leuchtstreifens über die gesamte Breite des Hecks.

"Tigernase" bleibt

Trotz der neuen Designelemente hat Guillaume darauf geachtet bekannte Kia-Motive beizubehalten. Dazu gehört die von Peter Schreyer entwickelte "Tigernase" ebenso wie die Frontscheibe, deren oberes Randprofil die Konturen des Kühlergrills aufgreift. Die Motorhaube ist der kommenden Potenzbestie, dem Kia Stinger entlehnt. Doch während letztgenanntes Element sich durchaus in der Serie wiederfinden könnte, dürfte der speziell kreierte Farbton "Lava Red" der Studie vorbehalten bleiben. Dafür wurden nämlich von Hand Lackschichten in Schwarz, Chromeffekt-Silber und Rot aufgetragen.

Wie die Studie sich fortbewegt bleibt Kia bis auf weiteres schuldig. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass die Koreaner die nächste Generation des cee'd mit den potenten Triebwerken des Stinger bestücken. Aber wer weiß. Wenn das so wäre, würde verteilt über Diesel und Benziner ein Leistungsband von 200 bis 370 PS zur Verfügung stehen.

Quelle: n-tv.de

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