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Etwa 5000 Käufer haben sich weltweit für den mindestens 186.830 Euro teuren Sportler aus Stuttgart entschieden.
Etwa 5000 Käufer haben sich weltweit für den mindestens 186.830 Euro teuren Sportler aus Stuttgart entschieden.

Nachfolger schon in der Schublade?: Mercedes SLS AMG geht in Rente

Knapp 200.000 Euro muss ein Käufer für einen Mercedes SLS AMG hinlegen. Jetzt wird die Produktion des sportlichsten Aushängeschilds der Stuttgarter beendet. Allerdings sollen die Pläne für einen Nachfolger schon in der Schublade liegen. Ein Öko-Bolide à la BMW i8?

Der Nachfolger für den bis zu 590 PS starken Boliden soll schon in Planung sein.
Der Nachfolger für den bis zu 590 PS starken Boliden soll schon in Planung sein.

Der Mercedes SLS steht offenbar vor seinem Produktionsende. Nach Informationen des Blogs "Mercedes Passion" sollen das Flügeltür-Coupé sowie der Roadster nur noch bis Juni 2014 gebaut werden. An einem Nachfolger für die beiden bis zu 590 PS starken Zweisitzer soll bereits gearbeitet werden, heißt es. Mercedes selbst will sich zur Zukunft des SLS offiziell noch nicht äußern.

Grund für das Produktionsende ist aber nicht Erfolglosigkeit. Der mindestens 186.830 Euro teure Sportwagen hat seit Markteinführung im März 2010 (der Roadster kam anderthalb Jahre später) laut "Automobilwoche" weltweit rund 5000 Käufer gefunden. Allein in Deutschland griffen im laufenden Jahr noch 244 Kunden zu. Den ähnlich teuren und starken Lamborghini Gallardo wollten im gleichen Zeitraum nur 43 Käufer.

Bei der Entwicklung eines Nachfolgers dürfte sich Mercedes auch vom neuen BMW i8 inspirieren lassen. Der gerade erst vorgestellte, 126.000 Euro teure Sportwagen zählt zu den ersten Vertretern der neuen Öko-Welle bei den PS-Boliden: Dank Leichtbau und Plug-in-Hybridantrieb soll er bei 362 PS auf den ersten 100 Kilometern nur 2,5 Liter Kraftstoff verbrauchen.

SLS AMG Electric Drive gibt ersten Ausblick

Mit dem SLS Elctric Drive haben die Stuttgarter einen ersten Ausblick auf zukünftige Antriebe gegeben.
Mit dem SLS Elctric Drive haben die Stuttgarter einen ersten Ausblick auf zukünftige Antriebe gegeben.

Vorgelegt hatten die Stuttgarter bereits mit dem SLS AMG Electric Drive. Im Juni 2012 schickten sie mit ihm den schnellsten Seriensportwagen mit Elektroantrieb auf den Markt. Anders als bei gängigen Elektroversionen von Autos mit Verbrennungsmotor wurde nicht einfach der 517 PS starke V8-Benziner ausgebaut und durch einen E-Motor ersetzt. Stattdessen gibt es gleich vier Stromtriebwerke – für jedes Rad eines.

Die an der Achse statt an der Radnabe montierten Motoren können einzeln angesteuert und je nach Fahrsituation individuell abgebremst oder beschleunigt werden. So lässt sich in der Kurve beispielsweise mehr Kraft auf das äußere Rad lenken, um geringer Radien zu ermöglichen – ähnlich wie bei der von Getrieben unterstützten Torque-Vectoring-Technik bei konventionellen Sportwagen.

In Zukunft auch mit Plug-in-Hybridantrieb?

Optisch könnte der Nachfolger des SLS ein GT werden.
Optisch könnte der Nachfolger des SLS ein GT werden.

Gemeinsam entwickeln die vier Triebwerke 751 PS Leistung und ein maximales Drehmoment von 1000 Newtonmeter. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 ist so nach 3,9 Sekunden absolviert und dauert lediglich eine Zehntelsekunde länger als beim V8-Modell. In Sachen Höchstgeschwindigkeit muss sich der Elektro-Sportler aus Rücksicht auf die Lithium-Ionen-Akkus allerdings mit elektronisch begrenzten 250 km/h zufrieden geben. Das konventionelle Pendant rennt noch einmal 67 km/h schneller.

Rund 250 Kilometer pro Ladung des 60 kWh großen Akkus sollen möglich sein. Dann muss die nächste Steckdose angesteuert werden. Oder die mitgelieferte Wallbox in der eigenen Garage; dort sollen die Batterien nach 2,5 Stunden wieder ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen. Wenn also ein neuer Elektrorenner von Mercedes auf den Markt kommt, dann wird er wahrscheinlich so wie der i8 von BMW als Plug-in-Hybridantrieb unterwegs sein.

GT als Nachfolger des SLS

Die Studie des Mercedes GT, könnte die Konturen des neuen Supersportlers vorwegnehmen. Die Verwandtschaft ist jedenfalls unverkennbar. Design und die lange Motorhaube bleiben erhalten. Zudem sollen grundlegende Konstruktionsmerkmale wie Alu-Aufbau, Frontmittelmotor und Transaxle-Getriebe beibehalten werden. Der auffälligste Unterscheid  zwischen SLS und GT sind die Flügeltüren, die beim Nachfolger GT nicht angeboten werden. Außerdem wird es für den GT keine zweite Karosserievariante geben.

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Quelle: n-tv.de

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