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Die Preise für die neue E-Klasse beginnen ab 40.430 Euro.
Die Preise für die neue E-Klasse beginnen ab 40.430 Euro.

Viel Neues unterm Blech: Mercedes hat E-Klasse renoviert

Mercedes will den Thron des Premiumherstellers in Deutschland zurück. Dafür verabschieden sich die Stuttgarter vom alten hausbackenen Design und lassen auch über die E-Klasse einen frischen Wind wehen. Frei nach dem Motto: Das Beste oder Nichts, wird die renovierte E-Klasse jetzt zu den Händlern rollen. Wird sie diesem Anspruch gerecht?

Ab 13. April steht die gründlich renovierte E-Klasse bei den Händlern. Mit mehr Assistenten, sparsameren Ottomotoren und aufgefrischtem Design soll die Limousine an alte Erfolge anknüpfen. Die Preisliste der sechs Benziner und sechs Diesel beginnt bei 40.430 Euro. Bis dato schieden sich am Vier-Augen-Gesicht mit den sehr eckigen Scheinwerfern die Geister. Die erneuerte E-Klasse geht daher mit einer sanfteren Front an den Start. Beide Scheinwerfer-Elemente werden hinter einer gemeinsamen Glashaube zusammengefasst, dazu kommen zwei unterschiedliche Fronten. Die der Version Elegance trägt wie bisher den Stern erhaben auf der Haube, die Avantgarde-Ausführungen bekommen einen Zentralstern am wuchtigen, lamellenbewehrten Kühlergrill. Insgesamt wurden die Formen ruhiger. Markant hingegen ist der Stoßfänger im sogenannten Wing-Design mit gewölbter Spoilerlippe an der unteren Kante. Die E-Klasse hat so an Ausdrucksstärke gewonnen, die verspielten Linien in der Silhouette, die ebenfalls nicht ungeteilte Zustimmungen erfahren hatten, wurden neu gezeichnet und verlängern den knapp 4,9 Meter langen Wagen optisch.

Die Neuerungen gibt's unterm Blech

Die bedeutenden Neuerungen finden sich aber unter dem Blechkleid. Dazu zählt das blendfreie Fernlicht, das entgegenkommende Autos aus dem Fernlichtkegel ausblenden kann. Ein wesentlicher Sicherheitsgewinn, so Klaus Rehkugler, Leiter des Projektmanagements der E-Klasse. Schließlich würden nur 20 Prozent aller Fahrten nachts absolviert, während der Dunkelheit ereigneten sich jedoch 40 Prozent aller Verkehrsunfälle.

Das T-Modell kostet 3000 Euro mehr als die Limousine.
Das T-Modell kostet 3000 Euro mehr als die Limousine.

Für mehr Sicherheit soll außerdem die Verknüpfung neuer und optimierter Assistenzsysteme sorgen. Eine Stereo-Kamera hinter der Frontscheibe kann das Verkehrsgeschehen noch genauer und schneller erfassen, sie erlaubt bei einer Gesamtreichweite von 500 Metern bis zu 50 Meter vor dem Fahrzeug räumliches Sehen. Bei maximal 50 km/h Geschwindigkeit bremst die E-Klasse so automatisch vor einem Hindernis, gleich, ob es ein stehendes Fahrzeug oder ein Fußgänger ist. Der Kreuzungsassistent Plus - zum ersten Mal in einem Mercedes eingesetzt – erkennt den querenden Verkehr und unterstützt den Fahrer ebenfalls beim Bremsen. Auch eine drohende Heckkollision kann mit Hilfe von mehrstufigen Radarsensoren erkannt werden. Der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs wird durch Aktivierung der Warnblinkleuchten mit erhöhter Frequenz auf die Gefahrensituation aufmerksam gemacht.

Viel verspricht sich Mercedes-Benz vom neuen aktiven Spurhalte-Assistenten. Der kann unbeabsichtigtes Verlassen der Fahrspur erkennen und lenkt, falls ein Zusammenstoß mit entgegenkommendem Verkehr droht, die E-Klasse durch gezielten Bremseneingriff wieder auf die richtige Spur zurück. Auch teilautonomes Fahren im stockenden Verkehr erlaubt dieser Helfer. Zahlreiche Assistenzsysteme waren bislang teilweise in der höher positionierten S-Klasse zu haben, das komplette Programm findet sich in der neuen Generation des Spitzenmodells von Mercedes-Benz, das im Juli debütiert.

Der E 250 begeistert

Wirklich neu sind die beiden Vierzylinder-Benziner im E 200 (ab 41.918 Euro) und im E 250 (ab 46.975 Euro), sie beziehen aus zwei Litern Hubraum 184 PS beziehungsweise 211 PS. Das schwächere Aggregat kommt auf dem Prüfstand mit 6,1 Liter Benzin 100 Kilometer weit, dem stärkeren sollen 5,8 Liter Treibstoff für diese Strecke genügen. Das entspricht einer CO2-Emissionen von 142 und 135 g/km. Der kräftigere Vierzylinder erfüllt bereits heute die Abgasnorm Euro 6. Die gleiche Schadstoffklasse erreicht der neue V6-Biturbo-Benziner im E 400, der bei einem errechneten Verbrauch von 7,5 Liter für 100 Kilometer 333 PS leistet. Seine mit 480 Nm durchaus bärige Drehmomentspitze wuchtet er bereits bei 1600/min in den Antriebsstrang. Alle Motoren sind mit einem Start-Stopp-System kombiniert, bis auf die Einstiegsmodelle E 200 sowie die Diesel-Versionen E 200 CDI, E 220 CDI und E 250 CDI sorgt in allen E-Klasse-Modellen das automatische 7G-Tronic-Getriebe für die Kraftübertragung.

Unterwegs zeigt vor allem der E 250 die Sonnenseite des Sterns. Durchzugsstark und vibrationsarm treibt der Vierzylinder den 1680 Kilogramm schweren Wagen in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 243 km/h Spitze sind möglich. Die Automatik lernt mit und passt ihre Schaltmuster dem Fahrverhalten des Fahrers an, späte Gangwechsel, wenn er den sportlichen Fahrstil bevorzug, frühere, wenn er es langsamer angeht. Das Fahrverhalten wirkt dabei nie nervös oder unausgewogen, allein das Einlenkverhalten macht bei forscher Gangart einen etwas behäbigen, fast synthetischen Eindruck. Windgeräusche und Federungsverhalten bewegen sich dagegen auf höchstem Komfortniveau, die Bremsen arbeiten mustergültig dosier- und belastbar. Ähnliches gilt für die T-Modell genannten Kombi-Versionen der E-Klasse, sie entsprechen in ihrer Variantenvielfalt der Limousine, sind jedoch rund 3000 Euro teurer.

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Quelle: n-tv.de

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