Auto
Wem der CLS zu spießig und die A-Klasse zu jugendlich ist, der kann sich in Zukunft am CLA berauschen.
Wem der CLS zu spießig und die A-Klasse zu jugendlich ist, der kann sich in Zukunft am CLA berauschen.(Foto: picture alliance / dpa)

Mercedes präsentiert CLA: Die dicke A-Klasse kommt

Mercedes treibt seine Verjüngungskur konsequent voran und setzt an die Spitze der A-Klasse den CLA. Der kleine Bruder des CLS ist deutlich dynamischer und soll Kunden locken, die nicht mehr jugendlich, aber auch nicht spießig sind.

In Detroit wird der SLA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
In Detroit wird der SLA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.(Foto: picture alliance / dpa)

Mit dem CLA schafft Mercedes so etwas wie eine Symbiose aus Golf und S-Klasse. Bei Preis und Prestige wird der neue zwischen A- und C-Klasse angesiedelt und soll ab dem Frühjahr im Segment der Kompaktfahrzeuge dort weitermachen, wo der CLS zwei Klassen höher bereits begonnen hat. Dabei will die Stufenhecklimousine mit ihrer coupéhaften Silhouette vor allem Kunden locken, denen die A-Klasse als Steilheck zu jugendlich, die Mittelklasselimousine aber zu spießig ist. Während der CLA dem US-amerikanischen Publikum erstmals auf der Motorshow in Detroit präsentiert wird, feiert er in Deutschland auf der Fashion Week (15. - 20. Januar) in Berlin seine Premiere. Auf den Markt kommt er im April zu Preisen ab 28.977 Euro.

Basis bildet die A-Klasse

Die coupéhafte Silhouette gibt dem CLA einen dynamischen Schwung und hebt ihn deutlich vom CLS ab.
Die coupéhafte Silhouette gibt dem CLA einen dynamischen Schwung und hebt ihn deutlich vom CLS ab.

Die technische Basis des CLA mit Frontantrieb stammt von der A-Klasse. Das sieht man ihm aber auf den ersten Blick nicht an. Mit 4,63 Metern Länge überragt er sogar den Kombi der C-Klasse um eine Hand breit. Motorhaube und Seitenflächen geben sich muskulös und laufen in ein breit modelliertes Heck aus. Die geschwungene Dachlinie, eine nach außen gewölbte Heckscheibe und die rahmenlosen Seitenfenster sorgen für das schon erwähnte Coupé-Flair.

Dabei haben die Mercedes-Designer bei der Form nicht nur an pure Schönheit gedacht. Sie soll auch für einen geringen Verbrauch sorgen. Mercedes nimmt für sich in Anspruch, dem CLA den besten cW-Wert im Serienautomobilbau verpasst zu haben. Beim Standardmodell beträgt er 0,23, die bei Unterbodenverkleidung und Kühlergrill weiter optimierte "Blue Efficiency"-Variante kommt sogar auf 0,22. Werte, die bisher nur von Forschungsfahrzeugen oder Studien erreicht werden, wie die Stuttgarter betonen.

Kein Renault-Diesel im CLA

Das Motorenprogramm umfasst zum Start vier Vierzylindermotoren, darunter drei Benziner, die schon aus der A-Klasse bekannt sind und nun sämtlich die Vorgaben der erst 2014 geltenden Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Bei allen Varianten gibt es ein Start-Stopp-System bereits in der Serienausstattung.

Der Innenraum ist typisch Mercedes.
Der Innenraum ist typisch Mercedes.

Basistriebwerk ist ein 1,6-Liter-Turbo mit 122 PS und einem Normverbrauch von 5,4 Litern. Zum gleichen Preis von 28.977 Euro gibt es ihn auch in der Spritsparversion "Blue Efficiency Edition", die mit 5,0 Litern auskommen soll. Darüber rangiert eine 156 PS starke Ausbaustufe des 1,6-Liter-Motors, die mit 31.862 Euro in der Preisliste steht. Abgerundet wird das Angebot auf Benzinerseite von einem 2,0-Liter-Turbo mit 211 PS für 38.675 Euro, der an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Die schwächeren Motoren müssen mit einem manuellen Sechsganggetriebe Vorlieb nehmen.

Auf Dieselseite emanzipiert sich der CLA von der A-Klasse. Anstatt des 1,5-Liter-Selbstzünders mit Renault-Genen gibt es einen hausgemachten 2,0-Liter-Vierzylinder mit 170 PS und einem Normverbrauch von 4,2 Litern. Für die Kraftübertragung sorgt ebenfalls das Doppelkupplungsgetriebe. Der Preis beträgt 37.991 Euro. Über alle Motorversionen liegt der Aufschlag gegenüber der A-Klasse bei rund 5000 Euro. Zur teureren C-Klasse-Limousine wird ein Achtungsabstand von rund 1200 Euro gewahrt.

Sicherheit im Zeichen der elektronischen Helferlein

Für Sicherheit sorgt neben einem optionalen Allradantrieb für bessere Traktion eine ganze Armada an elektronischen Helferlein. Serienmäßig an Bord sind unter anderem der aus anderen Modellen bekannte Müdigkeitsassistent und der Bremsassistent, der nun nicht erst ab Tempo 30, sondern bereits bei 7 km/h in kritischen Situationen Fahrzeug und Fahrer auf eine möglichen Crash vorbereitet. In Kombination mit dem aufpreispflichtigen Abstands-Radar kann das System auch als Notbremsassistent fungieren und den Wagen automatisch aus Geschwindigkeiten bis 200 km/h abbremsen. Darüber hinaus gibt es unter anderem Spurthalte- und Totwinkelassistent sowie eine Einparkhilfe, die dem Piloten das Rangieren abnehmen kann.

Einer der wichtigsten Märkte für den CLA dürften die USA werden. Anders als in Deutschland beherrschen dort nicht Steilheckmodelle das Straßenbild, sondern Stufenhecklimousinen. Und da hat Mercedes nun neben der C-Klasse auch eine etwas günstigere und elegantere Variante im Angebot.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen