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Als neues Einstiegsmodell soll die Harley Davidson Street Rod die glücklose Street 750 ablösen.
Als neues Einstiegsmodell soll die Harley Davidson Street Rod die glücklose Street 750 ablösen.

Harleys zweiter Versuch: Nach der Street folgt die Street Rod

Als Einstiegsmodell konnte sich die Street 750 von Harley-Davidson nicht etablieren. Jetzt reagieren die US-Amerikaner auf den ausbleibenden Erfolg und bringen mit der Street Rod eine deutlich attraktivere Zweit-Version auf den Markt.

Sie ist das Mauerblümchen im ansonsten überaus erfolgreichen Modellprogramm von Harley-Davidson: Die im März 2014 vorgestellte Street 750 findet in den westeuropäischen Märkten nur einen äußerst verhaltenen Absatz. Vor allem die lieblose Machart samt rustikaler Verarbeitung des in Indien hergestellten Bikes stört potenzielle Interessenten.

Mit 58 PS ist Harleys Street Rod eher gemütlicher Cruiser denn heißer Feger.
Mit 58 PS ist Harleys Street Rod eher gemütlicher Cruiser denn heißer Feger.

Drei Jahre nach dem Start der Street legen die Amerikaner nach und stellen ein zweites Modell dieser Einstiegs-Baureihe vor, die Street Rod. Ein viel anspruchsvolleres Fahrwerk, ein bis zu 20 Prozent stärkerer V2-Motor sowie eine deutlich aktivere Sitzposition versprechen für die Street Rod deutlich mehr Fahrvergnügen.

Leistung und Fahrwerk verändert

Der wassergekühlte V2 mit 749 Kubikzentimetern Hubraum entwickelt in der Street 58 PS bei vergnüglichen 8000 Umdrehungen. In der Street Rod sollen 71 PS bei 9000 Kurbelwellenumdrehungen zur Verfügung stehen, ein Plus von rund 20 Prozent. Auch das Drehmoment fällt üppiger aus; die nunmehr 65 Newtonmeter liegen bei 4000 Umdrehungen an. Möglich wird diese Leistungsspritze durch die von 11 auf 12:1 erhöhte Verdichtung und den größeren Querschnitt der Drosselklappen.

Noch weitaus deutlicher sind die Veränderungen am Fahrwerk, dessen Komponenten und Maße in fast keinem Punkt unangetastet geblieben sind, während die Materialien nicht verändert wurden. Die Federwege sind deutlich länger, die Bodenfreiheit ist damit ebenfalls gestiegen. Radstand und Nachlauf fallen kürzer auf – herauskommen müsste ein vollkommen anders, nämlich weitaus agiler zu fahrendes Motorrad.

Ab 8465 Euro zu haben

Kennzeichen sind nicht zuletzt die von 14,5 auf 20,5 Zentimeter gestiegene Bodenfreiheit und die von bescheidenen 28,5 Grad auf nunmehr knapp 40 Grad angewachsene Schräglagenfreiheit. Mit den längeren Federwegen ist natürlich auch die Sitzhöhe angehoben worden. Von 71 auf noch immer niedrige 76,5 Zentimeter.
 Auch das bislang als unattraktiv empfundene Styling ist verändert worden. Matte Farbtöne dominieren, stilistische Anleihen hat man bei den Flat Track Racern genommen. Rund 1000 Euro Mehrpreis fordert Harley für die Street Rod, die es ab 8465 Euro gibt. Damit beträgt die Differenz zum "billigsten" Sportster-Modell immerhin noch rund 1800 Euro. Aber, man fährt halt Harley.

Quelle: n-tv.de

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