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Mit dem Strandbuggy Bug:R und dem Supersportler Exile bietet Lee Noble zwei sehr exzentrische Autos an.
Mit dem Strandbuggy Bug:R und dem Supersportler Exile bietet Lee Noble zwei sehr exzentrische Autos an.

Lee Noble ist zurück: Nerdiger Spaß im Doppelpack

Lee Nobel war mit seinen Noble Cars nicht so recht erfolgreich. Jetzt meldet sich der Brite als Autobauer zurück und präsentiert gleich zwei extrem nerdige Sportwagen - den Strandbuggy Bug:R und den Supersportler Exile.

Lee Noble, einstiger Gründer der britischen Sportwagenmarke Noble Cars, hat mit der Präsentation des Bug:R gleich zwei schrullige Autotraditionen neu belebt: die des Strandbuggys und die des Kit-Cars. Zugleich hat der umtriebige Fahrzeugbau-Ingenieur in seiner englischen Heimat einen extrem flachen Supersportler namens Exile erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Fahrzeug-Ingenieur Lee Noble neben seiner jüngsten Kreation Bug:R.
Der Fahrzeug-Ingenieur Lee Noble neben seiner jüngsten Kreation Bug:R.

Der Bug:R ist ein Auto ganz in der Tradition der legendären Strandbuggys und entsprechend eine zu allen Seiten offene Konstruktion, die maximales Frischluftvergnügen verspricht. Anders als die rundgelutschten Buggys der 1960er- und 1970er-Jahre setzt Lee Noble auf ein markantes Design mit Ecken und Kanten. Die Karosserie besteht vor allem aus großflächigen Kunststoffteilen. Das spartanische Auto bietet Stoßfänger, Beleuchtung, eine Windschutzscheibe, Überrollbügel und Außenspiegel. Auch der Innenraum ist übersichtlich gestaltet. Hier gibt es wenig mehr als Tacho, Tankanzeige, Lenkrad, Schalthebel und zwei Sportsitze.

Technisch setzt Lee Noble beim Bug:R auf den von 2000 bis 2007 gebauten Ford Mondeo der dritten Generation. Damit handelt es sich um eine zwar betagte Plattform, doch im Gegenzug bietet sie einfache Technik und eine sichere Versorgung mit günstigen Ersatzteilen. Darüber hinaus sind auf dieser Mondeo-Basis eine große Bandbreite von Motoren für den Einsatz im Bug:R denkbar. Lee Noble will den Bug:R in Kleinserie produzieren. Rund zwei Dutzend Autos könnten pro Jahr entstehen. Eine fertige Version soll rund 21.000 Euro kosten, als Kit Car zur Selbstmontage wäre ein Preis von 12.000 Euro drin.

Supersportwagen als zweite Neuheit

Der bisher gezeigte Prototyp des Exile wird von einem 3,5-Liter-V6-Turbobenziner aus dem Ford F-150 Raptor angetrieben.
Der bisher gezeigte Prototyp des Exile wird von einem 3,5-Liter-V6-Turbobenziner aus dem Ford F-150 Raptor angetrieben.

Als zweite Neuheit hat Noble den Exile vorgestellt, einen flachen Supersportwagen vornehmlich für den Rennstreckeneinsatz, der aber auch eine Straßenzulassung bekommen soll. Die Karosserie des zweisitzigen Flügeltürers besteht zu großen Teilen aus Carbon. Als Antrieb wird der Exile-Prototyp derzeit mit einem V6-Benziner aus dem Ford F-150 Raptor getestet.

Der direkteinspritzende 3,5-Liter-Twinturbo leistet im Pick-up 450 PS, was dort trotz der 2,5 Tonnen für bereits sportliche Fahrleistungen reicht. Für den deutlich leichteren Exile verspricht Noble ein Leistungsgewicht von knapp unter zwei Kilogramm je PS, was eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in unter drei Sekunden ermöglichen soll. Als Höchstgeschwindigkeit peilt Noble einen Wert jenseits der 300 km/h an. Ende 2017 will der Brite den fertigen Exile vorstellen und wohl kurze Zeit später zum Verkauf anbieten. Der Preis könnte um 100.000 Euro liegen.

Quelle: n-tv.de

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