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Kia hat dem Carens ein schickes neues Blechkleid verpasst.
Kia hat dem Carens ein schickes neues Blechkleid verpasst.(Foto: Kia)

Gutes Aussehen in Serie: Neuer Kia Carens fährt flott vor

Familienvans sind immer noch eine beliebte Fahrzeuggattung. Viel Platz bei kompakten Abmessungen und variable Sitzkonfigurationsmöglichkeiten gehören hier zum Standard. Wenn sie dann auch noch gut aussehen, schadet das ganz und gar nicht.

Das soll der Kia Carens sein? Die Frage drängt sich beim ersten Blickkontakt mit der neuen, dritten Generation des Familienvans unweigerlich auf. Fielen die Vorgänger eher durch absolute Unscheinbarkeit auf, glänzt der Kompaktvan jetzt in einem schicken Karosseriekleid. Ab dem 4. Mai steht der Carens zu einem Einstiegspreis von 19.990 Euro bei den Händlern.

Der Carens tritt gegen VW Touran und Co. an.
Der Carens tritt gegen VW Touran und Co. an.(Foto: Kia)

Signalisierten die bisherigen Carens-Modelle ihre Praxistauglichkeit vor allen Dingen durch Ecken und Kanten, haben die Designer dem Van jetzt ein wirklich flottes Kleid geschneidert. Mehr Rundungen, eine dezent abfallende Dachlinie, große Fensterflächen sowie ein markantes Heck samt großen Leuchten lassen den Van wesentlich gefälliger wirken.

Anders als viele Wettbewerber hat der Carens aber in seinen Abmessungen nicht zugelegt. Er wurde in der Länge sogar um zwei Zentimeter auf 4,53 Meter gekürzt. In der Breite verlor er 1,5 Zentimeter (1,81 Meter) und in der Höhe gleich vier Zentimeter (1,61 Meter). Damit ist das Fahrzeug tatsächlich noch kompakt zu nennen. Nur der Radstand legte um fünf Zentimeter auf 2,75 Meter zu; das Plus kommt dem Platzangebot zugute.

Fast perfekte Aussicht vom Thron

Der Carens wird normalerweise als Fünfsitzer angeboten. So konfiguriert bietet er reichlich Bewegungsfreiheit für die Insassen. Fahrer und Beifahrer thronen dank der leicht erhöhten Sitzposition entspannt über dem Verkehrsgeschehen. Allerdings wird es für den Fahrer stressig, wenn er nach links abbiegen will. Denn die lang gestreckte A-Säule behindert die Sicht. Ein Problem, dass Van-Fahrer anderer Marken ebenfalls kennen.

Da passt ordentlich was rein.
Da passt ordentlich was rein.(Foto: Kia)

Wie in dieser Klasse üblich, lassen sich die drei Sitze der zweiten Reihe einzeln längsverschieben und einfach zusammenlegen. Ist der mittlere Platz nicht belegt, dient seine umgeklappte Rückenlehne als Ablage und Getränkehalter. Das Gepäckvolumen variiert zwischen 536 und knapp 1700 Litern. Dass sich die Beifahrerrückenlehne ebenfalls einklappen lässt, ermöglicht das Beladen von bis zu 2,15 Meter langen Gegenständen. Die siebensitzige Variante (ab der dritten Ausstattungsstufe, 750 Euro Aufpreis) bietet Erwachsenen zumindest auf Kurzstrecken auch in der dritten Reihe die Möglichkeit, halbwegs kommod von A nach B zu kommen. Idealerweise nutzen aber nur Kinder diese Zusatzplätze, sie kommen vermutlich ohne peinliche Verrenkungen auf ihre Plätze.

Drei Motoren stehen für den Vortrieb zur Wahl. Volumenaggregat dürfte der 1,7-Liter-Diesel werden, der erstmals im Carens zum Einsatz kommt. Der Selbstzünder leistet 136 PS und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 331 Nm. Ganz gelassen - auch akustisch - kommt so das gut zwei Tonnen schwere Fahrzeug auf Touren, genug Kraftreserven für schnelle Überholvorgänge sind vorhanden. Das Fahrwerk ist recht kommod abgestimmt, schließlich ist ein Van nicht als Sportwagenersatz gedacht. Der Lohn der fahrerischen Zurückhaltung: In Verbindung mit einem Start-Stopp-System weisen die technischen Daten einen Normverbrauch von 4,8 Litern aus (CO2-Ausstoß: 127 g/km).

Luxus kostet extra

Auch die beiden überarbeiteten Benzin-Direkteinspritzer, ein 1,6-Liter mit 135 PS sowie ein 2,0-Liter mit 166 PS, werden ab der dritten Ausstattungsvariante serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik ausgeliefert. Das Sechsstufen-Automatikgetriebe, das es alternativ sowohl für den Diesel als auch den großen Benzin-Direkteinspritzer gibt (Aufpreis: 1250 Euro), kann allerdings leider nicht mit den Spritsparsystem gekoppelt werden.

Praktisch sind die vielen Ablagefächer, Getränkehalter oder die Tabletts an den Rückenlehnen der Vordersitze, die je nach Ausstattungsvariante an Bord sind. Die Materialien machen - zumindest im topausgestatteten Testwagen - einen guten Eindruck. Apropos: Wer die Einstiegsvariante zu Preisen ab 19.990 Euro ordert, darf keinen Luxus erwarten. Ab Werk gehören eine Klimaanlage, CD-Radio, elektrisch einstellbare Außenspiegel sowie elektrische Fensterheber vorn und hinten und eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung zum Standardequipment. Ist mehr Komfort gewünscht, gilt es, zu den höheren Ausstattungsniveaus zu greifen und/oder weitere Zusatzpakete zu bestellen. Zwei- bis dreitausend Euro kommen so schnell zusammen, und wer ausgabefreudig ist, kann problemlos noch mehr Geld investieren. Auf der Liste stehen unter anderem Ledersitze, Xenon, Navigationssystem oder ein Spurhalter-Warner.

Kia bietet aber auch Kostenbegrenzung: Neben der üppigen, auf 150.000 Kilometer Laufleistung beschränkten Siebenjahres-Garantie offerieren die Koreaner für den Carens noch bis zum 30. Juni eine kostenlose siebenjährige Wartungsbetreuung durch ihre Händler. Wer einen Kompaktvan will und noch keine Entscheidung getroffen hat, für den könnte dies vielleicht sogar den Ausschlag zugunsten des Koreaners geben.

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Quelle: n-tv.de

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