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Kantiger als sein Vorgänger  gibt sich der neue VW Tiguan.
Kantiger als sein Vorgänger gibt sich der neue VW Tiguan.(Foto: Holger Preiss)
Dienstag, 15. September 2015

Später mit Solarmodul?: Neuer VW Tiguan mit Kanten

Mit dem auf der IAA präsentierten neuen VW Tiguan schicken die Wolfsburger einen kantigen und recht flachen Nachfolger des Bestsellers ins Rennen. Aber nicht nur äußerlich hat sich einiges getan. Eine Studie mit Plug-in-Hybridantrieb und Solarmodul zeigt, wohin die Reise gehen soll.

Kantiger und größer ist die zweite Generation des VW Tiguan geworden, die sich erstmals auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA zeigt und im April 2016 auf den Markt kommt. Neben der Serienversion sowie dem sportlichen Tiguan R-Line bringen die Wolfsburger außerdem eine Offroad-Version des SUV nach Frankfurt und mit dem GTE eine Studie mit Plug-in-Hybridantrieb.

Kantiger und flacher

(Foto: Holger Preiss)

Der Bestseller unter den Kompakt-SUV wurde nun wie Golf oder Passat auch auf den Modularen Querbaukasten umgestellt und bietet daher mehr Platz. Gegenüber seinem Vorgänger ist er mit 4,49 Metern 6 Zentimeter länger geworden, der Radstand wurde um 7,7 Zentimeter auf 2,68 Meter verlängert, in der Breite legte der Wolfsburger um 3 Zentimeter auf 1,84 Meter zu. Gleichzeitig wird der Tiguan flacher, misst mit 1,63 Metern in der Höhe jetzt 3 Zentimeter weniger.

Mehr Platz gibt es im Kofferraum, der nun 615 bis 1655 Liter aufnimmt. Das ist im Vergleich zur ersten Generation ein Plus von 145 Litern. Mehr Platz haben aber auch die maximal drei Passagiere im Fond. Durch ein Plus von knapp 3 Zentimetern gibt es ein wenig mehr Kniefreiheit. Weil Autofahrer in den USA und China, anders als in Europa, Versionen mit längerem Radstand bevorzugen, wird der neue Tiguan von Anfang an mit zwei verschiedenen Radständen entwickelt. Die längere Version wird im Frühjahr 2017 in den jeweiligen Märkten eingeführt.

Sicher mit acht Motoren

Auch beim Interieur zeigt der Tiguan Charakter.
Auch beim Interieur zeigt der Tiguan Charakter.

Die zweite Generation des Tiguan wird es in den Ausstattungslinien Trendline, Comfortline sowie Highline geben. Die verschiedenen Ausstattungen werden sich mit insgesamt acht Euro-6-Motoren kombinieren lassen. Die vier Benziner leisten 125, 150 PS, 180 und 220 PS. Die vier Diesel entwickeln 115, 150, 190 PS und 240 PS. Die Basismotorisierung startet mit Frontantrieb, alle anderen Tiguan haben Allradantrieb entweder optional oder serienmäßig an Bord.

Sicherer wird der Tiguan unter anderem durch seine serienmäßige aktive Motorhaube, die sich beim einem Unfall mit Fußgängern oder Radfahrern etwas anhebt, um die Intensität von Kopfverletzungen zu reduzieren, die City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung sowie den Spurhalteassistenten.

Wie es künftig mit dem SUV weitergehen könnte, zeigt Volkswagen mit der Tiguan GTE-Studie. Das 218 PS starke Konzeptfahrzeug kann bis zu 50 Kilometer rein elektrisch zurücklegen und soll dabei lediglich 1,9 Liter auf den ersten 100 Kilometern verbrauchen. Die Reichweite wird dabei nicht nur durch die Lithium-Ionen-Batterie beeinflusst, sondern auch vom im Dach integrierten Solarmodul. Je nach Strahlleistung der Sonne kann die Energie für jährlich bis zu 1000 Kilometer Reichweite erzeugt werden. Diesen Wert gibt Volkswagen für südeuropäische Länder an, Deutschland könnte man auf 500 Kilometer kommen.

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Quelle: n-tv.de

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